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2:3 gegen Mainz : Bremer Torwartgeschenke

  • Aktualisiert am

Der Bremer Torwart Sebastian Mielitz hat nicht seinen besten Tag Bild: dpa

Zwei Torhüter machen beim 2:3 von Bremen gegen Mainz den Unterschied aus. Werder-Schlussmann Mielitz leitet mit zwei Patzern die Niederlage ein. Auf der Gegenseite liefert der junge Karius eine starke Vorstellung ab.

          2 Min.

          Nach haarsträubenden Fehlern von Torhüter Sebastian Mielitz und Co. ist Werder Bremen wieder tiefer in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga gerutscht. Die in der Hintermannschaft völlig indisponierten Hanseaten unterlagen am Sonntag dem FSV Mainz 05 2:3 (0:2) und finden sich mit 15 Punkten nur noch auf dem zwölften Tabellenplatz wieder.

          Die Bremer gewannen damit nur eines ihrer letzten sieben Spiele. Mainz bestätigte dagegen mit dem dritten Sieg aus den letzten vier Spielen seinen Aufwärtstrend und ist nun schon wieder Siebter. Allerdings durften sich die Mainzer bei ihren ersten beiden Toren von Nicolai Müller (17.) und Shinji Okazaki (17.) vor 38.000 Zuschauern im Weserstadion über Bremer Geschenke freuen.

          Speziell der in der Vergangenheit schon oft kritisierte Schlussmann Mielitz erwischte einen schwarzen Tag. Zunächst unterlief dem Keeper bei einem langen Ball von Sebastian Polter ein Stellungsfehler, den Müller mit einem Heber aus 25 Metern eiskalt ausnutzte. Kurz darauf verschätzte sich Mielitz bei einer Bogenlampe von Zdenek Pospech. Der Ball fiel auf die Latte, den Abpraller verwerte der sträflich allein gelassene Okazaki aus kurzer Entfernung.

          Im zweiten Durchgang sorgte der Japaner auch für die Vorentscheidung (70.). Die Bremer Tore durch Eljero Elia (85.) und Franco Di Santo (89.) kamen zu spät. Die Mainzer zeigten sich in der Anfangsphase hellwach und bestraften die Bremer Unzulänglichkeiten in der Defensive.

          Mainz erlebt einen erfolgreichen Ausflug an die Weser
          Mainz erlebt einen erfolgreichen Ausflug an die Weser : Bild: dpa

          Dabei waren es nicht nur die Unsicherheiten von Mielitz, auch in der Abwehrkette fehlte die Abstimmung, so dass die Gäste mit schnell vorgetragenen Kontern immer wieder gefährlich wurden. Dabei machte sich die Rückkehr von Müller ins Team bezahlt. Der 26-Jährige, der zuletzt wegen einer hartnäckigen Verletzung am Sprunggelenk pausiert hatte, kam zu seinem siebten Saisontor und war stets gefährlich.

          Aber auch die Bremer hatten ihre Chancen: Im ersten Durchgang vergab Assani Lukimya die beste Möglichkeit, als er den Ball per Kopf an den Pfosten setzte (22.). In dieser Situation wäre der 20 Jahre alte Mainzer Keeper Loris Karius, der die Stammleute Heinz Müller (Hüftverletzung) und Christian Wetklo (Rotsperre) hervorragend vertrat, ebenso machtlos gewesen wie eine Minute später bei einer Chance von Davie Selke.

          Kommt der Captain geflogen: Bremens Fritz hebt ab
          Kommt der Captain geflogen: Bremens Fritz hebt ab : Bild: dpa

          Nur um Zentimeter strich der Kopfball des 18-Jährigen am Tor vorbei. Selke stand in seinem dritten Bundesligaspiel erstmals in der Startelf. Neben dem Youngster war auch Di Santo nach auskuriertem Muskelfaserriss ins Team zurückgekehrt. Dafür verletzte sich kurz vor der Pause der nächste Bremer, als Felix Kroos vom Feld humpelte und durch Mehmet Ekici ersetzt wurde.

          Aber auch Mainz musste zur zweiten Halbzeit den am Knie verletzten Pospech ersetzen. Angesichts der 2:0-Führung zogen sich die Mainzer in der zweiten Halbzeit weiter zurück und überließen Werder die Initiative. Dabei hatte di Santo bei einem Kopfball Pech, als Karius stark parierte (51.). Der Youngster im Mainzer Tor rückte immer mehr in den Blickpunkt, lieferte aber - anders als sein Gegenüber - eine fehlerlose Vorstellung ab.

          Aufmunterung von Fritz an Mielitz, Werder verlor dennoch
          Aufmunterung von Fritz an Mielitz, Werder verlor dennoch : Bild: dpa

          So war er auch zur Stelle, als Aaron Hunt alleine auf ihn zulief (66.). Eine Minute später entschärfte er einen Schuss von Elia. Besser machten es die Mainzer, die einen Konter durch Okazaki abschlossen und für die Vorentscheidung sorgten. In der Schlussphase machte es Werder durch Elia und Di Santo noch einmal spannend.

          Werder Bremen - FSV Mainz 05 2:3 (0:2)

          Werder Bremen: Mielitz - Fritz, Lukimya, Caldirola, Gebre Selassie - Kroos (45.+2 Ekici) - Makiadi (85. Trybull), Elia - Hunt - Di Santo, Selke (82. Yildirim)
          FSV Mainz 05: Karius - Pospech (46. Svensson), Noveski, Park - Geis, Soto (62. Moritz) - Polter, Zimling (58. Choupo-Moting), Nicolai Müller - Okazaki
          Schiedsrichter: Sippel (München)
          Zuschauer: 38.429
          Tore: 0:1 Nicolai Müller (7.), 0:2 Okazaki (17.), 0:3 Okazaki (70.), 1:3 Elia (85.), 2:3 Di Santo (90.)
          Gelbe Karten: Kroos (2) / Nicolai Müller (4), Soto (2)

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