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2:1 gegen Wolfsburg : Berlin kommt in Schwung

  • Aktualisiert am

Okoronkwo feiert seinen Siegtreffer für Hertha Bild: ddp

Hertha BSC kommt unter Trainer Lucien Favre immer besser in Tritt und hat nach einer starken Leistung den Sprung ins gesicherte Mittelfeld geschafft. Die Berliner bezwangen den VfL Wolfsburg 2:1.

          „Hertha Brasil“ hat mit dem vierten Star vom Zuckerhut den zweite Heimsieg der neuen Saison gefeiert. Beim Debüt des 3,5 Millionen Euro teuren Stürmers André Lima bezwang der Berliner Fußball- Bundesligist am Samstag „Lieblingsgegner“ VfL Wolfsburg mit 2:1 (1:0).

          Den entscheidenden Treffer aber markierte nicht der 22-jährige Neuzugang von Botafogo Rio de Janeiro, sondern Ersatzmann Solomon Okoronkwo (88.) mit einem überraschenden 20-Meter-Drehschuss. „Ich habe ihm gesagt, geh' raus und mach' das Tor“, berichtete Hertha-Coach Lucien Favre von der Einwechslung seines Matchwinners, der zu seinem zweiten Saisontor traf. Damit kam der Hauptstadt-Club zum Heimsieg gegen Wolfsburg nacheinander.

          Magath wehrt sich gegen Kritik

          Marko Pantelic hatte mit seinem 26. Tor im 63. Bundesliga-Spiel die Führung erzielt, dem Ex-Berliner Ashkan Dejagah (61.) gelang das 1:1. „Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir gezeigt, dass wir besser spielen können. Allerdings war der Ausgleich schon wieder genug“, kritisierte VfL-Coach Felix Magath seine Akteure. Gegen den Vorwurf eines Fehlstarts trotz Rekord-Investitionen von angeblich 30 Millionen Euro wehrte sich Magath allerdings vehement: Erstens sei es „dummes Zeug“, dass das Team für 30 Millionen verstärkt worden sei. Zudem wurde „die Mannschaft verändert, ohne dass ich Einfluss darauf hatte“, betonte der Trainer und ergänzte: „Zehn Spieler waren schon verkauft, drei eingekauft, ehe ich kam.“ Von Unruhe sei der VfL weit entfernt.

          Wolfsburgs Torhüter Simon Jentzsch ist geschlagen - 1:0 für Hertha BSC

          Hertha BSC verhinderte nach zwei Auswärts-Pleiten mit dem zweiten Saisonsieg vor 42 079 Fans im Olympiastadion nicht nur den befürchteten Fehlstart, sondern demonstrierte in Hälfte eins schon phasenweise den von Trainer Lucien Favre geforderten direkten Offensiv-Stil. „Das war fast perfekter Fußball“, fand Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Der Ungar Pal Dardai setzte mit einem 122 km/h schnellen 25-Meter-Gewaltschuss ans Lattenkreuz das erste Achtungssignal (16.). Wenig später parierte VfL- Keeper Simon Jentzsch einen Pantelic-Schuss aus Nahdistanz (20.). Doch als nach einer weiten Eingabe von Sofian Chahed VfL-Innenverteidiger Jan Simunek in den Tiefschlaf verfallen war, markierte der Serbe mit einem herrlichen Flugkopfball die Berliner Führung.

          Okoronkwo trifft im Endspurt

          Die ohne den gesperrten Josué und den noch nicht spielberechtigten Grafite angetretenen Gäste zeigten sich lange zu inaktiv, steigerten sich aber nach dem Wechsel erheblich. Vor allem der Ex-Herthaner Marcelinho, nun Wolfsburger Kapitän, kam kaum ins Spiel. Weit mehr wie Brasilianer agierten die Herthaner, die über den agilen Patrick Ebert sowie die beiden brasilianischen Antreiber Gilberto und Lucio ihr Kurzpass-Spiel aufzogen. Doch die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte.

          So kam das Team von VfL-Coach Felix Magath nach der Pause noch zur Ausgleichs-Chance. Zunächst verzog der Ex-Berliner Dejagah aus 30 Metern knapp (51.), dann nutzte Jacek Krzynowek einen Fehler von Hertha- Keeper Jaroslav Drobny nicht (56.). Doch nach einem weiteren Versuch von Marcelinho und zu kurz abgewehrter Ecke schoss Dejagah aus 20 Metern ein. Als schon alles mit dem ersten Wolfsburger Punktgewinn in Berlin nach fast fünf Jahren rechnete, traf Okoronkwo frech ins VfL-Gehäuse.

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