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Zweite Bundesliga : Bielefeld Erster – Drei Abseitstore von Gomez

  • Aktualisiert am

Bielefeld bewies in Darmstadt einmal mehr seine Auswärtsstärke in dieser Saison. Bild: dpa

Die Arminia nutzt die Niederlage des HSV und setzt sich mit einem Sieg in Darmstadt wieder an die Spitze. Verfolger Stuttgart kassiert eine sehr kuriose Niederlage in Sandhausen. Heidenheim ist nun Vierter.

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          Arminia Bielefeld hat die Tabellenführung in der zweiten Fußball-Bundesliga erobert und macht den Favoriten aus Hamburg und Stuttgart weiter mächtig Konkurrenz. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus gewann am Sonntag zum Abschluss des 15. Spieltages mit 3:1 (0:0) beim SV Darmstadt 98 und zog damit am Hamburger SV vorbei, der am Freitag in Osnabrück gepatzt hatte. Vor 13.898 Zuschauern war einmal mehr Stürmer Fabian Klos der Matchwinner für die Ostwestfalen. Klos sorgte mit einem Doppelschlag (48. und 49. Minute) für die Vorentscheidung nach der Halbzeit. Das Anschlusstor von Tobias Kempe (71.) kam zu spät, Andreas Voglsammer (90.+2) sorgte kurz vor Schluss für den Endstand.

          2. Bundesliga

          Dabei hatte die erste Halbzeit vor allem den offensiv auftretenden Gastgebern Mut gemacht. Das Team von Trainer Dimitrios Grammozis erspielte sich zahlreiche Chancen und verpasste vor der Halbzeit nur das Tor. Nach dem Wechsel vollstreckte Klos gleich zweimal in kurzer Zeit und schoss so seine Saisontore elf und zwölf. Danach kontrollierte Bielefeld souverän das Spiel. Kempes Anschluss brachte kurzzeitig Stimmung, aber nicht mehr die Wende.

          Stuttgart musste auch aufgrund von drei Abseitstoren von Mario Gomez einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Beim SV Sandhausen unterlag der Aufstiegsfavorit mit 1:2 (0:2) und kassierte damit bereits die fünfte Niederlage in dieser Saison. Aziz Bouhaddouz (1. und 24. Minute) erzielte die Tore für den Außenseiter, der Anschlusstreffer von Silas Wamangituka (89.) per Handelfmeter kam für die Gäste zu spät.

          Den Schwaben waren davor drei Treffer von Gomez (11./45.+3/71.) vom Videoassistenten aberkannt worden, weil der frühere Nationalstürmer jeweils knapp im Abseits gestanden hatte. Die Stuttgarter bleiben Tabellendritter mit drei Punkten Rückstand auf den Hamburger SV und sechs auf Spitzenreiter Arminia Bielefeld. „Ich war schon ein Freund davon, weil ich dachte, es wird gerecht. Aber für uns Stürmer ist es eine Katastrophe“, sagte Gomez am Sonntag bei Sky. „Das System wie es ist, ist einfach scheiße.“

          Die Mannschaft von Trainer Tim Walter dominierte die Partie zwar abermals leistete sich im Spielaufbau aber viele Ballverluste – und die nutzten die Gastgeber aus. Schon nach wenigen Sekunden köpfte Kevin Behrens an die Latte, Bouhaddouz staubte ab und traf aus kurzer Distanz zur Führung. Dann schlief der VfB nach einer Ecke, und wieder war der Torjäger zur Stelle. Nur in der Schlussphase steigerte sich der VfB nochmal, Wamangitukas Elfmetertor kam aber zu spät.

          Auch ein verschossener Handelfmeter der Spielvereinigung Greuther Fürth ermöglichte dem 1. FC Heidenheim den Sprung auf Platz vier. Die Heidenheimer von Trainer Frank Schmidt setzten sich mit 1:0 (0:0) gegen Fürth durch. Dank des Kopfballtreffers von Stürmer Tim Kleindienst (63. Minute) und der besseren Tordifferenz steht der Klub vor dem FC Erzgebirge Aue (beide 23 Punkte). Heidenheim nutzte damit seine Heimstärke.

          Die Fürther von Trainer Stefan Leitl blieben im siebten Auswärtsspiel nacheinander ohne Sieg und sind Elfter. In der Schlussphase nahm Schiedsrichter Frank Willenborg einen Platzverweis nach Videostudium zurück und zeigte Fürths Tobias Mohr lediglich die Gelbe Karte. Auch das vermeintliche 2:0 von Jonas Föhrenbach (90.+1) zählte nach der Sichtung der Szene am Bildschirm wegen einer Abseitsstellung nicht.

          Der Videobeweis hatte schon früh im Fokus gestanden. Schiedsrichter Willenborg hatte auf Strafstoß entschieden, nachdem Oliver Hüsing aus kurzer Distanz den Ball an den ausgestreckten Arm geschossen bekommen hatte. Doch Fürths Verteidiger Maximilian Wittek schoss am rechten Pfosten vorbei (7. Minute). Weil auch Heidenheim gute Chancen ausließ, endete eine muntere erste Halbzeit torlos.

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