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2. Bundesliga : Das Aufstiegsrennen wird zum Massenstart

  • Aktualisiert am

Lautern hatte nach früher Führung in Freiburg nichts mehr zu lachen Bild: dpa

Nach dem 4:1-Erfolg gegen Kaiserslautern mischt nun auch der SC Freiburg im Aufstiegsrennen mit. Auch Fürth macht sich nach dem vierten Sieg in Folge Hoffnungen. Duisburg stürzt in die Krise. Derweil hat 1860 München Trainer Schachner erlassen.

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          Die Spitze der zweiten Liga rückt immer enger zusammen. Am 26. Spieltag haben sich hinter Tabellenführer Karlsruher SC, Hansa Rostock und MSV Duisburg noch fünf weitere Teams in den engeren Kreis der Erstliga-Kandidaten eingereiht und vor allem die kriselnden „Zebras“ unter Druck gesetzt, die nach dem 3:4 gegen Wacker Burghausen um Platz drei bangen müssen. Der SC Freiburg meldete mit dem 4:1 gegen den 1. Kaiserslautern eindrucksvoll seine Ansprüche an, auch die SpVgg Greuther Fürth mischt nach dem 3:0 gegen Fast-Absteiger Eintracht Braunschweig wieder kräftig mit.

          Der FC Erzgebirge Aue, der dank des Treffers von Dimitar Rangelow in der Nachspielzeit Kickers Offenbach mit 2:1 bezwang, und der FC Augsburg nach dem 3:0 am Freitag bei 1860 München vervollständigen die Liste der acht Aufstiegsanwärter. Die Partie zwischen Hansa Rostock und dem 1. FC Köln an diesem Montag (20.15 Uhr) beschließt den verrückten Spieltag, an dem die Münchner „Löwen“ mit der Entlassung von Walter Schachner für den achten Trainerwechsel der Saison sorgten.

          Freiburg setzt Vormarsch fort

          In Duisburg schrillen die Alarmglocken. Nach der herben Pleite gegen den Tabellenvorletzten aus Burghausen und vier Niederlagen in Serie ist der dritte Aufstiegsplatz in Gefahr. In der dramatischen Auseinandersetzung besiegelten die Doppeltorschützen Maximilian Nicu (27./31.) und Dragan Bogavac (57./68.) Duisburgs dritte
          Heimniederlage. Wacker schöpft nach dem ersten Rückrundensieg wieder Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg.

          Der seit zehn Spielen ungeschlagene SC Freiburg setzte mit dem siebten Rückrundensieg seinen Vormarsch fort. Nach Lauterns früher Führung durch Emeka Opara (3.) schossen Alexander Iaschwili (11./82.), Rode Antar (33.) und Youssef Mohamad (90.+2) die Breisgauer bis auf einen Punkt an den dritten Platz heran. „Wir haben richtig einen aufs Dach bekommen“, erkannte FCK-Torhüter Jürgen Macho. Mit ebenfalls 42 Punkten ist auch Fürth wieder im Geschäft: Der Brasilianer Cidimar (54.), Timo Achenbach (78.) und Thomas Kleine
          (87.) machten Fürths vierten Sieg hintereinander perfekt.

          „Schämen für Leistung meiner Mannschaft“

          Tabellenführer KSC will sich trotz der überraschenden 1:3-Pleite gegen Rot-Weiss Essen den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen. Mit 13 Millionen Euro steht der Etat für die Bundesliga schon fest, weitere Schlampereien werden aber nicht mehr geduldet. „Wir müssen uns deutlich vor Augen halten, dass wir noch nicht aufgestiegen sind. Es ist noch ein langer Weg“, warnte Vizepräsident Karl Michael Steidl.

          1860 München zog zwei Tage nach dem Debakel gegen Augsburg vor der Rekordkulisse von 69.000 Zuschauern die Reißleine und beendete am Sonntag vorzeitig die 14-monatige Amtszeit von Trainer Walter
          Schachner. Der bisherige Amateurcoach und frühere „Löwen“-Profi Marco Kurz übernimmt für den Österreicher, den die zweite Saisonpleite gegen den FCA schwer getroffen hatte: „Ich muss mich echt schämen für die Leistung meiner Mannschaft.“

          Der neunte Trainertausch bahnt sich beim Ortsnachbar SpVgg Unterhaching an. Der schon mehrfach wackelnde Chefcoach Harry Deutinger dürfte nach dem 0:3 gegen den SC Paderborn kaum mehr zu retten sein. Einen wertvollen Punkt im Kampf um den Klassenverbleib sammelte dagegen neben Essen und Burghausen auch der FC Carl Zeiss Jena mit dem torlosen Remis am Freitag bei TuS Koblenz.

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