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2:3 gegen Frankfurt : Ganz Bremen ist eine Baustelle

  • -Aktualisiert am

Virtuelle Bremer Übermacht: Frankfurt siegt 3:2 Bild: AP

Gegen die Frankfurter Eintracht schaffte Werder zwar zweimal den Ausgleich, dem dritten Gästetreffer durch Fenin hatte die Schaaf-Elf aber nichts mehr entgegenzusetzen.

          2 Min.

          Mehr Stabilität wollte Werder Bremen in dieser Saison zeigen und weniger Gegentore bekommen - im ersten Spiel ist das total danebengegangen: Eintracht Frankfurt siegte nach zwei Toren von Ioannis Amanatidis und einem Treffer von Martin Fenin mit 3:2 bei den Bremern, für die Özil und Sanogo trafen.

          Ohne den verletzten Naldo in der Abwehrmitte wirkte Werder trotz der „Doppelsechs“ mit Frings und Borowski vor der Abwehr anfällig wie eh und je. Frankfurt bekam eine Fülle von Möglichkeiten geboten und nutzte drei davon zum überraschenden Sieg vor 33.000 Zuschauern auf der Baustelle Weserstadion.

          Werder zeigt sein bekanntes Gesicht

          Kurz vor Spielschluss verlor Werder auch noch Sebastian Prödl nach einer Gelb-Roten Karte. „Wir waren viel zu passiv und haben die Zweikämpfe nicht angenommen“, sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. „Frankfurt hat viel zu viel Platz gehabt und davon dann eben reichlich Gebrauch gemacht.“ Eintracht-Coach Michael Skibbe war „nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Leistung sehr zufrieden“.

          Der Coup ist perfekt: Frankurt freut sich, Bremen am Boden

          In der unterhaltsamen ersten Halbzeit zeigte Werder sein bekanntes Gesicht. Naldos Vertreter als Innenverteidiger, Prödl, wirkte schlecht abgestimmt im Abwehrverhalten neben Per Mertesacker. In die Lücke zwischen beiden stieß immer wieder der gute Frankfurter Stürmer Amanatidis - so war es auch gleich in der sechsten Minute, als die Eintracht in Führung ging: Alex Meier spielte den Ball schön auf Selim Teber, der passte scharf in den Bremer Strafraum, und Amanatidis traf zum ersten Tor für die Eintracht, die eingespielter wirkte als Werder.

          Sanogo stocherte die Kugel ins Tor

          Die Bremer blieben unbeeindruckt. Als Özil im Frankfurter Strafraum von Vasoski getroffen wurde und fiel, entschied Schiedsrichter Fleischer auf Strafstoß. Özil verwandelte zum Ausgleich (13. Minute). Überhaupt Özil: Der schmale Mann, der Diego in Bremen ersetzen soll, harmonierte gut mit Marko Marin, beide kurbelten das Bremer Angriffsspiel gekonnt an.

          Özil war es auch, der in der 28. Minute nur den Pfosten traf. Werder war überlegen, die Eintracht aber hätte führen müssen, doch die Abwehrschwächen hielten an, und nachdem Patrick Ochs den weiten Raum auf rechts genutzt hatte, stand Amanatidis nach Meiers Verlängerung in der Mitte frei und traf mit seinem zweiten Tor des Tages zur Führung der Eintracht (42.). Noch vor der Pause kam Werder zum Ausgleich - Ochs bekam den Ball nicht weg, Sanogo stocherte die Kugel ins Tor (44.).

          Große Torchancen blieben aus

          Amanatidis musste wegen einer Oberschenkelverletzung in der Kabine bleiben, damit hatte die Eintracht scheinbar ihren Schrecken verloren. Es spielte nur noch Werder. Özil und Marin trieben die Bremer an, doch die großen Torchancen blieben aus.

          Nichts deutete mehr auf einen Treffer der Frankfurter hin, bis der eingetauschte Fenin nach einem Eckball frei stand und zum Sieg für die Eintracht traf (71.). „Glück war für uns, dass das 3:2 genau zum richtigen Zeitpunkt fiel“, sagte Skibbe. Sein Kollege Schaaf winkte genervt ab: Drei Gegentore zu Hause - die Systemumstellung hat im ersten Spiel nichts gebracht. Die Eintracht hingegen startet nach Maß in die neue Saison.

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