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Start der 2. Bundesliga : Favoriten patzen zum Auftakt

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Für Sebastian Griesbeck (r.) und Greuther Fürth reichte es gegen Kiel nur zu einem Unentschieden. Bild: dpa

Die Erstligaabsteiger Arminia Bielefeld und Greuther Fürth kassieren am ersten Spieltag der neuen Saison jeweils einen Dämpfer. Zum Start hagelt es auch gleich Platzverweise – sogar für einen Trainer.

          3 Min.

          Arminia Bielefeld hat 63 Tage nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga einen Fehlstart in die Zweitliga-Saison hingelegt. Das Team des neuen Trainers Uli Forte verlor zum Auftakt beim SV Sandhausen 1:2 (0:1) und kassierte bei seiner Mission Wiederaufstieg einen ersten Rückschlag.

          SVS-Neuzugang David Kinsombi (11./63.) traf vor 4000 Zuschauern doppelt, die neu formierte Arminia kam durch Masaya Okugawa (59.) nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Zu allem Überfluss musste Debütant Forte nach einer Roten Karte auf die Tribüne (45.), wenig später sah Abwehrspieler Silvan Sidler noch Gelb-Rot (47.).

          Rot für den Trainer

          Dabei war es die Arminia, die zunächst diktierte. Neuzugang Sidler per Kopf und Florian Krüger mit einem Lattenschuss hatten bei einer Doppelchance die Führung vor Augen (10.), ehe im Gegenzug Kinsombi zuschlug. Der vom Hamburger SV geholte Stürmer traf durch die Beine von DSC-Schlussmann Stefanos Kapino.

          2. Bundesliga

          Kurz vor der Pause sah Forte Rot. Der Trainer hatte den Ball zurück aufs Feld geworfen, als Sandhausen gerade das Spiel bei einem Einwurf mit einem anderen Ball schnell machen wollte. Nach Gelb-Rot gegen Sidler wehrte die Arminia sich war noch einmal und kam durch Okugawa zum Ausgleich, doch Sandhausen antwortete umgehend.

          St. Pauli schlägt Nürnberg

          Derweil hat der FC St. Pauli ein Ausrufezeichen gesetzt und mit 3:2 (3:0) gegen den 1. FC Nürnberg im Topspiel des Spieltags gewonnen. Den Grundstein für diesen Sieg legten die Hamburger innerhalb von nur 15 Minuten in der ersten Halbzeit.

          Beide Mannschaften sind mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet, doch der Gastgeber erwischte den viel besseren Start und führte zur Halbzeit bereits klar.

          28.582 Zuschauern im fast ausverkauften Millerntor-Stadion sahen eine ausgeglichene Anfangsphase. Nach einem Freistoß von Kapitän Lear Paqarada traf Jackson Irvine per Kopf zur Führung für St. Pauli (24.), Paqarada per Foulelfmeter (37.) und nur 133 Sekunden später Lukas Daschner (39.) erhöhten zur deutlichen Pausenführung.

          2. Bundesliga

          Nürnberg kam dann frischer aus der Kabine und prompt zum 1:3. Kwadwo Duah, offensiver Neuzugang vom FC St. Gallen, traf kurz nach der Pause in seinem Zweitligadebüt (47.). Enrico Valentini (90.+2) gelang noch das Anschlusstor für die Franken. Zu mehr reichte es für Nürnberg jedoch nicht.

          Fürth holt nur einen Punkt

          Die SpVgg Greuther Fürth hat den ersehnten Auftaktsieg verpasst. Die spielfreudigen und zielstrebigen Franken mussten sich am Samstag mit einem 2:2 (0:1) gegen Holstein Kiel begnügen. Vor 8756 Zuschauern konnte Fürth aber viel Schwung für die kommenden Aufgaben mitnehmen.

          Timo Becker verwandelte mit einem Volleyschuss in der 29. Minute die erste echte Torchance für die Gäste. Nach einer Slalomeinlage durch den Strafraum von Kapitän Branimir Hrgota traf Julian Green (48.) krachend ins Netz zum Ausgleich. Timothy Tillman (76.) erhöhte für die Mannschaft des neuen Schweizer Trainers Marc Schneider. Nach einem Foul von Simon Asta an Oscar Pichler war Alexander Mühling (80.) vom Punkt für die Kieler erfolgreich.

          Die neue Zeitrechnung in Fürth leitete Schneider mit nur zwei Sommerzugängen in der Startelf ein: Innenverteidiger Oussama Haddadi und Angreifer Armindo Sieb begannen für die in den ersten knapp 30 Minuten tonangebenden Franken. Chancen hatten sie aber nur von der Strafraumgrenze aus. Eine Alarmsituation im eigenen Strafraum führte zum Rückstand: Nach einer Flanke von Fabian Reese bestrafte Becker die unsortierte Deckung der Hausherren.

          Die Fürther blieben auch nach dem Wechsel am Drücker. Immer wieder kombinierten sie sich an den Sechzehner der Kieler. Der wuchtige Joker Ragnar Ache (73.) verpasste erst die Führung, Tillman machte es aus rund 15 Metern besser. Der Ausgleich war ein Stimmungsdämpfer für die Fürther. Kurz vor dem Ende vergaben Ache mit einem Pfostenschuss und Hrgota frei vor Keeper Thomas Dähne die Möglichkeiten zum 3:2.

          Regensburg trifft nach 17 Sekunden

          Ein Blitztor von Joshua Mees nach 17,4 Sekunden Spielzeit war Wegbereiter für den 2:0 (1:0)-Sieg von Jahn Regensburg gegen Darmstadt 98. Prince Osei Owusu hatte den Ball auf die Rechtsaußenposition gespielt, die Hereingabe von Nicklas Shipnoski verwertete Mees dann freistehend. Andreas Albers (67.) stellte die Weichen mit dem 2:0 endgültig auf Sieg.

          Darmstadts Patric Pfeiffer sah in der 37. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Ein weiterer Nackenschlag für die Gäste.

          Die „Lilien“ hatten schon Mühe, sich vom raschen Rückstand zu erholen. Auch in der Folgezeit blieben die Hausherren am Drücker, erst nach einer knappen halben Stunde hatten die Hessen ihre erste Chance im Spiel.

          Marvin Mehlem wurde im Sechzehnmeterraum von Steve Breitkreuz angeschossen, der Darmstädter dribbelte sich weiter in Richtung Tor. Doch Breitkreuz bedrängte ihn, sodass Mehlem das Tor verfehlt (29.).

          Den Lilien fehlte es vor allem an Gefährlichkeit in der Offensive. Der Jahn setzte indes mit gelungenen Ballstafetten immer wieder Nadelstiche und sorgte ein ums andere Mal für Gefahr im Darmstädter Strafraum.

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