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2:3 in Wolfsburg : Nächster Dämpfer für Leverkusen

  • -Aktualisiert am

Die Wölfe freuen sich über ihren Sieg gegen Bayer Leverkusen Bild: dapd

In einer harten Partie kämpft Wolfsburg das spielerisch überlegene Bayer-Team 3:2 nieder. Die Wolfsburger ersticken die Trainerdiskussion im Keim.

          2 Min.

          In seinem Schuss, der aus spitzem Winkel und mit voller Wucht abgegeben wurde, lag erstaunlich viel Entschlossenheit. Ashkan Dejagah war im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen nicht nur der beste, sondern auch der einsatzfreudigste Spieler des VfL Wolfsburg. Sein Tor Sekunden vor der Halbzeitpause ebnete den Niedersachsen den Weg zu einem glücklichen 3:2-Heimsieg.

          Einem frühen Rückstand durch den Leverkusener Stefan Kießling (3. Minute) hatte Wolfsburg in der 33. Minute den Ausgleich durch den früheren Bayer-Profi Patrick Helmes folgen lassen, ehe Dejagah seinen großen Auftritt hatte. Auf der Trainerbank ballte VfL-Trainer Felix Magath die linke Faust.

          Und nach dem 3:1 durch ein Eigentor von Michael Kadlec (61.), das Dejagah entscheidend eingeleitet hatte, durfte er erleichtert durchatmen. Eren Derdiyok konnte spät nur noch verkürzen (90.). „Wir hatten einen schweren Beginn mit dem frühen Gegentor“, sagte VfL-Torschütze Helmes. „Dann haben wir uns ins Spiel reingekämpft.“

          Schmerzhaftes Duell

          Es war ein Duell, das der Mehrheit der Hauptdarsteller in schmerzhafter Erinnerung bleiben wird. Während die spielerisch überlegenen und kurzzeitigen motivierten Leverkusener vor 26.000 Zuschauern erst gut kombiniert hatten, versuchten es die Wolfsburger vor allem mit kraftvollen Momenten. Die Physiotherapeuten beider Teams bekamen vor allem in der ersten Halbzeit alle Hände voll zu tun.

          Jan Polak, der Tscheche im Wolfsburger Trikot, musste die Partie von der 23. Minute an mit einem turbanartigen Kopfverband fortsetzen. Für seinen Gegenspieler Simon Rolfes war die Begegnung nach dem Zusammenprall mit Polak wegen einer Platzwunde vorzeitig beendet. Kießling, der eine ähnliche erschütternde Begegnung mit Polak hatte, zog sich ebenfalls eine Platzwunde zu, konnte aber weiterspielen.

          Wolfsburgs Ashkan Dejagah (l.) im Zweikampf mit Leverkusens Lars Bender
          Wolfsburgs Ashkan Dejagah (l.) im Zweikampf mit Leverkusens Lars Bender : Bild: dapd

          Wie es dazu kommen konnte, dass die Leverkusener nach einem starken Beginn noch ins Hintertreffen geraten waren, muss ich vor allem Robin Dutt fragen lassen. Der Leverkusener Trainer hatte nach der 1:7-Niederlage im Champions-League-Achtelfinale beim FC Barcelona bewusst darauf verzichtet, mit seinen Profis hart ins Gericht zu gehen.

          Dutt wollte gute Laune vermitteln und hoffte auf eine eigenständige Reaktion seiner Mannschaft. Aber bis auf den Führungstreffer von Kießling nach einer schönen Kombination über Rolfes und André Schürrle gab es wenig Grund, sich zu freuen.

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          Die Leverkusener hatten in den ersten zwanzig Spielminuten eine gute Torchance nach der anderen ausgelassen. Und nach dem Aus für Rolfes, der mit einer Trage vom Platz gebracht werden musste, kam ein Bruch ins Bayer-Spiel. Die Leverkusener fanden gegen die sich aufbäumenden Wolfsburger kein Mittel mehr und konnten durch Derdiyok nur noch verkürzen konnte.

          VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 3:2 (2:1)

          VfL Wolfsburg: Benaglio - Träsch (62. Knoche), Russ, Felipe Lopes, Rodriguez - Polak (73. Madlung), Hasebe - Dejagah, Schäfer - Mandzukic, Helmes (90. Polter)
          Bayer Leverkusen: Leno - Castro, Schwaab, Toprak (75. Friedrich), Kadlec - Rolfes (27. Bellarabi), Reinartz (57. Derdiyok) - Bender, Renato Augusto, Schürrle - Kießling
          Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
          Zuschauer: 26.112
          Tore: 0:1 Kießling (3.), 1:1 Helmes (32.), 2:1 Dejagah (45.), 3:1 Kadlec (61./Eigentor), 3:2 Derdiyok (90.+1)
          Gelbe Karten: Dejagah (5), Felipe Lopes (3), Helmes (1), Russ (8), Schäfer (2) / Bender (2)

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