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Zweite Bundesliga : FC St. Pauli rettet einen Punkt

  • Aktualisiert am

Bis in die dritte Minute der Nachspielzeit führte Erzgebirge Aue. Bild: dpa

Erzgebirge Aue verpasst die große Überraschung. Werder Bremen gewinnt deutlich gegen dezimierte Düsseldorfer. Und der SC Paderborn dämpft fränkische Ambitionen.

          3 Min.

          Drei Minuten fehlen dem FC Erzgebirge Aue zur großen Überraschung. Beim 2:2 (1:1) beim Spitzenreiter machte Etienne Amenyido in der dritten Minute der Nachspielzeit mit seinem Ausgleich die Hoffnungen der Sachsen auf einen Auswärtssieg zunichte. Zuvor hatten sich die Erzgebirgler gut präsentiert. Mit wenigen Möglichkeiten gingen sie durch Ben Zolinski (17.) und Nikola Trujic (72.) zweimal in Front. Der Spitzenreiter glich durch Jakov Medic (30.) und eben Amenyido vor 1724 Zuschauern am Millerntor aus.

          2. Bundesliga

          Aue musste sich erst finden und überließ den Hanseaten zunächst die Initiative. Bis auf eine Chance, die der zurückgeeilte Zolinski gegen Jackson Irvine stark vereitelte, ließ Aue nicht viel zu. Und Zolinski wurde für seine Aktion gleich belohnt. Owusu bediente den Angreifer, der keine Mühe hatte, zur Führung zu vollenden. Und das mit dem ersten Angriff der Sachsen überhaupt in dieser Partie. Der Treffer verlieh den Auern Sicherheit. Auch, weil der Spitzenreiter in seinem Angriffsspiel ideenlos wirkte und die Abwehrkette der Sachsen nur selten überlisten konnte. Erst nach einer halben Stunde gelang das per Standard, als Medic Cacutalua entwischte und per Kopf den Ausgleich markierte. Danach stand Aues Torhüter Martin Männel noch mehrfach im Blickpunkt, zeigte dabei aber stets seine Klasse.

          Nachdem St. Pauli zu Beginn der zweiten Halbzeit vehement auf die Führung gedrückt hatte, erlebten die Hamburger in der 56. und 58. Minute zwei Schreckmomente. Beide Male vergab Owusu große Gelegenheiten, um Aue wieder in Font zu schießen. Beim ersten Mal schlug er ein Luftloch, bei der nächsten Großchance setzte er den Ball aus rund sechs Metern Entfernung knapp am Tor vorbei. Danach zogen sich die Sachsen wieder vermehrt zurück, bauten eine Festung vor dem Männel-Tor auf und lauerten auf Konter.

          Mit Erfolg. Einen Lattentreffer von Jan Hochscheidt verwertete der acht Minuten zuvor für Nicolas Kühn eingewechselte Trujic per Flugkopfball zum 2:1. Weil er unmittelbar vor einem Platzverweis stand, holte Hensel ihn dann wieder vom Platz. Aue versuchte die Führung mit aller Macht über die Zeit zu bringen, doch es gelang nicht. In der Nachspielzeit fiel der verdiente Ausgleich für die Hamburger.

          Nürnberger Aufstiegsambitionen werden gedämpft

          Der 1. FC Nürnberg hat nach einem Fehlstart 2022 gegen den auswärtsstarken SC Paderborn den Sprung auf Platz drei verpasst. Die Franken verloren am Samstag im zuschauerlosen Max-Morlock-Stadion nach einer erfolglosen Aufholjagd in der zweiten Spielhälfte mit 1:2 (0:2). Die Gäste zogen mit 30 Punkten mit dem „Club“ gleich – und in der Tabelle sogar vorbei.

          Das Sturmduo Sven Michel (41. Minuten) und Felix Platte (44.) riss die Nürnberger mit einem Doppelschlag aus ihren (Aufstiegs-)Träumen. Nürnbergs Trainer Robert Klauß setzte nach dem Seitenwechsel voll auf Offensive. Es reichte aber nur zu einem Tor von Mats Möller Daehli (61.). Der Norweger war nach einer Flanke von Pascal Köpke, der als Joker für Schwung sorgte, mit dem Kopf erfolgreich. In der langen Nachspielzeit vergab Asger Sörensen noch eine Topchance zum 2:2.

          Auch die Tore der Gäste waren schön herausgespielt. Einen langen Ball von Ron Schallenberg lupfte der herausragende Michel bei seinem 14. Saisontor über den herausstürzenden Torwart Christian Mathenia. Kurz darauf flankte Michel exakt auf den Kopf des langen Platte.

          Der „Club“ hätte dem Spiel zuvor eine andere Richtung geben können. Mittelstürmer Manuel Schäffler vergab eine Großchance per Kopf (15.). Und Johannes Geis scheiterte mit einem Fernschuss am gut haltenden Schlussmann Jannik Huth (29.).

          Bremen gewinnt souverän

          Werder Bremen hat seine Aufholjagd fortgesetzt und sich auf Platz drei vorgearbeitet. Die Bremer gewannen am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf mit 3:0 (0:0) und holten damit im vierten Spiel unter Trainer Ole Werner den vierten Sieg. Niclas Füllkrug (66., 87. Minute) und Marvin Ducksch (80.) erzielten die Treffer für die Bremer. Die Fortuna musste in der zweiten Halbzeit lange Zeit in Unterzahl spielen, weil Kristoffer Peterson wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah (58.). Die Rheinländer stecken damit weiter im Abstiegskampf.

          Werder agierte im Weserstadion, in dem wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer zugelassen waren, von Beginn an dominant. Allerdings konnte der Erstliga-Absteiger seine Überlegenheit erst in Überzahl für Tore nutzen. Ein weiterer Treffer von Ducksch wurde vom Videoassistenten wegen Abseitsstellung zurückgenommen (73.).

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