https://www.faz.net/-gtm-a8bya

Zweite Bundesliga : Entsetzen bei Darmstadt 98

  • -Aktualisiert am

Am liebsten nichts mehr hören und sehen: Darmstadt 98 leidet. Bild: dpa

Darmstadt 98 hat in dieser Saison schon einige Volten und Wendungen zu seinen Ungunsten erlebt. Aber die 1:2-Niederlage gegen Nürnberg bot eine besondere Spitze aus der Kategorie Pleiten, Pech und Pannen.

          2 Min.

          Zweimal ist der versammelten „Lilien“-Führungsriege auf der Tribüne das starre Entsetzen in die Glieder gefahren. Als in der 92. Minute die Kopfballrückgabe von Nicolai Rapp ins eigene Tor trudelte. Und als in der 95. Minute in der letzten Szene des Spiels der aufgerückte Torhüter Marcel Schuhen aus der Nahdistanz am Ball vorbeischlug. Nun hat der SV Darmstadt 98 in dieser Zweitligasaison schon einige Volten und Wendungen zu seinen Ungunsten erlebt. Aber die 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg am Samstagnachmittag hatte in der Schlussphase eine besondere Spitze aus der Kategorie Pleiten, Pech und Pannen zu bieten.

          2. Bundesliga

          „Eigentlich kann so etwas nicht passieren, bei uns kann es passieren“, sagte Cheftrainer Markus Anfang leicht fatalistisch. „Wir wollen kein Mitleid. Das Spiel war wieder ein Beispiel dafür, dass wir es uns selbst zuzuschreiben haben. Dass wir uns an die eigene Nase fassen müssen.“ Die Südhessen blicken nunmehr auf eine Phase von nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Ligapartien.

          Und können von Glück sagen, dass der Abstand zur Abstiegszone bei vier Punkten geblieben ist. In einer Woche sind die Darmstädter sportlich dreimal spät geschädigt worden: in Regensburg (1:1), im Elfmeterschießen in Kiel, daheim gegen den FCN. „Was allgemein in dieser Saison los ist, ist schon schwer zu erklären. Aber heute haben wir noch einen draufgesetzt. Wahnsinn, dass wir wieder bestraft werden“, sagte Kapitän Fabian Holland.

          In der überwiegend lahmen ersten Halbzeit kamen die „Lilien“ zweimal gefährlich vor das Tor der kriselnden Nürnberger. Christian Clemens scheiterte mit seinem Schuss am aufmerksamen einstigen „Lilien“-Profi im FCN-Tor Christian Mathenia (10.). Fabian Schnellhardt (40.) verunglückte ein Abschluss aus guter Position völlig. Immerhin stand die Defensive, abgesehen von kleinen Wacklern im Aufbauspiel, recht sicher. Doch mit ihren zögerlichen Aktionen vorne spielten die Darmstädter den ob ihrer vorangegangenen Misserfolgsserie verunsicherten Franken in die Karten.

          Nach der Pause fanden beide Mannschaften deutlich mehr Intensität. Außenspieler Mathias Honsak bestätigte seinen persönlichen Aufwärtstrend mit technisch werthaltigen Vorstößen – wenn er doch vor dem Tor nicht so oft Muffensausen bekäme. Wie in der 53. Minute, als Schnellhardt immerhin noch den Abpraller ergatterte, aber die gute Chance vergab. Erstaunlich halbherzig ließ Torjäger Dursun eine weitere Großchance liegen (69.).

          Eine nennenswerte Chance (Kopfball von Krauß in der 68. Minute) und ein Treffer (Schleusener in der 76. Minute) in der zweiten Halbzeit verdeutlichen die äußerst effektive Vorgehensweise der Nürnberger. Doch es schien, dass sie damit nicht zum Sieg kommen sollten. Dem einstigen SVD-Schlussmann Mathenia flutschte ein Flugball durch die Handschuhe, der Darmstädter Aaron Seydel stocherte den Ball gen Tor, wo ihn der Nürnberger Sorg gegen die Hand bekam – Rote Karte und Elfmeter (90.). Holland verwandelte sicher zum verdienten Ausgleich.

          Doch dann kam Rapps Kopfball über den eigenen Torhüter hinweg ins eigene Netz, der selbst neutrale Zuschauer schaudern ließ – und für die „Lilien“ die pure Horrorshow bedeutete.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Menschen in der Wiesbadener Fußgängerzone

          Sinkende Impfbereitschaft : Sorgen vor dem Corona-Herbst

          Während die Infektionszahlen weiter steigen, lassen sich immer weniger Menschen gegen das Virus impfen. In Berlin wachsen die Befürchtungen, dass neue Einschränkungen nötig werden.
          Tesla-Chef Elon Musk

          Elon Musk : Tesla feiert sein Überleben mit Rekordzahlen

          Elon Musk spricht vom Jahr des Durchbruchs für Tesla. Erstmals fährt der Elektroautokonzern mehr als eine Milliarde Dollar Quartalsgewinn ein. Musk erhält zur Belohnung Aktienoptionen im Wert von 176 Millionen Dollar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.