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Zweite Bundesliga : Kein Sieger im Niedersachsen-Derby

  • Aktualisiert am

Antony Ujah (rechts) bringt Eintracht Braunschweig in Führung – doch das reichte nicht. Bild: dpa

Die Partie muss kurz nach Beginn wegen Fanausschreitungen unterbrochen werden. Auf dem Platz kann sich keine Mannschaft durchsetzen. Besser machen es die Paderborner im Spiel gegen Regensburg.

          2 Min.

          Der SC Paderborn hat dank seiner Heimstärke die Tabellenführung in der zweiten Liga zurückerobert. Am Samstag siegten die Ostwestfalen mit 3:0 (1:0) gegen den SSV Jahn Regensburg und holten damit saisonübergreifend den sechsten Heimerfolg in Serie. Durch die Tore von Marcel Hoffmeier (21. Minute), Robert Leipertz (69.) und Marvin Pieringer (86.) zogen die Paderborner in der Tabelle wieder am Hamburger SV vorbei. Die Hanseaten hatten am Freitagabend durch das 3:2 in Kiel zwischenzeitlich die Spitzenposition übernommen.

          2. Bundesliga

          Die Regensburger blieben dagegen im sechsten Spiel nacheinander ohne Sieg und Torerfolg. Außerdem sah Steve Breitkreutz die Rote Karte (68.) nach einem Foulspiel. Nur in der Anfangsphase konnten die Gäste das Spiel ausgeglichen gestalten, mussten jedoch mit der ersten Paderborner Torchance das 0:1 hinnehmen.

          Anschließend wurden die Paderborner ihrer Favoritenrolle gerecht und hatten zahlreiche gute Möglichkeiten. Einen höheren Rückstand verhinderte der starke Jahn-Keeper Dejan Stojanovic. Bei den weiteren Gegentoren durch Leipertz und Pieringer war Stojanovic machtlos.

          Unentschieden in Karlsruhe

          Der Karlsruher SC und der 1. FC Heidenheim haben sich 0:0 getrennt. Mit dem Unentschieden im Duell der zwei Mannschaften aus dem Südwesten verpasste der KSC den Sprung in die Spitzengruppe, während die Heidenheimer nun in sieben von acht Ligaspielen punkteten.

          Sowohl KSC-Trainer Christian Eichner als auch sein Gegenüber Frank Schmidt boten dieselbe Startelf auf wie am vergangenen Spieltag. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit waren Torchancen vor 17.776 Zuschauern Mangelware. Die beste Gelegenheit hatte Karlsruhes Stürmer Fabian Schleusener, der in der 44. Minute aber nur das Außennetz traf. Bezeichnend für den ersten Durchgang: Das Tor hätte wegen einer Abseitsposition ohnehin nicht gezählt.

          Auch nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe. Heidenheims Angreifer Tim Kleindienst erzielte das vermeintliche 1:0 (62.), allerdings wurde der Treffer wegen Abseits zurecht nicht gegeben. Die Partie plätscherte vor sich hin, ehe die Heidenheimer eine Schlussoffensive starteten. Kevin Sessa legte den Ball aber am Tor vorbei (82.). Adrian Beck scheiterte mit einem Distanzschuss an KSC-Keeper Marius Gersbeck (83.). Und Heidenheims Verteidiger Patrick Mainka köpfte den Ball nach einer Ecke knapp am Torvorbei (84.), so dass es beim 0:0 blieb.

          Die Einlagen der Fangruppierungen führen zu einer Spielunterbrechung.
          Die Einlagen der Fangruppierungen führen zu einer Spielunterbrechung. : Bild: dpa

          Aufsteiger Eintracht Braunschweig hat im Derby die Siegesserie von Hannover 96 beendet. Die beiden Erzrivalen trennten sich am Samstag vor 42.000 Zuschauern in Hannover 1:1 (0:0). Anthony Ujah brachte den bisherigen Tabellenletzten in der 69. Minute sogar verdient in Führung, spornte die bis dato zögerlichen und nervösen Hannoveraner dadurch aber noch einmal an. Havard Nielsen gelang in der 77. Minute der Ausgleich für den zuvor vier Mal siegreichen Favoriten. Der ehemalige Braunschweiger hatte zuvor schon zwei Mal die Latte getroffen (45.+4/71.).

          Feuerwerkskörper im Braunschweiger Fanblock sorgten zwar schon nach anderthalb Minuten für eine kurze Unterbrechung. Trotzdem verlief dieses Derby zumindest im Vorfeld und während der 90 Minuten ruhiger als befürchtet. 7000 Plätze blieben im Stadion aus Sicherheitsgründen frei. Die Polizei trennte beide Fangruppen konsequent voneinander.

          Die Braunschweiger kamen mit der angespannten Atmosphäre des Derbys besser klar. Der Außenseiter investierte läuferisch und kämpferisch derart viel in diese Partie, dass die großen Qualitätsvorteile der Profis von Hannover 96 kaum zum Tragen kamen. Ein Schuss von Nicolo Tresoldi (22.) und eine Glanztat von Eintracht-Torwart Jasmin Fejzic nach dem Kopfball von Nielsen (45.+4): Mehr kam von Hannover gegen stark verteidigende Braunschweiger lange Zeit nicht. Die Angst vor einer Pleite wich bei dem Aufstiegskandidaten erst nach dem Rückstand.

          2. Bundesliga

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