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2:3 gegen Nürnberg : Bremen bringt sich selbst um den Sieg

  • -Aktualisiert am

Überraschender Auswärtssieg: Nürnberg stürmt das Weserstadion Bild: dapd

Man kennt solche Bremer Halbzeiten. Begeisternde Spielzüge, tolle Dribblings, hochkarätige Chancen - doch nach 45 Minuten steht es nicht 4:0, sondern 1:1. Die Werder-Profis lassen beste Möglichkeiten ungenutzt, am Ende gewinnt Nürnberg 3:2.

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          Es war so ähnlich wie am Dienstag im DFB-Pokalspiel bei den Bayern: Werder Bremen spielte eine Halbzeit lang gut, vergab aber Chance um Chance - und verlor am Ende. Die Bremer Profis ließen fünf beste Möglichkeiten beim Stand von 1:0 ungenutzt, und so gewann am Samstag der clever auftretende 1. FC Nürnberg 3:2. Die Tore erzielten Gündogan (45. und 73. Minute) und Ekici (47.). Almeida hatte Werder früh in Führung gebracht (5.). Zu spät traf dann Pizarro (90.+2) zum Anschluss. Drei Tage vor dem entscheidenden Spiel in der Champions League gegen Twente Enschede konnte Werder nichts für das Selbstvertrauen tun. Vor allem im Abwehrverhalten war Werder eine Klasse schlechter als Nürnberg.

          Man kennt solche Bremer Halbzeiten. Begeisternde Spielzüge, tolle Dribblings, hochkarätige Chancen - doch nach 45 Minuten stand es nicht 4:0 für die Norddeutschen, sondern 1:1. Nur der Treffer von Almeida zum 1:0 in der 5. Minute blieb als Zählbares stehen beim Seitenwechsel. Dabei hätten Marin, Almeida, zweimal Arnautovic und Wesley allesamt Bremer Tore schießen können - bei den besten beiden dieser vielen Möglichkeiten parierte der Nürnberger Torwart Raphael Schäfer gekonnt.

          Gündogan krönte seine Leistung mit dem zweiten Tor

          Als der „Club“ auch Mitte der ersten Halbzeit nur dieses eine Tor zugelassen hatte, wurde er mutiger. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte sich der agile Schieber auf der rechten Seite durch und passte nach innen, wo er Gündogan ein paar Meter vor dem Bremer Tor fand: dessen 1:1 fiel praktisch mit dem Pausenpfiff.

          Die zwei von der Weser: Werder-Trainer Schaaf (l.) und Manager Allofs in gewohnter Gelassenheit

          Der Ausgleich schien Nürnberg beflügelt zu haben, denn mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit gelang das 2:1. Ekici prallte der Ball im Bremer Strafraum vor die Füße - die Leihgabe der Bayern hatte wenig Mühe, den „Club“ in Führung zu schießen (47.). Ekici vergab in der 56. Minute das 3:1, als er seinem Kopfball freistehend zu wenig Druck mitgab; fünf Minuten später schoss Schieber nach einem Konter um Zentimeter neben das Bremer Tor. Gündogan krönte dann seine Leistung in der 73. Minute nach Nürnberger Schüssen gegen Latte und Pfosten mit dem 3:1. Der Treffer von Pizarro war am Ende ohne Bedeutung (90.+2).

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