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2:1 gegen Kaiserslautern : Choupo-Moting versöhnt die Hamburger Fans

  • -Aktualisiert am

Auftrag ausgeführt: Choupo-Moting macht den Erfolg für den HSV perfekt Bild: dpa

Der Sieg für den HSV ist schmeichelhaft: Lakic trifft schon früh für Kaiserslautern. Danach verpassen die Pfälzer weitere Tore. Weit in der zweiten Hälfte gleicht Kacar aus. Dann macht ein echter Hamburger Jung' den Erfolg perfekt.

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          Er ist ein Hamburger Jung', und deswegen werden seine Tore besonders bejubelt: als Maxim Choupo-Moting den Hamburger Siegtreffer in der 84. Minute gegen den 1. FC Kaiserslautern schoss, kochte die Arena. Choupo-Motings Treffer war das Tor zum Sieg - zu einem Sieg, der sehr schmeichelhaft war, denn der Gegner war lange Zeit die bessere Mannschaft und hatte durch Lakics Treffer in der dritten Minute geführt, ehe Kacar für den HSV ausglich (69.).

          Der erste Erfolg nach vier sieglosen Spielen lässt den Hamburger Trainer Armin Veh wieder ruhiger arbeiten, zuletzt war die Kritik an seiner Arbeit gewachsen. Doch hätte der FCK seine Chancen genutzt, wäre er der Sieger gewesen. „Aber am Ende hat sich unser Wille durchgesetzt“, sagte Choupo-Moting. „Uns hat auch das Glück gefehlt“, sagte der Lauterer Trainer Marco Kurz.

          Die Zuschauer verloren schnell die Geduld. Nach zwanzig Minuten riefen sie: „Aufwachen, aufwachen!“, nach 35 Minuten „Wir wollen euch kämpfen sehen“ - es war nicht überraschend, dass das Publikum die Spieler des HSV mit lauten Pfiffen in die Kabine entließ. Nach der schwächsten ersten Halbzeit in Trainer Armin Vehs Amtszeit hätte sich der HSV nicht wundern dürfen, höher als nur 0:1 zurückzuliegen.

          Lakic hatte den 1. FC Kaiserslautern früh mit einem Freistoß in Führung gebracht
          Lakic hatte den 1. FC Kaiserslautern früh mit einem Freistoß in Führung gebracht : Bild: AFP

          Van Nistelrooy versucht viel, trifft aber nicht

          Der FCK zeigte gepflegten Konterfußball und war auch beim Kombinieren aus dem Spiel heraus viel gefährlicher. Ärgern mussten sich allerdings nicht nur die, die den Norddeutschen die Daumen drücken, sondern auch Trainer Marco Kurz, dass seine Mannschaft nur ein Tor geschossen hatte. Denn Martin Amedicks Kopfball nach einer Freistoßflanke des starken Tiffert prallte gegen den Pfosten (42. Minute).

          Rost war bei der zweitbesten Lauterer Chance im Mittelpunkt, als er den Ball nach einem schlampigen Rückspiel Westermanns Ilicevic in die Füße spielte. Dessen Schuss flog aber an die Latte (20.). So gab es nur den einen, frühen Treffer der Pfälzer aus der dritten Minute. Westermann, in diesem Spiel überfordert als Abwehrchef, foulte 22 Meter vor dem Tor Ilicevic, nachdem Rincon zuvor energisches Eingreifen vermissen ließ. Den fälligen Freistoß hob Lakic gekonnt unter die Latte.

          Der HSV brauchte lange, um irgendetwas Vorzeigbares hinzubekommen. Zu wenig Druck und Tempo kam aus dem Hamburger Mittelfeld, wo sich Choupo-Moting und Pitroipa wirkungslos als Regisseure abwechselten. Nach 25 Minuten fand der HSV besser ins Spiel, und Ruud van Nistelrooy kam zu drei guten Chancen: einmal traf er den Pfosten, einmal verpasste er Zé Robertos Hereingabe und einmal köpfte der Holländer aus ein paar Metern Entfernung daneben.

          Nach der Pause bekam der Niederländer seine vierte Möglichkeit: dieses Mal versuchte er es mit einem Seitfallzieher. Der Ball flog an den Pfosten. Der HSV war jetzt endlich etwas mutiger und drängte Lautern in die eigene Hälfte; vor allem die nominell so starke linke Seite mit Zé und Elia wurde besser, so dass der eingetauschte Kacar die Flanke Zés in der 69. Minute ins Lauterer Tor drückte. Nach feiner Vorarbeit Pitroipas traf dann Choupo-Moting und versöhnte die HSV-Fans.

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