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2:2 gegen Nürnberg : Freiburg für Aufwand belohnt

  • Aktualisiert am

Makiadi reckt die Faust: sein Ausgleichstor ist der Lohn für den Freiburger Aufwand Bild: dpa

Nach 0:2 noch 2:2 gegen den 1. FC Nürnberg. Der Sportclub lässt sich von Rückschlägen nicht erschrecken und darf im Kampf gegen den Abstieg weiter hoffen.

          1 Min.

          Der SC Freiburg arbeitet weiter mit viel Energie am Unternehmen Klassenverbleib. Im Abstiegskampf-Duell mit dem 1. FC Nürnberg machte der Sportclub am Samstag aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Daniel Didavi (8. Minute) und Tomas Pekhart (45.+2) hatten den „Club“ in Führung gebracht. Daniel Caligiuri per Foulelfmeter (53.) und Cedrick Makiadi (79.) belohnten den Freiburger Sturm und Drang der zweiten Halbzeit aber noch mit dem Ausgleich. Das Ende ihrer Serie von vier Niederlagen wird den Nürnbergern kein Trost gewesen sein. Ein Punkt war nach diesem Spielverlauf zu wenig für sie.

          Eine Halbzeit lang steckten die Nürnberger den Ausfall ihrer Stammkräfte Alexander Esswein, Adam Hlousek, Christian Eigler (alle verletzt) und Philipp Wollscheid (Gelbsperre) weg. Der „Club“ spielte zumindest 45 Minuten lang deutlich strukturierter als der SC. Bereits in der 8. Minute nutzte Didavi einen haarsträubenden Fehler von Fallou Diagné zum 0:1. Er hob den Ball aus 20 Metern über Torwart Oliver Baumann hinweg. Die Nürnberger erhöhten kurz vor der Pause auf 2:0.

          So gut der Nürnberger Spielaufbau zeitweise aussah, so wackelig präsentierte sich die Defensive. Großer Unsicherheitsfaktor war Routinier Per Nilsson, der nach vielen Verletzungsproblemen zum ersten Mal in dieser Saison für den gesperrten Wollscheid von Beginn an spielte. Der Schwede verursachte nach der Pause auch den Foulelfmeter, den Caligiuri zum 1:2 nutzte und der die Freiburger wieder ins Spiel zurückbrachte. Trainer Christian Streich hatte schon vor dem 1:2 in Stefan Reisinger einen zweiten Stürmer eingewechselt. Es war aber Makiadi, der mit einem klugen Schuss von der Strafraumgrenze doch noch das 2:2 erzielte. Dieses Tor war der Lohn für den großen Freiburger Aufwand.

          Teuer bezahlen musste Julian Schuster den Punktgewinn. Freiburgs Kapitän erlitt nach einem Zusammenprall mit dem Nürnberger Tomas Pekhart schwere Gesichtsverletzungen. Nach dem Spiel kam die niederschmetternde Diagnose: Nasenbein- und Oberkieferbruch. „Das war ein Schock für uns. Und das ist immer noch ein Schock“, sagte Freiburgs Trainer Christian Streich.

          SC Freiburg - 1. FC Nürnberg 2:2 (0:2)
          SC Freiburg: Baumann - Mujdza, Diagné, Ginter, Sorg - Schuster (25. Flum), Makiadi - Schmid, Caligiuri (79. Santini) - Guédé (46. Reisinger) - Freis
          1. FC Nürnberg: Schäfer - Feulner, Nilsson, Maroh, Pinola - Balitsch, Simons - Chandler, Didavi (69. Cohen), Mak (85. Bunjaku) - Pekhart (80. Hegeler) Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)
          Zuschauer: 24 000 (ausverkauft)
          Tore: 0:1 Didavi (8.), 0:2 Pekhart (45.+2), 1:2 Caligiuri (53./Foulelfmeter), 2:2 Makiadi (79.)
          Gelbe Karten: Flum (6), Makiadi (5), Sorg (2) / Feulner (10), Maroh (3), Nilsson (1)

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