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2:3 gegen Köln : Trainer Veh in Wolfsburg kurz vor der Ablösung

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Es wird dunkel in Wolfsburg: Trainer Armin Veh und der neue Manager Dieter Hoeneß (hinten) Bild: APN

Erstmals in dieser Saison steht der VfL Wolfsburg in der unteren Tabellenhälfte. Gegen Köln verlor der Meister im eigenen Stadion mit 2:3. Chihi traf spät zum Sieg des FC. Der Wolfsburger Trainer Armin Veh muss nun um seinen Job bangen.

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          Beim deutschen Fußballmeister VfL Wolfsburg bahnen sich entscheidende Tage an. Wie fast immer in letzter Zeit bekamen die Niedersachsen ihre großen Abwehrprobleme auch am Sontagnachmittag nicht in den Griff. Nach der 2:3-Heimniederkage des Tabellenzehnten gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Köln steht Trainer Armin Veh im Blickpunkt vieler Spekulationen.

          Dass ihn Dieter Hoeneß, der erst in diesem Winter installierte Vorsitzende der Geschäftsführung, nach dem siebten sieglosen Spiel in Folge entlassen könnte, erscheint nach der jüngsten Schlappe des VfL nicht unwahrscheinlich. Volkes Stimme hatte sich in der mit 28.000 Zuschauern gefüllten Volkswagen-Arena schon einen Reim gemacht und forderte, „Armin raus“.

          Dass die Kölner ohne ihren ersten Sturm, Podolski und Novakovic, drei Treffer durch Pezzoni (7. Minute), Freis (57.) und Chihi (74.) erzielen würden, war schon überraschend genug. Den Rheinländern wurde indes das Toreschießen leicht gemacht durch die zweitschwächste Defensive der Liga mit nun 38 Gegentreffern.

          Das 0:1 - Kevin Pezzoni köpft einen Eckball auf den kurzen Pfosten ins Tor

          „Unser Interesse ist da, ich hoffe, dass wir miteinander klarkommen

          Die Tore des VfL durch Gentner (22.) und Costa (59.) reichten nicht mehr, das Ärgste abzuwenden. Wolfsburg im grauen Hinterland der Tabelle, das dürfte auch im Volkswagen-Konzern, der die Geschicke dieses Werksklubs bestimmt, nicht mehr lange toleriert werden.

          Die akuten Wolfsburger Probleme und die latenten Möglichkeiten des VfL wurden vor der Pause sichtbar. Etwa beim Kölner Führungstor durch einen Kopfball von Pezzoni nach einem Eckball (7.), als die Niedersachsen nicht eingriffen wie auch bei anderen torgefährlichen Szenen des FC.

          Den Ausgleich des Meisters schaffte Gentner nach einem Eckstoß mit einem Schuss aus acht Metern (22.), als dem Kölner Geromel zuvor ein Abwehrversuch misslungen war. Danach zeigte auch die VfL-Offensive mehr von dem Potential, das in ihr steckt. Bei Halbzeit bestätigte VfL-Geschäftsführer Dieter Hoeneß den Wunsch seines Klubs an einer Verpflichtung des Schalker Flügelspielers Rafinha. „Unser Interesse ist da, ich hoffe, dass wir miteinander klarkommen.“

          Die Frage in Wolfsburg: Bleibt Veh oder kommt ein neuer Trainer?

          Der FC präsentierte sich ohne die lädierten Stürmerstars Podolski und Novakovic frisch und tatendurstig wie lange nicht und hätte nach einem Konter durch Chihis Schuss (44.) wieder in Führung gehen können, wenn der Wolfsburger Schlussmann Lenz nicht prächtig auf dem Posten gewesen wäre.

          Nach einer weiteren Verkettung Wolfsburger Abwehrfehler war Lenz gegen den allein vor ihm auftauchenden Freis (57.) machtlos. Zwei Minuten später patzten die Kölner im Strafraumgetümmel, so dass Costa aus abseitsverdächtiger Position das 2:2 erzielen konnte. In der 74. Minute schlug die Stimmung des Wolfsburger Publikums endgültig ins Negative um, als Chihi die nächste defensive Ungereimtheit beim VfL zum 3:2 nutzte. Ob weiter Trainer Veh oder ein neuer Coach an der Behebung dieses Grundübels arbeiten muss, ist nun die große Frage.

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