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Zweite Bundesliga : Böse Überraschung für Spitzenreiter HSV

  • Aktualisiert am

Die Hamburger um Christoph Moritz standen in Osnabrück mit leeren Händen da. Bild: Picture-Alliance

Die Hamburger wollten sich vor der Winterpause ein Polster zulegen. Das klappt vorerst nicht. Beim Aufsteiger Osnabrück verliert der Tabellenerste. Im anderen Spiel des Tages gewinnt Karlsruhe deutlich in der zweiten Liga.

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          Der Hamburger SV hat in der zweiten Fußball-Bundesliga die zweite Saisonniederlage kassiert. Der Tabellenführer verlor am Freitagabend beim Aufsteiger VfL Osnabrück mit 1:2 (0:2) und musste im Aufstiegsrennen damit einen herben Dämpfer hinnehmen. Vor 15.800 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke erzielten Niklas Schmidt (37. Minute) und David Blacha (45.+1) die Tore für die Gastgeber. Sonny Kittel gelang nur noch der Anschlusstreffer für den insgesamt enttäuschenden HSV (64.).

          2. Bundesliga

          Osnabrück wurde seinem Ruf als Favoritenschreck damit wieder gerecht. Schon der VfB Stuttgart hatte bei den Lila-Weißen verloren. Das Team von Trainer Daniel Thioune setzte sich durch den verdienten Erfolg im sicheren Tabellenmittelfeld fest. Das letzte Punktspiel zwischen beiden Klubs hatte der HSV vor 57 Jahren unter anderem durch einen Treffer von Uwe Seeler noch mit 3:1 gewonnen.

          Die Osnabrücker zeigten von Beginn an keine Angst vor dem Favoriten aus der Hansestadt. Die Mannschaft von Thioune hielt vehement dagegen und machte dem HSV so das Leben schwer. Bis auf einen Schuss von Martin Harnik an den Pfosten (23.) und einen Schuss von Khaled Narey (42.) hatten die Hamburger vor der Pause nicht viel zu bieten. Ohne zahlreiche Offensivspieler wie Kapitän Aaron Hunt (Fieber) blieben die Gäste im Spiel nach vorne ohne große Durchschlagskraft. Der aus Hannover zurückgekehrte Bobby Wood enttäuschte wie schon in der Vorwoche gegen Dresden.

          Die Gastgeber wurden im Laufe der ersten Halbzeit dagegen immer mutiger. Nach einem traumhaften Solo brachte Schmidt den VfL acht Minuten vor der Pause in Führung. Die HSV-Abwehr sah dabei alles andere als gut aus. Das traditionsreiche Stadion an der Bremer Brücke glich nun einem Tollhaus. Doch es kam aus Sicht der Lila-Weißen noch besser. Abermals konterten die Osnabrücker stark und Blacha schloss kurz vor dem Pausenpfiff zum 2:0 ab.

          Hecking reagierte auf den schwachen Auftritt seines Teams und brachte zur zweiten Halbzeit in David Kinsombi und Jairo Samperio zwei neue Spieler. Doch erst einmal änderte sich nicht viel. Dem HSV fiel nach vorne nichts ein, Osnabrück verteidigte geschickt und lauerte immer wieder auf Konter. Erst nach einer Stunde wurde der Spitzenreiter stärker. Samperio (60.) und Harnik (63.) vergaben noch, doch dann gelang Kittel der Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es für den HSV aber nicht mehr.

          Der Karlsruher SC beendete derweil seine lange Schwächephase. Die Badener gewannen am Freitag mit 4:1 (2:0) gegen Jahn Regensburg. Damit gelang ihnen nach acht sieglosen Spielen der erste dreifache Punktgewinn seit dem 13. September. Mit einem Doppelpack in der 17. und 21. Minute schossen die Stürmer Anton Fink und Philipp Hofmann den lange Zeit überlegenen KSC früh auf die Siegerstraße. Wieder Hofmann per Fallrückzieher (56.) und Marvin Wanitzek (90.) machten vor 12.454 Zuschauern alles klar. Max Besuschkow gelang für Regensburg, das insgesamt drei Mal an Latte und Pfosten traf, nur das zwischenzeitliche 3:1 (70.).

          Für den bis in die Mitte der zweiten Halbzeit pomadig auftretenden Tabellenfünften Regensburg endete eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage. Der Neuling KSC rückte dank des vierten Saisonsiegs zunächst auf Rang acht vor. Der sehr engagiert auftretenden Mannschaft von Trainer Alois Schwartz war eine Woche nach dem 0:3 im Landesderby beim VfB Stuttgart von Beginn an anzumerken, dass sie ihren Negativtrend beenden wollte.

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