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2:2 in Gladbach : Van der Vaart und die Feinjustierung

  • Aktualisiert am

Frust hier, Freude da: Van der Vaart verschießt einen Foulelfmeter und Ter Stegen freut sich drüber Bild: dpa

Der HSV sieht in Gladbach wie der sichere Sieger aus. Doch dann kommt Dominguez und trifft Sekunden vor Schluss zum 2:2. Zuvor erzielt Superstar Van der Vaart ein Traumtor - und scheitert vom Elfmeterpunkt.

          2 Min.

          Alvaro Dominguez hat Borussia Möchengladbach vor einer weiteren Heimpleite in der Fußball-Bundesliga bewahrt. Der Spanier rettete seinem Team beim 2:2 (1:2) gegen den stark aufspielenden Hamburger SV mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zumindest einen Punkt. Teamkollege Martin Stranzl, der nach der Pause Rot sah, erzielte an diesem Mittwochabend vor 46.233 Zuschauern im Borussia Park in der 39. Minute den Ausgleich zum 1:1.

          Für die überlegenen Hanseaten trafen der neue Spielmacher Rafael van der Vaart (23.) und Stoßstürmer Artjoms Rudnevs (45.). Van der Vaart hätte zwischenzeitlich beinahe für den HSV erhöht, doch der Niederländer hämmerte einen Foulelfmeter an den Pfosten (55.). Zuvor hatte Stranzl Ivo Ilicevic an der Grundlinie gefoult.

          Seit fünf Pflichtspielen wartet die Mannschaft von Trainer Lucien Favre nun schon auf einen Sieg. HSV-Coach Thorsten Fink vertraute seiner siegreichen Elf vom 3:2 gegen Meister Borussia Dortmund – ihm fehlen jedoch weiter sieben Stammkräfte. Kollege Favre hatte dagegen alle Mann an Bord – und stellte gegenüber dem 1:1 in Leverkusen auf zwei Positionen um: Für Roel Brouwers rückte Neuzugang Dominguez ins Abwehrzentrum. Mike Hanke spielte zweite Spitze neben Luuk de Jong. Dafür musste Tolga Cigerci draußen bleiben. Der Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka, einst von HSV-Coach Fink beim FC Basel geformt und gefördert, rückte ins defensive Mittelfeld.

          Mit links ins lange Eck

          Doch Gladbach wirkte anfangs sehr verunsichert. Hanke mühte sich zwar, und Arango prüfte HSV-Torhüter René Adler erstmals mit einem 20-Meter-Schuss (13.). Doch Hamburg spielte präsenter. So tauchte HSV-Neuzugang Rudnevs nach einem Fehler von Dominguez einmal frei vor Gladbachs Keeper Marc-André ter Stegen auf, scheiterte aber. Spätestens nach einer Viertelstunde bestimmten die Hanseaten die Partie – und schockten die Favre-Elf mit dem sehenswerten Führungstor: Mit links hämmerte van der Vaart den Ball vom Strafraumeck ins lange Eck. Erstmals seit dem 17. Mai 2008 traf der Niederländer wieder in der Bundesliga. Gladbach wehrte sich nur sporadisch: Hanke prüfte Adler (26.).

          Zu viel oder zu wenig Maß genommen? Van der Vaart scheitert vom Punkt Bilderstrecke
          Zu viel oder zu wenig Maß genommen? Van der Vaart scheitert vom Punkt :

          Doch der HSV war dem 2:0 näher als die Borussia dem Ausgleich, der dann unerwartet fiel. Nach einem Eckball des Norwegers Harvard Nordtveit war Verteidiger Stranzl per Kopf erfolgreich – ebenso wie der Lette Rudnevs Sekunden vor dem Pausenpfiff nach schöner Flanke von Milan Badelj für Hamburg. Der überzeugend aufspielende Rudnevs vergab jedoch eine weitere gute Chance zum 3:1 (51.). Arango zirkelte einen Freistoß bei der besten Torchance der Gastgeber nach der Pause ans Außennetz (77.). Doch dann kam nach Ablauf der regulären Spielzeit Dominguez – und Gladbach jubelte doch noch über einen Punkt.

          Bor. Mönchengladbach - Hamburger SV 2:2 (1:2)

          Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke (77. de Camargo), Stranzl, Dominguez, Daems - Nordtveit, Xhaka - Herrmann (61. Hrgota), Arango - Hanke, de Jong (58. Cigerci)
          Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Badelj, Arslan - Son, van der Vaart (89. Sala), Ilicevic (90.+2 Beister) - Rudnevs (77. Berg)
          Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
          Zuschauer: 46.233
          Tore: 0:1 van der Vaart (23.), 1:1 Stranzl (39.), 1:2 Rudnevs (45.), 2:2 Dominguez (90.+1)
          Besonderes Vorkommnis: van der Vaart (Hamburger SV) verschießt Foulelfmeter (55.)
          Gelbe Karten: Dominguez (1), Xhaka (4) / Arslan (1)
          Rote Karten: Stranzl (53./Notbremse)

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