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Zweite Bundesliga : HSV erobert Platz eins in Unterzahl

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Hamburger Jubel in Fürth: Der HSV gewinnt auch sein drittes Spiel der Saison. Bild: dpa

Drei Spiele, drei Siege: Der Hamburger SV ist in der zweiten Liga auf Erfolgskurs. In Fürth gewinnen die Norddeutschen am Ende mit zehn Spielern. Jubel gibt es auch bei Braunschweig und Karlsruhe.

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          Trotz mehr als 30 Minuten Unterzahl hat der Hamburger SV einen Auswärtssieg in Fürth und die vorläufige Tabellenführung in der zweiten Fußball-Bundesliga erkämpft. Die Hanseaten gewannen am Samstag 1:0 (1:0), feierten damit den dritten Sieg im dritten Ligaspiel und verdrängten Holstein Kiel zumindest bis zum Sonntag von der Spitze. Khaled Narey erzielte beim Debüt von Torwart-Neuzugang Sven Ulreich in der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den entscheidenden Treffer. Kurz nach der Pause musste Hamburgs Aushilfs-Kapitän Toni Leistner mit Rot vom Platz.

          2. Bundesliga

          Vor 3325 Zuschauern ging der HSV nach einer Halbzeit mit Fürther Vorteilen in Führung: Einen Angriff über Sonny Kittel und Simon Terodde vollendete Narey, der den Ball an Torwart Sascha Burchert vorbei verlängerte. Zuvor hatten die Hausherren dem Team von Coach Daniel Thioune mit harten Zweikämpfen Schwierigkeiten bereitet. In der sechsten Minute traf Fürths Paul Seguin mit einem Weitschuss die Latte.

          Nach dem Seitenwechsel verkomplizierte der HSV seine Lage durch die Rote Karte gegen Leistner. Er war nach seinem Tribünen-Vorfall im DFB-Pokal in Dresden und einer Sperre erstmals in der Liga-Saison aufgelaufen und steht nun vor der nächsten Zwangspause. Er hatte Havard Nielsen gefoult; der Schiedsrichter wertete das als Notbremse.

          Nach drei Niederlagen ohne eigenes Tor bejubelte der Karlsruher SC am vierten Spieltag seinen ersten Saisonsieg. Durch Treffer von Philipp Hofmann (3. Minute), Dominik Kother (30.) und Christoph Kobald (46.) gewann das klar überlegene Team von Trainer Christian Eichner am Samstag das Baden-Derby gegen den SV Sandhausen mit 3:0 (2:0).

          Ausgerechnet Hofmann beendete vor den 1200 zugelassenen Zuschauern im Wildparkstadion für den KSC die Negativserie. Der beste Torschütze der Vorsaison hätte den Klub in diesem Sommer gerne verlassen und war durch den wochenlangen Wechselpoker um seine Person sichtlich aus der Bahn geworfen worden. Bei der 0:1-Niederlage in Regensburg vor zwei Wochen verschoss er einen Elfmeter. Diesmal traf er nach Vorarbeit von Marco Djuricin aus kurzer Distanz freistehend zur frühen Führung.

          Kother per Abstauber und Kobald per Kopf bauten sie jeweils nach Eckbällen aus. Ein weiteres Tor von Djuricin (45.) wurde wegen Abseits aberkannt, dreimal trafen die Karlsruher Latte oder Pfosten. Für Sandhausen war es die zweite Niederlage im zweiten Auswärtsspiel.

          Aufsteiger Eintracht Braunschweig gelang derweil der erste Sieg. Die Niedersachsen gewannen gegen den VfL Bochum trotz einer halben Stunde in Unterzahl verdient mit 2:1 (1:1). Simon Zoller (5. Minute) brachte das VfL-Team von Trainer Thomas Reis früh in Führung. Fabio Kaufmann (23.) sorgte zunächst für den Ausgleich der Eintracht, ehe Nick Proschwitz (67.) dem favorisierten Revierklub vor 4650 Fans mit dem Siegtor sogar die erste Saisonniederlage beibrachte.

          Zwar freute sich die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer über die ersten drei Punkte, verlor nach einer Stunde aber Torhüter Felix Dornebusch durch eine Rote Karte, nachdem der ehemalige VfL-Keeper den Ball bei einer Rettungsaktion gegen Silvere Ganvoula außerhalb des Strafraums mit dem Unterarm berührt hatte.

          Die Gäste aus dem Revier erwischten einen Start nach Maß: Nach einer Hereingabe von Robert Zulj aus dem Halbfeld überwand Zoller per Direktabnahme Torhüter Dornebusch zur frühen Bochumer Führung. Danach wurde die Eintracht aktiver und kam zum verdienten 1:1 durch einen plazierten Flachschuss von Kaufmann. Kurz nach dem Platzverweis für Dornebusch sorgte Proschwitz sogar für den umjubelten Erfolg des Gastgebers. Bochums Sturmlauf in Überzahl kam zu spät.

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