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2:2 in Karlsruhe : Leverkusen kann Führung nicht halten

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Das Spiel schien geschaukelt: Barbarez und Gresko feiern 2:0-Torschütze und Jungvater Kießling (l.) Bild: REUTERS

Die Nationalspieler Rolfes und Kießling hatten die spielerisch überlegenen Leverkusener mit 2:0 in Führung gebracht. Freis und Kennedy jedoch glichen für Karlsruhe aus. Am Ende war der KSC sogar näher am Sieg als Bayer.

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          Ein überragender Torwart René Adler ist bei Bayer Leverkusen von seinen Mitspielern im Stich gelassen worden. Die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe kam am Samstag nur zu einem 2:2 (1:0) beim Karlsruher SC, schaffte aber trotzdem den Sprung auf den dritten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Der Aufsteiger ist nun seit sieben Heimspielen unbesiegt.

          Nationalspieler Simon Rolfes in seinem 110. Pflichtspiel hintereinander für Bayer (6. Minute) und Stefan Kießling (58.) mit seinem sechsten Saisontor hatten die spielerisch überlegenen Gäste mit 2:0 in Führung gebracht. Sebastian Freis (60.) und der Australier Joshua Kennedy (78.) mit seinem dritten Tor im dritten Spiel erzielten vor 28 470 Zuschauern die Treffer für den KSC (60.). In der Nachspielzeit kratzte Adler noch ein Kopfball von Maik Franz von der Linie.

          Leverkusen überlegen, aber nicht zielsicher genug

          Der Aufsteiger ist nun seit sieben Heimspielen unbesiegt. „Wenn man ein 0:2 aufholt, ist das immer sehr schön. Aber man hat gesehen, dass wir zum Schluss gewinnen hätten können“, meinte KSC-Kapitän Mario Eggimann. „Ich war mir auch beim Stande von 0:2 nicht sicher, dass wir den Sieg nach Hause bringen. Der KSC hat eine Menge Druck erzeugt“, sagte Skibbe. Beleg dafür war auch ein Eckenverhältnis von 11:1 für die Badener. Dennoch war der Bayer-Coach mit dem Remis zufrieden, weil der Uefa-Cup derzeit eine „enorme Belastung“ für seine Mannschaft sei.

          In der „Sandwich“-Partie zwischen den beiden Uefa-Cup-Spielen gegen Galatasaray Istanbul schonte Bayer-Coach Skibbe Torjäger Teofanis Gekas und zunächst auch Nationalspieler Bernd Schneider. Bei einem missglückten Abwehrversuch von Maik Frank landete der Ball bei Rolfes, der mit einem Flachschuss Torwart Markus Miller keine Chance ließ. Auch in der Folgezeit hatte die KSC-Hintermannschaft alle Mühe gegen die klug aufspielenden Leverkusener. Vor allem mit ihrer Raumaufteilung und ihrem präzisen Kombinationsspiel war die Bayer-Elf den Badenern überlegen. Das zweitbeste Auswärtsteam der Liga versäumte es jedoch in der ersten Halbzeit, die Führung weiter auszubauen.

          Machtloser Keeper bei Kennedys Kopfball

          Nach einer guten halben Stunde wendeten die Karlsruher das Blatt. So bekam Adler Gelegenheit, sich auszuzeichnen und weiter für die Nationalmannschaft zu empfehlen: Der Torwart wehrte gefährliche Schüsse von Christian Eichner und Tamas Hajnal ab (39. und 40. Minute). Die dickste Chance zum Ausgleich hatte jedoch bereits Freis nach acht Minuten vergeben.

          Eine weitere Unaufmerksamkeit nutzte Kießling zum 2:0, doch die Karlsruher gaben sich auch gegen den spielerisch überlegenen Gegner noch nicht geschlagen: Nach einem herrlichen Zuspiel von Manndecker Franz knallte Freis das Leder ins den Torwinkel. Der ungarische Spielmacher Hajnal hätte dann beinahe den Ausgleich erzielt, scheiterte aber am reaktionsschnellen Adler. Der Keeper war dann aber bei Kennedys Kopfball chancenlos.

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