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Zweite Bundesliga : Burgstaller lässt Schalke bei St. Pauli leiden

  • Aktualisiert am

St. Pauli ist in der zweiten Bundesliga weiterhin obenauf. Bild: dpa

Die Hamburger sind auf dem Weg Richtung Bundesliga. Im Spitzenspiel der zweiten Liga siegt St. Pauli und setzt sich oben ab. Ein früherer Schalker schießt die beiden Tore für den Spitzenreiter.

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          Achter Sieg im achten Heimspiel, vorzeitig die sogenannte Herbstmeisterschaft gesichert und in Guido Burgstaller den Toptorjäger in den eigenen Reihen: Der FC St. Pauli hat am Samstag mit dem 2:1 (2:0)-Heimsieg über den FC Schalke 04 einen perfekten Abend in der zweiten Fußball-Bundesliga erlebt.

          2. Bundesliga

          Mann des Spiels war vor den 19.950 Zuschauern am Millerntor der zweifache Torschütze Burgstaller (20., 39. Minute), der sich mit seinen Saisontoren Nummer 13 und 14 an die Spitze der Torschützenliste setzte. Für die Gäste war Rodrigo Zalazar (75.) erfolgreich. „Er ist ein geiler Typ“, lobte St. Paulis Kapitän Philipp Ziereis den Doppel-Torschützen: „Da ist jeder Schuss drin. Ich weiß nicht mehr, was ich noch über ihn sagen soll.“

          Kurios: Beiden Teams fehlten die an Corona erkrankten Cheftrainer. Für St. Paulis Timo Schultz hatte Loic Favé das Kommando, für Schalkes Dimitrios Grammozis trug Sven Piepenbrock die Verantwortung. Trotz des nasskalten Hamburger Schmuddelwetters waren beide Mannschaften sofort auf Betriebstemperatur. Nach wenigen Sekunden räumte der Gelsenkirchener Ko Itakura seinen Gegenspieler Igor Matanovic ab. Während der Japaner straffrei davon kam, sah St. Paulis Daniel-Kofi Kyereh nach einem harten Einsteigen gegen Thomas Ouwejan schon in der zweiten Minute die Gelbe Karte.

          Nach einem Abseits-Tor (6.) und einem Schuss ans Außennetz (12.) schlug Burgstaller gegen seinen früheren Klub eiskalt zu. Eine Flanke von Matanovic vollendete der 32-Jährige sehenswert. Der zweite Streich gelang dem Österreicher nach einer Flanke von Leart Paqarada per Kopf. Schalke schöpfte nach dem Kopfball-Anschluss des früheren Hamburgers Zalazar Hoffnung. Der vermeintliche Ausgleich durch Ouwejan (84.) fand durch eine vorherige Abseitsstellung von Marvin Pieringer aber keine Anerkennung.

          Bei den Gästen gaben nach den Ausfällen der Topstürmer Simon Terodde und Marius Bülter der 30 Jahre alte Aserbaidschaner Rufat Dadaschow aus dem Regionalliga-Team der Königsblauen und der erst 17 Jahre alte Keke Topp ihre Zweitliga-Premieren. Beide Teams und das Schiedsrichter-Gespann trugen zu Ehren des am Freitag gestorbenen früheren St.-Pauli-Geschäftsführers Christian Hinzpeter und des letzten Weltmeisters von 1954, Horst Eckel, Trauerflor.

          2. Bundesliga

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