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2. Bundesliga : Darmstadt verpasst fünften Sieg in Folge

  • Aktualisiert am

Rouwen Hennings freut sich über das 0:2, Darmstadts Luca Pfeiffer ist enttäuscht. Bild: dpa

Fortuna Düsseldorf gewinnt mit 3:1 auswärts bei den „Lilien“. Werder Bremen spielt unter dem neuen Trainer Ole Werner wie befreit auf und lässt einem harmlos agierenden FC Erzgebirge Aue keine Chance.

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          Nach turbulenten Tagen an der Weser hat Werder Bremen unter dem neuen Trainer Ole Werner den höchsten Saisonsieg eingefahren. Im ersten Spiel unter der Regie des 33-Jährigen gewannen die Bremer gegen Erzgebirge Aue mit 4:0 (2:0) und bescherte dem neuen Hoffnungsträger damit einen zufriedenstellenden Start. Werner hatte die Nachfolge des wegen der Affäre rund um den gefälschten Impfpass zurückgetretenen Markus Anfang erst zu Beginn der Woche angetreten.

          2. Bundesliga

          Vor 15.024 Zuschauern im nasskalten Weserstadion brachten Romano Schmid (7. Minute) und Milos Veljkovic (19.) die Norddeutschen vor der Pause in Führung. Marvin Ducksch (53.) und Niclas Füllkrug (57.) erhöhten nach dem Seitenwechsel.

          Die Bremer Mannschaft wirkte unter dem vierten Trainer im vierten Spiel wie befreit. Der neue Trainer hatte in Schmid und Veljkovic zwei neue Spieler in die Startelf berufen –und beide dankten es mit ihren jeweils ersten Saisontoren. Schmidt schlenzte den Ball bereits in der siebten Minute wunderbar in den rechten oberen Winkel des Tores der Auer. Zwölf Minuten später erhöhte Veljkovic mit einem spektakulären Tor mit der Hacke auf 2:0.

          Trainer Hensel auf der Tribüne

          Die Bremer hatten die Partie von Beginn an im Griff und überzeugten phasenweise mit schönem und flüssigem Kombinationsspiel. „Ich habe erst einmal auf viel zurückgegriffen, was bei der Mannschaft schon vorhanden war und zusätzlich nur an der einen oder anderen Stellschraube gedreht“, hatte Werner vor der Partie im TV-Sender Sky bescheiden gesagt.

          Doch nach den misslungenen Umstellungen von Interimstrainer Christian Brand beim 1:2 in Kiel vor einer Woche schien Werner in den wenigen Tagen bis zum Spiel die richtigen Worte und Ideen gefunden zu haben. Schon im Sommer war der 33-Jährige, der Holstein Kiel fast in die Erste Liga geführt hatte, ein Kandidat in Bremen gewesen. Mit etwas Verspätung debütierte er nur an der Seitenlinie – und wie.

          Denn schon vor der Pause hätte Leonardo Bittencourt die Führung der Gastgeber weiter ausbauen können, traf aber nur den Pfosten. Besser machte es da Ducksch nach dem Seitenwechsel, als er nach schönem Zuspiel seines Sturmpartners Füllkrug auf 3:0 erhöhte. Von den Gästen, bei denen Trainer Marc Hensel wegen seiner vierten Gelben Karte nur von der Tribüne aus zuschauen durfte und von Pavel Dotchev vertreten wurde, war dagegen nichts zu sehen. Werder hatte so leichtes Spiel und kam durch den starken Füllkrug zum vierten Treffer. Aue wurde lediglich mit einem Lattentreffer von Dmitri Nazarov gefährlich (75.).

          Düsseldorf gewinnt in Darmstadt

          SV Darmstadt 98 hat im Aufstiegskampf einen Rückschlag erlitten. Die Hessen verloren gegen Fortuna Düsseldorf im heimischen Stadion am Böllenfalltor mit 1:3 (0:2) und verpassten damit den möglichen Sprung an die Tabellenspitze. Rouwen Hennings (16.), ein Eigentor von Klaus Gjasula (41.) und Khaled Narey (76.) besiegelten vor 12.450 Zuschauern im Stadion am Böllenfalltor die erste Pleite für die Darmstädter seit sieben Spielen. Das Tor von Phillip Tietz (85./Foulelfmeter) hatte nur noch statistischen Wert.

          Zwar setzten die Hausherren durch einen Kopfball von Gjasula (2.) an den Außenpfosten das erste Offensivzeichen. Danach kontrollierte aber die Fortuna das Spiel und wurde von Minute zu Minute sicherer. Die zweite Chance führte zur Führung der Rheinländer durch Hennings, der den Ball von der Strafraumgrenze ins rechte untere Eck schlenzte. Auch am zweiten Treffer war Hennings beteiligt: seinen Distanzschuss fälschte Gjasula unhaltbar für Marcel Schuhen, den Torwart der Darmstädter, ab.

          Nach dem Wechsel wurden die Darmstädter stärker, konnten jedoch ihre Möglichkeiten nicht nutzen. Die beste Chance hatte Tietz, der nur den Pfosten traf. Düsseldorf wurde in der Schlussphase wieder sicherer. Erst traf Christoph Klarer (70.) per Kopf nur die Latte, dann sorgte Narey aus 17 Metern für die Entscheidung. Philipp Tietz (85.) traf noch vom Elfmeterpunkt für Darmstadt, aber konzentriert verteidigende Düsseldorfer ließen keine große Spannung mehr aufkommen.

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