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2:1 gegen Nürnberg : Mönchengladbach enteilt den Abstiegsplätzen

  • Aktualisiert am

Keine Freunde fürs Leben: FCN-Torwart Schäfer (r.) und Schiedsrichter Meyer Bild: dpa

Nürnberg steckt weiter tief im Keller der Fußball-Bundesliga. In Mönchengladbach verloren die Franken mit 1:2. Colautti brachte die Borussia in Führung, Bunjaku glich aus - ehe Friend den umstrittenen Siegtreffer erzielte. Die Borussia ist nun Elfter.

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          Der 1. FC Nürnberg bleibt im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. Zum Auftakt des 22. Spieltages unterlagen die Franken am Freitag mit 1:2 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach und scheiterten abermals beim Versuch, den 17. Tabellenplatz zu verlassen. Vor 34.297 Zuschauern im Borussia-Park waren Roberto Colautti (27. Minute) und der eine Minute zuvor eingewechselte Rob Friend (74.) für Gladbach erfolgreich.

          Für Nürnberg traf Albert Bunjaku (47.). Die Hausherren konnten durch ihren achten Saisonsieg die Abstiegszone weit hinter sich lassen. „Unter dem Strich war der Sieg verdient“, sagte Borussia-Trainer Michael Frontzeck. „In der ersten Halbzeit waren wir sehr dominant, dann wurde es ein offenes Spiel. Es war bis zum Schluss eng.“

          Frontzeck musste sein Team auf mehreren Positionen umstellen. Marcel Meeuwis übernahm im defensiven Mittelfeld die Position von Thorben Marx, der wegen einer Oberschenkelverletzung passen musste. Für Tobias Levels (Gelbsperre) rückte Verteidiger Tony Jantschke erstmals in dieser Saison in die Startformation.

          Der Gladbacher Friend (Mitte) erzielte den Siegtreffer zum 2:1
          Der Gladbacher Friend (Mitte) erzielte den Siegtreffer zum 2:1 : Bild: ddp

          „Ich frage mich, wieso die Schiedsrichter das nicht gesehen haben

          Nürnbergs Coach Dieter Hecking vertraute der Elf, die eine Woche zuvor mit 1:2 gegen den VfB Stuttgart verloren hatte. Auch Torwart Raphael Schäfer, der unter der Woche wegen einer Fleischwunde an der Wade pausierte, stand wieder zur Verfügung. Der Schlussmann war auch in die strittigste Szene der Partie involviert: Vor dem 2:1 der Gladbacher wurde Schäfer im Fünf-Meter-Raum von Karim Matmour attackiert.

          „Ein klares Foul“, schimpfte der „Club“-Keeper. „Ich frage mich, wieso die Schiedsrichter das nicht gesehen haben.“ Auch Hecking monierte eine „ganz klare Fehlentscheidung“. Mönchengladbach erarbeitete sich mehr Spielanteile und die besseren Chancen. Ein Schuss von Colautti (4.) strich aber am Tor vorbei, ehe Raul Bobadilla (11.) aus kurzer Distanz ebenfalls daneben zielte.

          Die Nürnberger agierten zunächst zu verhalten, um die Gladbacher Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Stattdessen nutzte die Borussia die Defizite in der Gäste-Verteidigung zur Führung. Bobadilla vergab zwar eine weitere Torchance (26.), doch im Anschluss an eine feine Einzelleistung von Marco Reus musste Colautti nur noch zum 1:0 einschieben. In einem zerfahrenen Match stellten die Gastgeber auch in der Folge die ballsicherere Elf und ließen Nürnberg nur wenig Raum zur Entfaltung.

          Nürnberg kommt besser aus der Kabine - und gleicht gleich aus

          Die Franken waren bemüht, bei Minustemperaturen aber auch einfallslos. Die Gäste erspielten sich im ersten Durchgang keinerlei Torszenen und versuchten sich nur in harmlosen Distanzschüssen. Hecking reagierte auf die desolate Vorstellung seiner Mannschaft und brachte nach der Pause in Mike Frantz und Marcel Risse frische Kräfte, die das Nürnberger Spiel belebten.

          Der „Club“ kam besser aus der Kabine und erzielte durch Bunjaku, der nach einem Freistoß von Risse am schnellsten reagierte, den Ausgleich. Gladbach blieb zwar das dominantere Team, ließ aber die Durchschlagskraft vermissen. Einen Schuss von Colautti (50.) konnte Schäfer ebenso parieren wie einen gefährlichen Kopfball von Roel Brouwers (53.). Nürnberg intensivierte die Ballsicherung und setzte auf Konter, die allerdings nicht präzise genug ausgespielt wurden. Auf der Gegenseite scheiterte Juan Arango an Schäfer (64.), ehe dem Kanadier Friend nach Flanke von Jantschke das 2:1 gelang.

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