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2:2 in Wolfsburg : Freiburg so gut wie sicher

  • -Aktualisiert am

Aktivposten: Freiburgs Trainer Christian Streich Bild: dpa

Der SC Freiburg kann nach den Toren von Mehmedi und Terrazzino mit dem einen Punkt zufrieden sein. Für die Wolfsburger bedeutet das Remis einen Rückschlag.

          Im allerletzten Schuss der Partie, den Kevin de Bruyne in der Nachspielzeit an den Pfosten abgefeuert hatte, lag ein großes Stück Verzweiflung. Der Belgier, als agiler Antreiber des VfL Wolfsburg vorgesehen, erwischte im Heimspiel gegen den SC Freiburg wie so mancher seiner Kollegen einen denkbar schwachen Tag. Die Niedersachsen verspielten zweimal eine Führung und standen sich auf ihrem erhofften Weg in die Champions League mehrfach selbst im Weg. Den Wolfsburger Treffern von Ivan Perisic (3. und 70. Minute) hatten die Breisgauer zwei freche Antworten entgegenzusetzen. Admir Mehmedi (61.) und der eingewechselte Marco Terrazzino (82.) konnten vor 28.255 Zuschauern für Freiburg ausgleichen. „Wir hätte das Ding klar machen müssen“, sagte der Wolfsburger Manager Klaus Allofs. „Es gibt noch viel zu verbessern.“

          Der Wunsch, lieber gleich und nicht vielleicht irgendwann die Champions League zu erreichen, ist vor allem Dieter Hecking deutlich anzumerken. Der Wolfsburger Trainer hatte trotz der frühen Führung nahezu ohne Pause an der Werbebande vor seiner Bank oder direkt an der Seitenlinie gestanden. Hecking trieb eine Mannschaft lautstark an, die immer wieder mal dazu neigt, sich zu gut und zu sicher zu fühlen. Und dem frühen Führungstor durch Perisic war mit zunehmender Spieldauer eine schwindende Torgefahr gefolgt. Was auch immer de Bruyne, Maximilian Arnold und Perisic als Mittelfeldtrio hinter Stürmer Ivica Olic versuchten – es war am Ende doch etwas zu kopflos oder zu sorglos. Vor allem Olic übersah mehrfach besser postierte Kollegen und machte so manchen viel versprechenden Angriff damit zunichte.

          Während die Niedersachsen drängten und sich abrackerten, durften sich die Freiburger als Freigeister versuchen. Nachdem der Sportclub sein Saisonziel, nämlich einen möglichst frühzeitigen Klassenverbleib, so gut wie erreicht hat, zeigte das Team von Trainer Christian Streich so manche kuriose Szene. Vladimir Darida etwa schoss in der 24. Minute mal eben so an die Latte des Wolfsburger Tores. Unter dem Strich agierten Schuster, Darida und Co. wie von Druck befreit.

          Auf der Gegenseite verkrampften die Wolfsburger mit zunehmender Spieldauer. Und dass in Max Grün, ein manchmal starker und nicht selten auch fehlerhafter Schlussmann, ihr Tor hütete, machte die Sache auch nicht besser. Der Vertreter des verletzten Diego Benaglio muss sich in jedem Fall das zwischenzeitliche 1:1 als Fehler ankreiden lassen. Grün konnte mit seinem Auftritt nicht zu einer Stabilisierung des VfL beitragen, die vor allem in der Defensive dringend notwendig gewesen wäre.

          VfL Wolfsburg - SC Freiburg 2:2 (1:0)

          VfL Wolfsburg: Grün - Träsch, Naldo, Knoche, Rodriguez - Medojevic (66. Vieirinha), Polak - De Bruyne, Arnold, Perisic - Olic (82. Caligiuri)
          SC Freiburg: Baumann - Fernandes, Krmas, Ginter, Günter (88. Höfler) - Schuster, Darida - Schmid, Kerk (72. Terrazzino) - Guédé (84. Freis), Mehmedi
          Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
          Zuschauer: 28 255
          Tore: 1:0 Perisic (3.), 1:1 Mehmedi (61.), 2:1 Perisic (70.), 2:2 Terrazzino (83.)
          Gelbe Karten: De Bruyne (2), Perisic (3) / Krmas (4), Terrazzino (1)

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