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2:1 in Mainz : Dortmund stürmt der Konkurrenz davon

  • -Aktualisiert am

Paco Alcacer (verdeckt), kam, sah und traf zum 1:0. Bild: Reuters

Mainz und der BVB liefern sich ein Spiel nach englischem Vorbild. Am Ende besiegt der Tabellenführer einen tapfer kämpfenden Gegner. Danach ist der Jubel nicht nur aufgrund des eigenen Sieges groß.

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          Dieser Sieg von Borussia Dortmund war ebenso hart erkämpft wie bei der Gala vor zwei Wochen gegen den Meister FC Bayern München. Es sprach für den Tabellenführer der Fußball-Bundesliga, dass er ähnlich wie beim 3:2 gegen den FCB den unermüdlichen Widerstand des 1. FSV Mainz letztlich brechen und dieses exzellente Duell am Samstagnachmittag mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Paco Alcácer mit seinem neunten Saisontor (66. Minute) und Lukasz Piszczek (76. ) trafen für den BVB, zwischendurch glich Robin Quaison (70.) für die bravourös fightenden Mainzer aus. „In der zweiten Halbzeit waren wir nicht so gut, aber wir machen die Tore. Es war ein Arbeitssieg“, sagte Dortmunds Trainer Lucien Favre.

          Bundesliga

          Beim Tabellenführer einen langfristigen Vertrag zu unterschreiben, bedeutet von vornherein keine Einsatzgarantie. Das wusste Paco Alcácer trotz seiner bisher acht Bundesligatreffer, als er sich am Freitag bis 2023 an den BVB band. Schon am nächsten Tag musste der 25 Jahre alte Spanier erst einmal warten, ehe er in das Duell mit den zuletzt formstarken Mainzern eingreifen konnte. Trainer Favre hatte auf der Mittelstürmerposition zunächst Mario Götze, den deutschen WM-Helden von 2014, vorgezogen, der mit seiner Wendigkeit und Finesse am Ball erste Lücken in der Mainzer Viererabwehr aufspüren sollte.

          Die frechen Rheinhessen hatten sich für das Spiel gegen den Klassenprimus etwas ausgerechnet. „Dortmund ist keine Übermannschaft“, hatte Trainer Sandro Schwarz vorher gesagt, „es gibt auch Phasen, in denen man sie knacken kann.“ Dazu kam es in der ersten Hälfte zwar nicht, doch nach einem etwas zögerlichen Beginn boten die Mainzer dem Favoriten zumindest die Stirn. Mit ihrer Präsenz im Mittelfeld, ihrer Zweikampfstärke in allen Mannschaftsteilen und der nach den Siegen gegen Bremen und in Freiburg gestärkten Courage unterband der Außenseiter immer wieder den Spielfluss der Westfalen.

          Nur in den ersten zehn Minuten riss der BVB mit seinem Tempofußball das Spiel an sich und besaß durch die Kofbälle von Zagadou (4.) und Reus (10.) zwei gute Torgelegenheiten. Danach verwickelten die Mainzer den Tabellenführer immer wieder in teils hart geführte Duelle, die nicht selten die robustere Mannschaft für sich entschied. Zweimal musste Torhüter Bürki, genesen von muskulären Problemen, sein großes Können zeigen, als er gegen Mateta rettete (20.) und einen Schuss von Aaron (27.) parierte. Genauso spektakulär zeigte sich der Mainzer Schlussmann Zentner bei einem Distanzschuss von Witsel, dem vor der Pause besten Borussen, auf dem Posten.

          Das oft britisch anmutende Kampfspiel wogte auch nach der Pause hin und her. Große Chancen aber blieben hüben wie drüben erst einmal aus. So war es folgerichtig, dass Favre seinen Torjäger Alcácer (64.) für den eher bemühten Götze einwechselte. Ein goldener Griff - wieder einmal. Schon zwei Minuten später zeigte dieser Angreifer seine gerühmten Blitzstarterqualitäten. Zum ersten Mal standen die Mainzer bei einem Konter über Sancho und Reus blitzblank da, so dass der vom FC Barcelona gekommene Vollstrecker den Ball nur noch einnetzen musste.

          Doch die Mainzer zeigten sich unbeeindruckt. Drei Minuten später vollendete Quaison einen von Witsel unglücklich abgefälschten Pass des Innenverteidigers Hack zum 1:1. Die Rheinhessen beflügelte das Erfolgserlebnis, so dass Mateta dicht vor dem Führungstreffer war. Sein Kracher aber verfehlte das Tor haarscharf. Genauer zielte der Dortmunder Piszczek bei seinem Heber von der Strafraumgrenze, der von der Latteninnenkante ins Tor sprang. Abermals lag der BVB vorn. Und diesmal brachte die Borussia ihren Vorsprung nach einem vorzüglichen Bundesligaspiel ins Ziel.

          Der Dortmunder Jubel zum Schluss steigerte sich noch, als das Düsseldorfer 3:3 in München eingeblendet wurde. So blieb der Eindruck haften, dass in Mainz ein Team in Richtung Meisterschaft stürmt, weil der Titelverteidiger schon früh in der Saison ins Taumeln geraten ist.

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