https://www.faz.net/-gtm-a6mh2

Zweite Bundesliga : Fürth bleibt oben dran – Paderborn siegt

  • Aktualisiert am

Grün ist die Farbe der Hoffnung: Fürth gewinnt in Braunschweig und mischt oben mit. Bild: dpa

Mit dem „Kleeblatt“ ist in dieser Saison in der zweiten Bundesliga offenbar zu rechnen. In Braunschweig siegt Fürth deutlich. Auch Paderborn jubelt über einen Auswärtserfolg. Und dezimierte Würzburger verlieren in Darmstadt.

          2 Min.

          Die Spielvereinigung Greuther Fürth hat in der zweiten Fußball-Bundesliga den vorübergehenden Sprung auf den zweiten Tabellenplatz geschafft. Die Franken kamen bei Eintracht Braunschweig zu einem 3:0 (0:0). Sebastian Ernst (50.) erzielte das Führungstor für die Süddeutschen, Dickson Abiama (75.) und Robin Kehr (90.+3) machten mit ihren Treffern alles klar. Mit 24 Punkten zog das Kleeblatt am VfL Bochum (23) vorbei, der am Freitag 3:0 (2:0) gegen den 1. FC Heidenheim gewonnen hatte und zwischenzeitlich Zweiter hinter Tabellenführer Holstein Kiel (25) gewesen war. Die Niedersachsen sind mit zwölf Zählern Tabellen-Fünfzehnter.

          2. Bundesliga

          In den letzten vier Spielen gab es für die Fürther nur einen Sieg. Die Eintracht ist jetzt drei Spiele ohne Dreier. Fürths Trainer Stefan Leitl hatte seine Elf gegenüber dem 0:4 zu Hause gegen Darmstadt 98 gleich auf vier Positionen verändert. Die Gäste hatten trotzdem Probleme, die Spielkontrolle zu ergreifen.

          Viele Pässe landeten beim Gegner, die Braunschweiger Taktik, die Räume eng zu machen und die Anspielstationen der Franken abzuschirmen, ging zunächst auf. Die Eintracht beschränkte sich zunächst darauf, das Spiel der Gäste zu unterbinden. Erst im weiteren Verlauf entwickelten die Braunschweiger etwas mehr Mut in der Offensive. Allerdings strahlten die Hausherren auch nur wenig Gefahr aus. Die Fürther wirkten insgesamt abgeklärter und sorgten im zweiten Durchgang für die Entscheidung.

          Bundesliga-Absteiger SC Paderborn befreite sich derweil aus seiner Vorweihnachtskrise. Ein 1:0 (0:0) beim VfL Osnabrück am Samstag bedeutete für die Ostwestfalen den ersten Erfolg nach vier Spielen ohne Sieg, der Anschluss an die Aufstiegsränge ist dank eines Tores von Sven Michel (56.) wieder hergestellt. Osnabrück kassierte die zweite Niederlage in Serie. Paderborn war die stärkere Mannschaft und hatte nach 35 Minuten unverhofft Überzahl.

          VfL-Kapitän Maurice Trapp sah die Rote Karte wegen einer Notbremse an Michel außerhalb des Strafraums, Chris Führich hätte um ein Haar den folgenden Freistoß direkt verwandelt. Paderborns Ron Schallenberg flog wegen wiederholten Foulspiels (69.) per Gelb-Roter Karte vom Platz. Der verdiente Führungstreffer gelang später Michel (56.) selbst, der den Ball nach einer scharfen Hereingabe über die Linie schob. Osnabrück bemühte sich in Unterzahl fortan um ein Comeback.

