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2. Bundesliga : Darmstadt 98 lässt Punkte liegen

  • -Aktualisiert am

Darmstadts Fabian Schnellhardt ärgert sich über eine vergebe Chance gegen die SpVgg Greuther Fürth. Bild: dpa

Trotz eines vergebenen Elfmeters wähnt sich der SV Darmstadt gegen Fürth lange auf der Erfolgsspur. Doch in der Schlussphase gelingt den Franken der Ausgleich. Auch in Osnabrück gibt es keinen Sieger.

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          Eine Weile war der Zweitliga-Himmel den „Lilien“ so nah, waren neun Punkte aus drei Partien innerhalb von sechs Tagen greifbar. Doch kurz wirkt es so, als ob die ungeahnte Höhenluft dem SV Darmstadt 98 doch nicht so gut bekommt. Der späte Gegentreffer beim 1:1-Unentschieden gegen Greuther Fürth verhinderte erst einmal, dass der SVD vom Zaungast zum Kandidaten im Aufstiegsrennen wurde. Immerhin rückten die Südhessen vorübergehend auf drei Zähler auf den Hamburger SV auf Relegationsrang drei heran.

          Doch die Gunst der Abendstunde am Freitag vermochte das beste Rückrundenteam nicht zu nutzen. Weil es einen Elfmeter verschoss und bei Kontergelegenheiten in der Schlussphase letzte Entschlossenheit vermissen ließ. Abwehrmann Fabian Holland stellte zwar fest, dass die Darmstädter „von der Spielanlage gereift und sehr selbstbewusst nach den Siegen zuvor“ sind. Mit dem Tagesergebnis war der Kapitän aber nicht zufrieden: „Wir haben die Chancen, auf 2:0 zu stellen. Es ist bitter, dass wir nicht als Sieger vom Feld gegangen sind.“

          Cheftrainer Dimitrios Grammozis hatte im Vergleich zu den beiden Partien zuvor auf kleinerer Flamme personell rotiert. Er nahm drei Änderungen an seiner Startformation vor: Marcel Heller, Holland und Yannick Stark begannen für Sebastian Hertner, Braydon Manu und Tobias Kempe.

          Platte scheitert vom Punkt

          Beide Teams begannen diszipliniert und wachsam in der Defensive, was dazu führte, dass offensiv kein Schwung aufkommen wollte. Abgesehen von einer Kopfballgelegenheit für den Fürther Angreifer Keita-Ruel (7.) folgte das Match eine halbe Stunde lang diesem torszenenarmen Muster. Doch dann folgten zehn actionreiche Minuten mit einem dichten Takt an Einschussgelegenheiten, vier davon für die „Lilien“. Fabian Schnellhardts Freistoß wurde vom aus der Mauer zurückgeeilten Caligiuri spektakulär weggeköpft (31.); Starks Fernschuss strich knapp am langen Eck vorbei; Nicolai Rapp vermochte eine überraschende Schusschance aus der Nahdistanz nicht zu nutzen (39.); auch Marcel Heller verfehlte das Ziel aus aussichtsreicher Position. Auf der Gegenseite hatten die „Lilien“ auch Glück, als ihre Viererkette Keita-Ruel eine Kopfballchance aus vier Metern ermöglichte (32.).

          Die erste gute Chance nach dem Wechsel hatten dann wieder die Darmstädter. Fahrlässig indes, wie Stark freistehend und unbedrängt mit einer Gelegenheit aus 16 Metern umging (53.). Dass die Fürther zwar das talentiertere, die Südhessen aber das konsequentere und zielstrebigere Team waren, zeigte sich drei Minuten später. Nach einem Fürther Eckball startete Mathias Honsak zu einem langen Lauf, um im Strafraum querzulegen auf den mitgelaufenen Schnellhardt, der gekonnt zur Führung vollendete. Vorbereiter und Schütze wurden nach ihrer erfolgreichen Co-Produktion ausgewechselt, noch bevor das Spiel wieder angepfiffen wurde.

          Die eingetauschten Manu und Seung-ho Paik brauchten indes keine Anlaufzeit: Ihr Zusammenspiel führte zu einem Elfmeterpfiff, der auch nach langem Videostudium des Schiedsrichters Bestand hatte (60.). Der eingewechselte Angreifer Felix Platte trat den Ball aber vom Punkt aus gegen den Innenpfosten. Eine Zweitore-Führung hätten sich die „Lilien“ gegen Fürther, denen die nötige Schärfe fehlte, um die Darmstädter zu gefährden, wohl nicht mehr nehmen lassen. So blieben die Franken im Spiel, weil Manu bei einem Konter freie Bahn hatte, jedoch am Fürther Keeper Burchert scheiterte (85.). Zwei Minuten später landete der Ball, ausgehend von Stefaniak, auf verschlungenen Pfaden im Darmstädter Netz.

          Auch das zweite Freitagabendspiel zwischen zwischen dem VfL Osnabrück und dem SSV Jahn Regensburg blieb ohne Sieger. Sebastian Stolze (8.) und Max Besuschkow (37../Elfmeter) hatten die Bayern zwar zwischenzeitlich mit zwei Toren in Führung gebracht, doch Doppeltorschütze Marcos Alvarez (67./70.) rettete Osnabrück an der Bremer Brücke noch einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

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