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Zweite Bundesliga : Das späte Glück des Hamburger SV

  • -Aktualisiert am

Pierre-Michel Lasogga trifft im Fallen zum goldenen Tor für den HSV. Bild: dpa

Hamburg und Köln liefern sich ein Zweitliga-Duell vor erstklassiger Kulisse. Als alles schon nach einem torlosen Unentschieden aussieht, hat ein HSV-Spieler doch noch seinen großen Moment.

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          „Super Hamburg olé!“ – das hat man in den vergangenen Jahren nicht allzu oft im Volksparkstadion gehört. Es gab ja auch kaum einen Grund dazu. Der Dank der Hamburger Fans am Montagabend ging an Pierre-Michel Lasogga. Der Stürmer schob den Ball nach feiner Vorarbeit von Douglas Santos zum 1:0-Heimsieg im Absteigerduell gegen den 1. FC Köln ins Tor (87. Minute). Es war sein sechstes Tor der Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga. Für den neuen Hamburger Trainer Hannes Wolf waren es knapp zwei Wochen nach Maß: Siege in Magdeburg und im Pokal in Wehen, dazu nun der siebte HSV-Erfolg der Zweitligasaison nach überzeugender Leistung.

          Der HSV (24 Punkte) an eins, der FC St. Pauli (22) an zwei – aus Sicht der Freien und Hansestadt kann es tabellarisch so bleiben, wie es sich an diesem Montagabend darstellte. Der 1. FC Köln zeigte relativ wenig, und im Duell der Torjäger hatte Lasogga die besseren Szenen als Simon Terodde, nicht nur beim Siegtor. Köln ist jetzt seit vier Pflichtspielen sieglos und in der Tabelle nur noch Dritter (21).

          2. Bundesliga

          Die beste Hamburger Zweitligahälfte im eigenen Stadion blieb noch ohne Tore. Wolf hatte wieder auf Fiete Arp links und Lasogga in der Mitte gesetzt; eine Mischung aus Wucht und Geschwindigkeit, die auch in diesen ersten 45 Minuten etwas hermachte. Von Köln war kaum etwas zu sehen. Und der FC hatte Glück, dass Schiedsrichter Christian Dingert nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte, als Rafael Czichos den Arm unnatürlich abwinkelte und so den Schuss des starken Khalid Narey abwehrte. Eckball statt Strafstoß, das war Dingerts Entscheidung, und da es in der zweiten Liga keinen Videoschiedsrichter gibt, blieb es in der 16. Minute dabei, auch die Proteste waren zahm. Der HSV machte munter weiter, Köln zog sich zurück, blieb im Aufbau aber so fehlerhaft, dass keine Gegenangriffe zustande kamen.

          Arps Schuss an den Außenpfosten läutete eine Hamburger Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs ein, die sich sehen lassen konnte. Mit Mangala als Antreiber und Narey als Tempomacher kam der HSV nun vor allem über rechts dem Kölner Tor nahe. Doch entweder war dann der letzte Pass zu ungenau oder die Kölner Defensive passte auf. Der FC tat sich enorm schwer und schien zunächst nicht mehr zu wollen als einen Punkt.

          Bis zur 58. Minute dauerte es, ehe sich Köln dem Hamburger Tor erstmals annäherte. Nach einem Eckball wurde daraus eine Riesenchance: bei Högers Versuch rettete Narey jedoch auf der Linie. Jetzt wurde plötzlich von beiden Seiten Fußball gespielt; der HSV eher aus der Ballbesitzposition, Köln konternd. Das Spiel nahm an Fahrt auf, wurde hektischer, umkämpfter und erfüllte endlich die Erwartungen an eine Spitzenpartie zweier Traditionsklubs. Dem Tor näher war der HSV. Durch Narey, durch Douglas Santos, durch Lasogga. Doch Timo Horn hielt die Hände hin, bis Lasogga kurz vor Schluss im Fallen einschob und die HSV-Fans glücklich machte.

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