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Niederlage gegen Heidenheim : Darmstädter Auswärts-Phobie

  • -Aktualisiert am

Frustrierte „Lilien“: Der SV Darmstadt 98 verliert beim 1. FC Heidenheim. Tobias Kempe (links), Fabian Holland (Mitte) und Emir Karic sind enttäuscht. Bild: dpa

Auch in Heidenheim fehlt dem SV Darmstadt 98 die letzte Überzeugung und Wucht, um erfolgreich zu sein. Es bleibt dabei: Auf ein erfolgreiches Heimspiel, folgt ein schlechtes Auswärtsspiel.

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          Wenn statistisch in dieser Saison bislang ein Wert heraussticht bei den „Lilien“, dann ist es die ausgeprägte Heim-Auswärts-Diskrepanz. Während das heimische Böllenfalltor zur Bastion geworden ist, legt Darmstadt 98 in der Fremde Nullrunde auf Nullrunde hin. Auch die 1:2-Niederlage beim 1. FC Heidenheim am Freitagabend folgte dem aktuellen SVD-Gesetz, dass auf ein überzeugendes Heimspiel ein verlorenes Auswärtsmatch folgt.

          2. Bundesliga

          „Unsere Auswärtsauftritte sind insgesamt ordentlich, wir bringen sie aber nicht mit der Überzeugung und Wucht zu Ende, wie wir es in den Heimspielen tun“, sagte Cheftrainer Torsten Lieberknecht. Mit nur einem Zähler – beim überzeugenden 2:2 beim HSV – aus vier Auswärtspartien sind die Südhessen aktuell die schlechteste Reisemannschaft der zweiten Liga.

          Nun lässt sich aber festhalten, dass den Darmstädtern in der Fremde für eine bessere Quote nicht viel fehlt. Nach dem Ausgleichstreffer durch das sechste Saisontor von Angreifer Philip Tietz (52.) und einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit war ein Punktgewinn auf der Schwäbischen Alb in Reichweite. Zumal die „Lilien“ statistisch (unter anderem 17:17 Torschüsse) bei allen aussagekräftigen Messungen mindestens gleichauf mit den Heidenheimern waren. „Ich finde, dass sich die Jungs den Auswärts-Dreier verdienen, wenn sie noch ein Stück mehr investieren und auch mal den glücklichen Moment für sich haben“, so Lieberknecht.

          Fulminanter Treffer

          Den glücklichen Moment hatten in einem temporeichen, intensiven Duell die Heidenheimer auf ihrer Seite. Das entscheidende Gegentor fiel in die Kategorie: schwer zu verteidigen. Natürlich lässt sich bekritteln, dass die Darmstädter jenen Angriff des lauf- wie heimstarken 1. FCH zupackender hätten behindern können.

          Doch dass die physisch starken Heidenheimer in der Schlussphase mal einen Ball aus dem Halbfeld in den Darmstädter Sechzehner heben, ist nicht gänzlich zu verhindern. Nur legte Joker Stefan Schimmer einen gut getimten Laufweg vor seinen SVD-Gegenspieler Patric Pfeiffer ein und erwischte den Ball mit dem Kopf so fulminant, dass er sich unhaltbar ins lange Eck senkte.

          Der zweite Pfeiffer im Darmstädter Team, Angreifer Luca Pfeiffer, bezeichnete die Niederlage als „bitter und ärgerlich. Zu Hause kriegen wir immer unser Spiel durch, dominieren den Gegner.“ Davon kann auswärts keine Rede sein. Zumal die Heidenheimer in der ersten Hälfte durch Tobias Mohr (40.) nur einen ihrer zwei Foulelfmeter verwandeln konnten, die aus Lasse Sobiechs Geschwindigkeitsdefizit und Matthias Baders Uncleverness resultierten.

          Immerhin können die „Lilien“ nun flott weiter an ihrer Reise-Phobie arbeiten. Am Sonntag treffen sie auf Sandhausen. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Einerseits kann man bei einer Wegstrecke von 60 Kilometern kaum von einem echten Auswärtsspiel sprechen, zum anderen ist Sandhausen mit einem Tor und einem Punkt aus den ersten vier Heimspielen die schwächste Heimmannschaft der Liga.

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