          Mit dem allerletzten Aufgebot verpassten die coronageplagten Würzburger Kickers einen Punktgewinn im Abstiegskampf. Der Tabellenletzte verlor bei Darmstadt 98 mit nur 14 Spielern im Kader 0:2 (0:0), das rettende Ufer gerät außer Sicht. Darmstadt veredelte mit dem Sieg dank Tobias Kempe (55.) und Felix Platte (90.+4) hingegen das 4:0 beim Spitzenteam Fürth am Dienstag. Für Würzburgs Trainer Bernhard Trares, der sogar Ersatztorhüter Eric Verstappen als Feldspieler einsetzte, war die gesamte Begegnung eine Farce. „Das ist kein Sport, das ist Politik“, schimpfte er angesichts der Tatsache, dass er mit einem Rumpfteam antreten musste: „Ich muss mich sehr zurückhalten, dass ich nicht platze.“

          Das Würzburger Gesundheitsamt hatte nach einem positiven Corona-Test im FWK-Funktionsteam Quarantäne angeordnet. Das für vergangenen Mittwoch geplante Spiel gegen den FC St. Pauli wurde daher abgesetzt. Am Samstag hatte Trares 14 Spieler – Douglas, Keanu Staude (beide angeschlagen) und Ewerton (gesperrt) aber galten offiziell zusätzlich als verfügbar. Ab 16 Profis muss gespielt werden.

          Dafür schlug sich das Tabellenschlusslicht mit neun Neuen in der Startelf beachtlich. Darmstadt tat sich nach seinem 4:0 in Fürth eine halbe Stunde lang schwer, Lücken in der Defensive zu finden. Dann wurden die Gastgeber zwingender und hatten auch einen Lattentreffer (40.), sie scheiterten aber bis zum Führungstor immer wieder am starken Torhüter Hendrik Bonmann.

          2. Bundesliga

          Weitere Themen

          Peking lockert ein wenig

          Corona-Tests bei Olympia : Peking lockert ein wenig

          Die Organisatoren der Olympischen Winterspiele haben den CT-Wert, ab dem ein PCR-Test eines Sportlers als negativ angesehen wird, von 40 auf 35 herabgesetzt. Wer dazwischen liegt, muss in Isolation.

          Einreise nur mit zwei negativen PCR-Tests Video-Seite öffnen

          Olympische-Spiele in China : Einreise nur mit zwei negativen PCR-Tests

          Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele versucht China die Ausbreitung von Corona-Fällen mit strikten Maßnahmen zu verhindern. 72 Corona-Infektionen im Zusammenhang mit den Spielen wurden bereits bestätigt. Die breite chinesische Öffentlichkeit wurden vom Kauf der Tickets ausgeschlossen.

          Zu schwach für starke Gegner

          Löwen in der DEL2 : Zu schwach für starke Gegner

          Ausgerechnet in den Spitzenspielen zeigen die Löwen Frankfurt große Schwächen in der Defensive. Deshalb verlieren sie selbst gegen dezimierte Gegner. Ein Rückkehrer soll helfen.

          Topmeldungen

          Der russische Präsident Wladimir Putin beobachtet im September 2019 eine Militärübung.

          Ukraine-Konflikt : Was will Putin wirklich?

          Mit seinem Truppenaufmarsch befördert Russland, was es angeblich verhindern will: dass die NATO ihre Ostflanke verstärkt und der Westen Waffen an die Ukraine liefert.
          Vorsichtig bleiben und die Impfungen vorantreiben: Die Ministerpräsidentenkonferenz am Montag, unter anderem mit Hendrik Wüst (CDU, vorne rechts), ging ohne neue Maßnahmen zu Ende

          Ministerpräsidentenkonferenz : Was Bund und Länder beschlossen haben

          Alles bleibt, wie es ist: Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten der Länder setzen ihren bisherigen Corona-Kurs fort. Eine neue Kampagne soll die Impfquote steigern.
          Am Tatort: Spurensicherung

          Amoklauf in Heidelberg : Im Hörsaal getötet

          Ein Student dringt mit mehreren Waffen in einen Hörsaal ein, und eröffnet das Feuer. Eine Frau stirbt nach einem Kopfschuss. Hinter dem Angriff soll eine Beziehungstat stecken.
          Hauptsache dagegen: Mehr als Zweitausend Impfgegner, Coronaleugner und Querdenker demonstrieren in der Innenstadt von Frankfurt am Main gegen die Corona-Maßnahmen.

          Corona-Proteste : Wo bleibt der Widerspruch?

          Seit Wochen bestimmen die Aufmärsche der „Querdenker“ die Bilder und Nachrichten. Dabei kann die große Mehrheit mit der Radikalopposition der Bewegung nichts anfangen. Warum sind die Besonnenen und Vernünftigen im Moment so still?