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Zweite Bundesliga : 1860 beendet Bochums kuriose Serie

  • Aktualisiert am

Komm in meine Arme: 1860-Stürmer Okotie traf doppelt in Bochum Bild: dpa

Sechs Heimspiele, sechs Mal 1:1 – erst der bisherige Tabellenletzte beendet Bochums kuriose Serie. 1860 gewinnt mit 3:0 beim VfL. Auch Braunschweig holt drei Punkte. Keinen Sieger gibt es in Frankfurt.

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          Der FC Ingolstadt strebt in der zweiten Fußball-Bundesliga weiter der Herbstmeisterschaft entgegen. Durch das torlose Remis im Spitzenspiel bei Fortuna Düsseldorf hielten die Oberbayern den Konkurrenten Nummer eins auf Distanz - und weitere Verfolger wie der 1. FC Heidenheim und der SV Darmstadt 98 nahmen sich beim 1:1 (1:1) gegenseitig die Punkte ab.

          RB Leipzig oder der 1. FC Kaiserslautern können sich durch einen Sieg an diesem Montag (20.15 Uhr / Live bei Sky und im 2. Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) im direkten Duell zum Abschluss des zwölften Spieltages noch auf Platz zwei schieben und bis auf vier Zähler an die Ingolstädter heranrücken.

          Im Mittelfeld machte Greuther Fürth durch ein 1:0 (1:0) bei Union Berlin Boden auf die Spitzengruppe gut. Das verpasste der VfL Bochum am Sonntag bei seiner peinlichen 0:3 (0:0)-Heimpleite gegen Schlusslicht 1860 München. Die „Löwen“ verließen vor 15.607 Zuschauern dank des Doppelschlages von Rubin Okotie (61./74.) und einem Treffer von Daniel Adlung (87.) die Abstiegsplätze. Neuer Tabellenletzter ist der VfR Aalen nach einem 1:2 (0:1) bei Eintracht Braunschweig. Eine Punkteteilung gab es beim 1:1 (1:0) im Kellerduell zwischen dem FSV Frankfurt und Erzgebirge Aue.

          Die Ingolstädter konnten mit ihrem 0:0 im Liga-Gipfel vor 33.878 Zuschauern am Freitag gut leben. „Unsere starke Auswärtsserie hält damit auch im Spitzenspiel und darauf sind wir sehr stolz“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem 19. ungeschlagenen Spiel in Serie auf gegnerischen Plätzen. Die Düsseldorfer haderten ebenfalls nicht mit dem Ergebnis. „Wir wussten, dass es schwer wird und deshalb geht der Punkt in Ordnung“, erklärte Coach Oliver Reck. Bitter: Ingolstadts Leistungsträger Danny da Costa erlitt einen offenen Schienbeinbruch und fällt wohl für den Rest der Saison aus.

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          VfL-Trainer Neururer kann kaum glauben, was er sah :

          Im Aufsteiger- und Verfolgerduell brachte Dominik Stroh-Engel (8. Minute) Darmstadt in Führung, Smail Morabits (37.) glich für Heidenheim aus. „Auf den Punktekonto-Stand sind wir durchaus stolz“, erklärte Darmstadts Trainer Dirk Schuster nach Rang drei. Auch die Heidenheimer, die das 1:4 im Pokal beim VfL Wolfsburg zu verarbeiten hatten, gaben sich mit dem Remis zufrieden. „Das war eine harte Woche. Ich bin froh, dass wir zu Hause wieder nicht verloren haben“, sagte Kapitän Marc Schnatterer nach dem siebten unbezwungenen Heimspiel.

          Nach der Pokal-Überraschung gegen Hannover musste Aalen in Braunschweig einen Dämpfer hinnehmen. Seung-Woo Ryu (32.) und Dennis Kruppke (72.) trafen für den Bundesliga-Absteiger, Andreas Ludwig (60.) für die Gäste. Umkämpft ging es in Frankfurt zur Sache: Das Führungstor der Hessen von Joan Oumari (23.) vor 4056 Zuschauern glich Stipe Vucur (70.) für Aue aus. Nach einer ernüchternden Woche mit dem 2:5 gegen Frankfurt und dem Pokal-Aus in Kaiserslautern wurde in Fürth wieder gejubelt. „Das ist das Geile am Fußball, dass du zwei solche Spiele wieder ganz schnell wettmachen kannst“, betonte Verteidiger Niko Gießelmann.

          Matchwinner in Berlin war Kacper Przybylko (3.). Weniger gut steckte der Karlsruher SC beim 1:1 (0:0) gegen den abstiegsbedrohten SV Sandhausen sein Pokal-Aus gegen Viertligist Kickers Offenbach weg. Fürth stellte den Anschluss nach oben her, der fränkische Rivale 1. FC Nürnberg steckt nach dem 2:2 (1:1) gegen St. Pauli weiter im Mittelfeld fest. Jakub Sylvestr rettete mit einem Doppelpack wenigstens einen Punkt. Marc Rzatkowski (1.) und Sebastian Maier (59.) hatten die Hamburger zweimal in Führung gebracht. „Die Mannschaft hat viel Moral gezeigt“, sagte FCN-Coach Valérien Ismaël.

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