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2:1 in Bochum : Van Nistelrooy erzwingt späten Hamburger Sieg

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Hamburger Retter: Ruud van Nistelrooy verhilft dem HSV spät zum Sieg in Bochum Bild: REUTERS

Lange sieht es in Bochum nach einem Remis aus, dann zwingt der Hamburger Torjäger van Nistelrooy VfL-Verteidiger Johansson zum Eigentor. Der Niederländer ermöglicht den 2:1-Sieg - der HSV ist Sechster. Zuvor treffen Tesche und Dedic.

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          Vor dem gelungenen Europapokal-Rückspiel in Lüttich hatte Bruno Labbadia, der umstrittene Trainer des Hamburger SV, rund um seinen Klub eine Stimmung „wie beim Tabellenachtzehnten“ ausgemacht. Ganz so schlimm mag es nach dem Einzug ins Halbfinale der Europa League nicht mehr sein.

          Aber so amüsant die Auftritte auf internationalen Bühnen für Hanseaten auch sein mögen - in der Bundesliga tun die Hamburger sich schwer. Eine Woche nach dem torlosen Unentschieden gegen Hannover reichte es dank des Treffers von Robert Tesche (18. Minute) und des Eigentors des Bochumer Verteidigers Johansson, der den Schuss von HSV-Torjäger Ruud van Nistelrooy aus kurzer Distanz ins eigene Netz lenkte (88.), beim VfL Bochum aber immerhin zu einem Arbeitssieg über einen Abstiegskandidaten. „Wir haben uns das Glück erarbeitet“, sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia. „Wir haben auf Risiko gespielt und sind dafür belohnt worden.“

          Nach dem 2:1 über die Westfalen, für die Zlatko Dedic (32.) traf, behält der HSV den sechsten Tabellenplatz, der höchstwahrscheinlich ein europäisches Startrecht beschert. Die Bochumer blieben zum achten Mal nacheinander ohne Sieg und müssen mehr denn je in dieser Saison um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga bangen. „Die Niederlagenserie nervt. Aber so wie die Mannschaft heute aufgetreten ist, das sollte uns Mut machen“, sagte VfL-Sportvorstand Thomas Ernst.

          Kollektiver Jubel II: Bochum glich wenig später durch Dedic (Mitte) wieder aus

          Im dritten Versuch gelingt Dedic der Ausgleich

          Nachdem die Hamburger ihre holprige Anfangsphase unbeschadet überstanden hatten, schien das Spiel sich in ihrem Sinne entwickeln, zumindest dem Ergebnis nach. Robert Tesche verwertete einen Eckstoß mit Köpfchen und brachte die Norddeutschen in Führung. Die Bochumer waren nach forschem Beginn (und einem Warnschuss von Epalle) rasch wieder in altbekannte spielerische Schwächen verfallen.

          Der HSV wusste das aber nicht auszunutzen. Mladen Petric vergab aus kurzer Entfernung die Chance, den Vorsprung auszubauen. Auf der anderen Seite gelang es dem Bochumer Mittelfeldspieler Dedic allmählich, sich auf den genügsam wirkenden Gegner einzuschießen.

          Im dritten Versuch gelang dem Slowenen mit einem Volleyschuss der Ausgleich. Zuvor hatte er zunächst knapp über das Ziel hinausgeschossen und dann den Pfosten getroffen. Die Hamburger passten sich dem niedrigen Niveau der westfälischen Abstiegskämpfer an und brachten den VfL wieder ins Spiel.

          Kein Kreativitätsschub, aber ein später HSV-Tor

          Kurz nach der Pause verpasste Dedic eine Hereingabe von Holtby - Torwart Rost hätte nicht mehr eingreifen können. Das war aber auch nicht nötig, weil der Ball zu scharf geschlagen war und seinen Adressaten nicht erreichte. Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Labbadia Mittelfeldspieler Piotr Trochowski eingewechselt, der nicht gerade als Günstling seines Trainers gilt.

          Ein großer Kreativitätsschub resultierte nicht aus diesem Wechsel. Der HSV vermochte den Abstiegskandidaten nicht zu beherrschen. Dennoch gelang Ruud van Nistelrooy, der zuvor eine große Möglichkeit vergeben hatte, kurz vor Schluss im „Zusammenspiel“ mit dem Bochumer Abwehrspieler Johansson noch der Siegtreffer.

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