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2:1 in Rostock : Frings' Traumtor bringt Bremen auf Kurs

  • Aktualisiert am

Siegtreffer in Rostock: Bremens Klasnic staubte zum 2:1 ab Bild: dpa

Auf das Torfestival gegen Schalke folgte der Arbeitssieg in Rostock. Bremen gewann bei Hansa nur mit Mühe mit 2:1 und behauptete den zweiten Platz in der Liga. Die Hanseaten hingegen müssen weiter um den Klassenverbleib zittern.

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          Nur mit viel Mühe und dank Nationalspieler Torsten Frings hat der SV Werder Bremen weiter Kurs auf die direkte Teilnahme an der Champions League gehalten. Drei Tage nach der Werder-Torgala gegen den FC Schalke 04 bezwangen die Bremer Kellerkind FC Hansa Rostock mit 2:1 (0:0). Nachdem Frings die Gäste am Dienstag mit einem äußerst sehenswerten Fernschuss in der 57. Minute in Führung gebracht hatte, gelang dem eingewechselten Sebastian Hähnge der zwischenzeitliche Ausgleich (75.).

          Nach einem Foul von Gledson an Frings verschoss Naldo zwar den fälligen Strafstoß, doch verwandelte Ivan Klasnic (82.) den Nachschuss vor 22.000 Zuschauern in der DKB-Arena. „Ich muss da halt stehen und ihn reinmachen. Das habe ich gemacht“, sagte der Schütze des entscheidenden Treffers, der bereits gegen Schalke zweimal erfolgreich gewesen war. Die Bremer verteidigten mit nunmehr 53 Punkten den zweiten Platz in der Fußball-Bundesliga vor Schalke (51). Die seit vier Spielen daheim sieglosen Rostocker (27) verpassten es dagegen, sich von der Abstiegsregion abzusetzen.

          Wächter entschärft die Versuche der Bremer

          Vom furiosen Fußball beim Festival gegen Schalke war bei den Bremern von Beginn an nichts mehr zu sehen. Trainer Thomas Schaaf hatte sein Team zwar nur auf einer Position verändert - Ivan Klasnic kam für Markus Rosenberg und bildete mit Boubacar Sanogo das Sturmduo -, doch echter Spielfluss wollte trotz Feldüberlegenheit bei Werder nicht aufkommen. „Wir haben nicht die Ruhe bewahrt und uns damit das Leben selbst schwer gemacht“, monierte Schaaf. „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Es war hier nicht einfach zu spielen.“

          Ideengeber Diego konnte in ersten Halbzeit nicht die erhofften Pässe in die Spitze spielen, die einzigen Torszenen resultierten aus Fernschüssen. Doch sowohl der Versuch von Frings (18.) als auch der von Naldo per Freistoß (20.) konnte Rostocks Keeper Stefan Wächter problemlos parieren. Auch den Schuss des auf der linken Seite aufgerückten Petri Pasanen (36.) entschärfte der Torwart.

          „Wir sind zu langsam und wir reagieren nur“

          „Wir können nicht zufrieden sein. Wir sind zu langsam und wir reagieren nur“, monierte Manager Klaus Allofs in der Pause, nicht ohne einzuräumen, dass es auf dem holprigen Boden schwer sei, den Ball zu kontrollieren. Zudem machten die defensiv sehr diszipliniert, aber offensiv vor allem im ersten Abschnitt eher zurückhaltend zu Werke gehenden Rostocker den Bremern das Leben schwer.

          Trainer Frank Pagelsdorf veränderte ebenso wie sein Kollege seine Mannschaft, die am Samstag mit 2:1 den Karlsruher SC auswärts geschlagen hatte, nur auf einer Position. Für Hähnge bot er Addy-Waku Menga auf. Menga konnte sich aber ebensowenig wie Sturmpartner Fin Bartels - in Karlsruhe noch vielumjubelter Zweifach-Torschütze - in Szene setzen.

          Hansa-Jubel verebbt durch hellwachen Klasnic

          Daran änderte sich auch nach der Pause nichts, in der keiner der beiden Trainer einen Wechsel vornahm. Von neuem Schwung also auch in der zweiten Hälfte keine Spur, ehe Frings zu seinem ersten Treffer in der Liga seit dem 7. November 2006 ausholte. Mit voller Wucht hämmerte er den Ball aus rund 20 Metern in den Winkel.

          Bremen leistete sich aber weiterhin zu viele Ungenauigkeiten. Und die Strafe folgte prompt: Einen feinen Konter schloss der sechs Minuten zuvor eingewechselte Hähnge erfolgreich ab. Doch der Hansa-Jubel verebbte wieder, als Klasnic hellwach den Abpraller von Wächter einschob. „Wir haben wieder Punkte liegen gelassen, weil uns der letzte Kick gefehlt hat“, schimpfte Rostocks Torwart Stefan Wächter.

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