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2:3 gegen Cottbus : Röber kann Dortmunds Niedergang nicht bremsen

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Alexander Frei traf doppelt - Dortmund verlor dennoch Bild: AP

Für Dortmund hat der Kampf um den Klassenverbleib nach einer 2:3-Niederlage gegen Cottbus endgültig begonnen. Zwei Punkte trennen die Mannschaft von Trainer Jürgen Röber von einem Abstiegsplatz.

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          Die Talfahrt von Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga nimmt bedenkliche Züge an. Nach der 2:3 (1:1)-Niederlage am Sonntag gegen den FC Energie Cottbus sind die mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten Westfalen der Abstiegszone gefährlich nahe gekommen.

          Vor 64.100 Zuschauern im Signal-Iduna-Park schossen Vlad Munteanu (6./56.-Foulelfmeter) und der eingewechselte Jiayi Shao (65.) den verdienten Sieg für den Aufsteiger heraus, dem ein wichtiger Schritt Richtung Klassenverbleib gelang. Alexander Frei (42./86.) traf mit seinen Saisontoren zehn und elf für die Dortmunder, die ohne vier verletzte und gesperrte Stammkräfte die Wiedergutmachung für die 2:4-Schlappe in Hannover verpassten und nun mitten im sportlichen Überlebenskampf stecken. Den vermeintlichen 3:3-Ausgleich durch Frei (89.) erkannte Schiedsrichter Babak Rafati wegen Abseitsstellung nicht an.

          „Jetzt sind wir hinten 'reingerutscht. Der Abstiegskampf hat auch für uns begonnen“, sagte Sebastian Kehl, der sich sein Comeback in der BVB-Startelf nach sieben Monaten Verletzungspause anders vorgestellt hatte. Auch sein Teamkollege Christoph Metzelder war tief enttäuscht: „Dass wir so ein Spiel verlieren, ist unfassbar. Wir waren in der ersten Halbzeit drückend überlegen“, meinte der Abwehrspieler, der sich einen Seitenhieb auf den Unparteiischen nicht verkneifen konnte: „Wir sind im Moment bei wichtigen Entscheidungen nicht die, die bevorteilt werden.“

          Schwere Rückkehr für Kehl

          Den Hausherren fehlte bei aller Überlegenheit die Kreativität, um das Abwehrbollwerk des Aufsteigers zu knacken. Auch Sebastian Kehl, der erstmals seit dem Saisonauftakt am 11. August 2006 wieder in der Anfangself stand, konnte keine entscheidenden Impulse setzen. Der 27-Jährige lieferte bei seinem Comeback eine passable Vorstellung, sah jedoch für ein Foul an Francis Kioyo die Gelbe Karte. Der FC Energie setzte bei seinem ersten Bundesliga-Sieg gegen Dortmund mit Erfolg auf Defensive und schnelle Attacken über Sergiu Radu und Munteanu.

          Der BVB ließ sich von den Tor-Garanten der Lausitzer tatsächlich kalt erwischen. Nach Doppelpass mit seinem rumänischen Landsmann Radu tauchte Munteanu völlig frei vor Roman Weidenfeller auf und ließ Dortmunds Schlussmann bei seinem achten Saisontreffer keine Abwehrchance. Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe sich die Westfalen von dem Schock erholt hatten und unter der Regie von Nuri Sahin und Lars Ricken selbst torgefährlich wurden. Beim Kopfball von Markus Brzenska (21.) rettete Munteanu für seinen Torhüter Tomislav Piplica auf der Linie, dann zielte Sahin (26.) aus 16 Metern knapp daneben.

          Frei bringt den BVB zurück ins Spiel

          Bis drei Minuten vor der Pause ging die Rechnung der Cottbuser auf, aus einer verstärkten Abwehr heraus auf Konter zu lauern, dann brachte Torjäger Frei den BVB zurück ins Spiel. Der Schweizer kam mit dem Rücken zum Tor stehend in Ballbesitz, drehte sich blitzschnell und überwand Piplica per Flachschuss.

          Durch den Ausgleich beflügelt suchte der BVB in den zweiten 45 Minuten eine schnelle Entscheidung. Doch der Schuss ging nach hinten los. Nach der zweiten Attacke von Christian Wörns gegen Radu innerhalb weniger Minuten zeigte Rafati auf den Elfmeterpunkt - Munteanu ließ sich die Gelegenheit zu seinem neunten Saisontor nicht entgehen. Als der Chinese Shao vier Minuten nach seiner Einwechslung einen weiteren Konter mit dem dritten Tor abschloss, war die Partie gelaufen.

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