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2:1 in Stuttgart : „Ein ganz, ganz kleiner Schritt“ für Dortmund

  • Aktualisiert am

Mladen Petric sorgt für Entspannung in Dortmund Bild: REUTERS

Borussia Dortmund ist nach Wochen voller Rückschläge der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Das kriselnde Team von Trainer Thomas Doll siegte beim zuletzt wiedererstarkten Meister VfB Stuttgart.

          Borussia Dortmund hat seine Talfahrt gestoppt und die Siegesserie des VfB Stuttgart beendet: Die kriselnden Westfalen gewannen beim deutschen Meister am Samstag verdientermaßen 2:1 (1:1). VfB-Innenverteidiger Matthieu Delpierre per Eigentor (11. Minute) und Mladen Petric (79.) sorgten für den ersten Dortmunder „Dreier“ seit dem 5. Oktober und zuletzt fünf sieglosen Spielen in der Fußball-Bundesliga.

          Die enttäuschenden Schwaben kassierten dagegen nach zuletzt vier Erfolgen die erste Niederlage. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Kapitän Fernando Meira (35.) war vor 55.000 Zuschauern im ausverkauften Daimler-Stadion zu wenig.

          „Physisch und geistig nicht so frisch“

          „Es war wichtig, dass wir eine Reaktion gezeigt haben, nachdem wir zuletzt oft kritisiert wurden“, sagte Dortmunds Trainer Thomas Doll. „Das war ein ganz, ganz kleiner Schritt in die richtige Richtung. Drei wichtige Punkte, nicht mehr und nicht weniger.“

          VfB-Coach Armin Veh hatte bei seinem Team noch Auswirkungen des Kräfte zehrenden 3:2-Siegs gegen Glasgow Rangers vier Tage zuvor in der Champions League festgestellt: „Wir waren physisch und geistig heute nicht so frisch wie es notwendig ist. Wir hatten das Spiel von Dienstag noch in den Knochen und haben sehr viel zugelassen.“

          BVB startet mutig

          Dortmund wirkte trotz der prekären Tabellensituation und einer Hand voll verletzter bzw. gesperrter Spieler keinesfalls angeschlagen und nahm von Beginn an das Heft in die Hand. Mit konsequentem Forechecking ließen die Westfalen den Schwaben keinen Raum zur Entfaltung und bestimmten die erste halbe Stunde lang klar das Geschehen. Die Stuttgarter konnten dagegen nicht an ihre zuletzt gezeigten guten Leistungen anknüpfen und leisteten sich viele Abspielfehler.

          So war die frühe Gästeführung nach einem Eigentor von VfB-Innenverteidiger Matthieu Delpierre (11.) auch voll verdient. Nach einer scharfen Hereingabe von Dede ließ Schlussmann Raphael Schäfer den Ball abprallen, der dann dem Franzosen an den Körper und von dort ins Tor sprang. Nur 60 Sekunden später machte der Keeper seinen schweren Fehler halbwegs wett, als er allein gegen Mladen Petric bravourös per Fußabwehr das 0:2 verhinderte. Pavel Pardo wäre dann beinahe das zweite VfB-Eigentor passiert, aber Schäfer war erneut zur Stelle (31.).

          Petric mit seinem siebten Saisontor

          Nach gut einer halben Stunde kamen die Stuttgarter dann besser ins Spiel. Bei einem Schuss von Ciprian Marica konnte Torhüter Roman Weidenfeller noch reaktionsschnell den Ausgleich vereiteln (34.). Beim Kopfball von Kapitän Fernando Meira nach der anschließenden Ecke war er aber machtlos. Nach einem harten Volleyschuss von Thomas Hitzlsperger (39.) reagierte Weidenfeller erneut glänzend und verhinderte das 1:2. Trotz der Steigerung war das Unentschieden zur Pause schmeichelhaft für die Schwaben.

          Die Stuttgarter starteten nach dem Seitenwechsel mit etwas mehr Schwung. Sie agierten zunächst zielstrebiger und kombinierten besser. Erneut Weidenfeller gegen Marica und Robert Kovac kurz vor der Linie bei Hitzlspergers Nachschuss (55.) retteten das Remis. Wenig später klärte Schäfer nach einem BVB-Konter wieder gegen Petric (58.). Der Tabellen-13. beschränkte sich keineswegs auf die Defensive und brachte den Champions-League-Teilnehmer immer wieder in Bedrängnis. Petric veredelte schließlich mit seinem siebten Saisontor den gelungenen Betriebsausflug der Schwarz-Gelben.

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