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Zweite Bundesliga : Gebrauchter Nachmittag für Darmstadt 98

  • -Aktualisiert am

Das lief nicht nach Plan für Darmstadt 98 und Marcel Heller. Bild: EPA

Durch 25 Minuten voller Pleiten, Pech und Pannen verliert Darmstadt 98 in der zweiten Bundesliga deutlich in Regensburg. Die leisen Aufstiegshoffnungen der „Lilien“ sind damit Geschichte.

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          Es waren gleich zwei Abschiede, die am Samstag im Regensburger Stadion letztlich zu vermelden waren. Der heimische SV Jahn sagte der Abstiegsgefahr ade und Darmstadt 98 trennte sich angesichts von nur einem Punkt aus den vergangenen zwei Zweitligaspielen von den leisen Aufstiegshoffnungen. Die „Lilien“ erwischten in Bayern einen schwarzen Nachmittag, der geprägt war von einem verschossenen Elfmeter und schier hanebüchenen Gegentreffern. „Wir saßen in der Kabine und wussten nicht, warum wir 3:0 verloren haben. Wir hätten noch zehn Stunden weiterspielen können, aber vermutlich trotzdem kein Tor erzielt“, sagte SVD-Cheftrainer Dimitrios Grammozis anschließend. Kapitän Fabian Holland bemängelte, dass das Team in den „entscheidenden Zweikämpfen nicht energisch genug“ zur Sache gegangen sei.

          Die „Lilien“ begannen mit drei personellen Änderungen in der Startelf: Felix Platte, Tobias Kempe und Patrick Herrmann ersetzten Toptorjäger Serdar Dursun, Matthias Bader und Yannick Stark. Schienen die Darmstädter durch Kempes strammen Schuss (4.) einen guten Start in die Partie zu erwischen, folgte drei Minuten später die kalte Dusche: Nach einer Ecke konnte der Regensburger Correia aus der Nahdistanz einköpfen, weil SVD-Spieler Mathias Honsak viel zu lasch verteidigte.

          In Summe hatten die Darmstädter auch in der Folgezeit mehr vom Spiel, kamen am Ende sogar auf 70 Prozent Ballbesitz. Doch brachten sie weder gute Ideen noch ausreichend Energie auf an diesem gebrauchten Nachmittag. Zwar brachten Kempe (25.) und Dursun (46.) den Jahn-Keeper zwischendurch in arge Bedrängnis. Doch die mitunter hölzern wirkenden Regensburger hatten die deutlicheren offensiven Aktionen. Albers traf nur den Innenpfosten (50.) – und dann folgten 25 Minuten Pleiten, Pech und Pannen für die „Lilien“ in Reinform. Erst traf der einstige Eintracht-Profi Besuschkow (52.) abermals nach einer Ecke freistehend und kurios – der Ball tropfte ihm auf den Schenkel – zum 2:0.

          Dann schienen die Südhessen dem Spiel eine Wende geben zu können. Denn kurz nach der Gelb-Roten Karte für den Jahn-Profi Wekesser (58.) erhielten die „Lilien“ einen Foulelfmeter. Doch Kempe, an sich ein sehr sicherer Schütze, trat den Ball über die Latte (65.). Eine groteske Note hatte das dritte Gegentor: Darmstadts Innenverteidiger Nicolai Rapp leistete sich einen groben Fehler, so dass der Regensburger George den Ball ins leere „Lilien“-Tor bugsierte (77.). Der Darmstädter Torhüter Marcel Schuhen blickte so am Ende auf einen ungewöhnlichen Arbeitstag zurück: mit drei Gegentreffern und trotzdem ohne eine einzige Gelegenheit sich auszuzeichnen.

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