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2:3 in Hannover : Erster Dämpfer für Bochum

  • Aktualisiert am

Matchwinner Vahid Hashemian Bild: dpa

„Joker“ Vahid Hashemian hat mit seinem Treffer nach weniger als einer Minute auf dem Spielfeld Hannover 96 den ersten Heimsieg der Saison beschert und dem VfL Bochum gleichzeitig die erste Niederlage zugefügt.

          Der unerwartete Höhenflug des VfL Bochum in der Fußball-Bundesliga ist beendet. Die Mannschaft von Trainer Marcel Koller kassierte mit dem 2:3 (1:2) bei Hannover 96 die erste Saison-Niederlage und verpasste am Samstag den möglichen Sprung an die Tabellenspitze.

          Zwei herrliche Distanzschüsse der 96-Profis Mike Hanke (12. Minute) und Jan Rosenthal (36) sowie ein Treffer des kurz zuvor eingewechselten Vahid Hashemian (71.) holten die Bochumer nach ihrem furiosen Saisonstart auf den Boden der Tatsachen zurück und sicherten den Niedersachsen den ersten Heimsieg.

          „Eine gute Hälfte ist zu wenig“

          In einer unterhaltsamen Partie wachten die Bochumer vor 30 794 Zuschauern zu spät auf. Der vierte Saisontreffer ihres Torjägers Tommy Bechmann (44.) und ein verwandelter Foulelfmeter von Marcel Maltritz (65.) konnten die erste Auswärtsniederlage nach fünf Siegen in Serie auf fremden Plätzen zu verhindern. „Eine gute Hälfte ist zu wenig. Wir haben die erste Halbzeit verschlafen. Die Niederlage wirft uns aber nicht um und bringt uns nicht aus dem Konzept“, sagte VfL-Trainer Koller.

          Tommy Bechmann (l.) erzielte den Anschlusstreffer für Bochum

          „Wir haben zunächst richtig Gas gegeben, nach dem Wechsel aber darum gebettelt, dass Bochum ausgleicht. Über die gesamte Spielzeit waren wir aber ein Tor besser, analysierte 96-Coach Dieter Hecking. „Drei Punkte“, fasste Clubchef Martin Kind kurz und knapp das torreiche Spiel zusammen, das durch unsichere Abwehrreihen und eine hohe Fehlerquote gekennzeichnet war.

          Hashemian: „Erster Ballkontakt und dann ein Tor“

          Hecking hatte seine Elf nach der 0:3-Pleite in München gleich auf vier Positionen verändert. Von der Personal-Rotation profitierte vor allem Jiri Stajner. Der Tscheche, vor wenigen Wochen noch auf dem Abstellgleis, stand überraschend in der Startformation und sorgte für viel Unruhe in der Bochumer Abwehr. Hannover 96 diktierte das Tempo, gewann die meisten Zweikämpfe und erspielte sich deutliche Vorteile. Gegen die fulminanten Schüsse von Hanke und Rosenthal hatte Bochums Torhüter Jan Lastuvka keine Chance.

          Erst der Anschlusstreffer von Bechmann, der nach einem Kopfball des Ex-Hannoveraners Christoph Dabrowski und einer zu kurzen Abwehr von 96- Torwart Robert Enke am schnellsten reagierte, weckte die Bochumer Lebensgeister. Nach dem Ausgleich durch Maltritz drohte das Spiel sogar ganz zu kippen, doch mit der Einwechslung von Hashemian bewies 96-Coach Hecking ein gutes Gespür. „Erster Ballkontakt und dann ein Tor. Das passiert nicht so oft“, kommentierte der frühere Bochumer seinen Siegtreffer. „Als ich ins Spiel kam, habe ich mich gleich wohl gefühlt. Nach dem Sieg bin ich natürlich glücklich“, sagte der Ex-Bremer Christian Schulz zu seinem 20 Minuten-Debüt im 96-Trikot.

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