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2:1 gegen Freiburg : Die Eintracht bleibt spitze

  • -Aktualisiert am

Das Siegtor: Alex Meier trifft aus dem Stand per Kopf zum 2:1 für die Eintracht Bild: REUTERS

Eintracht Frankfurt bleibt ungeschlagen:Beim 2:1 gegen den SC Freiburg dreht Alex Meier mit seinen beiden Toren das Spiel. Zuerst trifft er wuchtig aus der Drehung und dann ganz abgeklärt per Kopf.

          2 Min.

          Die Frage, wie der so famos in die Saison gestartete Aufsteiger Eintracht Frankfurt damit umgeht, zum ersten Mal eine Partie als großer Favorit zu bestreiten, beantworteten die Hessen am Sonntag mit einem am Ende stürmisch eroberten 2:1 gegen den SC Freiburg. Es war der fünfte Sieg im sechsten Spiel der Saison. Verantwortlich für das Endergebnis waren die Torschützen Julian Schuster (50. Minute) und Alexander Meier, der in der 67. und in der 73. Minute traf und die Partie damit drehte.

          Große Laufbereitschaft und Verbissenheit

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Unternehmen Höhenflug und seine Fortsetzung gingen die Hessen mit exakt jener Formation an, die unter der Woche dem deutschen Meister Borussia Dortmund ein 3:3 abgetrotzt hatte - allerdings wurde es erst einmal ein ganz anderes Spiel als das gegen den BVB. War dieses offensive Feuerwerk eine der unterhaltsamsten Partien der gesamten Spielzeit, so entwickelte sich das Duell mit dem Sportclub zu einem zähen Ringen um wenigstens einen kleinen Vorteil, der zu einem Tor hätte führen können. Die Frankfurter hatten etwas mehr Ballbesitz, aber die Breisgauer verteidigten so engagiert, dass kein großer Unterschied zwischen dem Tabellenzweiten und dem Gegner aus dem unteren Mittelfeld festzustellen war. „Wir müssen vor allem gut verteidigen“, hatte SC-Trainer Christian Streich vor dem Spiel gesagt, und bei diesem Satz schwang eine gehörige Portion Respekt vor der neuerdings so spielstarken Eintracht mit. Weil es seiner Mannschaft gelang, die Vorgabe mit großer Laufbereitschaft und Verbissenheit in den Zweikämpfen umzusetzen, wurde es für beide Seiten ein Geduldsspiel.

          Bis zur Pause wechselten sich die Gegner, auch was die Torchancen betraf, akkurat ab - auch das sprach für die Ausgeglichenheit. Erst kamen die Freiburger zu einer Möglichkeit durch Kapitän Julian Schuster, der eine interessante Freistoßvariante vorangegangen war, dann prüfte der andere Kapitän, Eintracht-Anführer Pirmin Schwegler, SC-Keeper Oliver Baumann mit einem direkten Freistoß - das eine passierte in der 9., das andere in der 16. Minute. Ähnlich verhielt es sich mit den Chancen ohne Standardsituation: Takashi Inui scheiterte für die Frankfurter nach einem rasanten Konter allein vor Baumann, und in ebendieser 27. Minute traf Daniel Caligiuri das Außennetz des Frankfurter Tores. In der Addition war die Eintracht in jedem Punkt besser - allerdings nur ein wenig.

          Eleganter Schuss aus der Drehung

          Darum scherten sich die Freiburger nach dem Wechsel allerdings wenig, denn sie nutzten ihre erste Chance zur Führung. Dass Max Kruse einen von Eintracht-Torwart Trapp abgewehrten Ball verwertete, war trotz des Spielverlaufs zuvor nicht überraschend: Der Neuzugang vom FC-St. Pauli erzielte schon seinen dritten Treffer in dieser Spielzeit und ist damit der mit Abstand treffsicherste Mann seines Teams. Weil Schuster Keeper Trapp danach bei einem Fernschuss zu einer Glanztat zwang (58.), war die Führung plötzlich nicht mehr ganz so unverdient. Allerdings reagierte die am Ende immer stürmischere Eintracht, wie es einer Spitzenmannschaft gebührt: Erst erzielte Inui einen Treffer, der zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt wurde (66.), dann traf eine Minute später Meier nach schöner Ballannahme im Strafraum mit einem eleganten Schuss aus der Drehung. Dass es sein großer Tag werden würde, deutete sich in der 73. Minute an, als er nach einer Ecke per Kopf zum 2:1 traf. In der Nachspielzeit verlor Freiburg neben den Punkten noch Einwechselspieler Karim Guede, der nach einem üblen Tritt gegen Zambrano die Rote Karte sah.

          Bilderstrecke

          Für die Eintracht war Platz zwei in der Tabelle ohnehin nie in Gefahr, aber es zeigte sich, dass Trainer Armin Veh die Herausforderungen an seine Mannschaft gut einzuschätzen weiß. Freiburg werde schwieriger als Dortmund, hatte er gesagt, in dem einen Spiel gab es nichts zu verlieren, in dem anderen sehr wohl. Die Seinen reagierten wie eine Klassemannschaft - was sie derzeit nicht nur im Bild der Tabelle auch sind.

          Eintracht Frankfurt - SC Freiburg 2:1 (0:0)

          Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode (89. Lanig) - Aigner, Meier, Inui (85. Celozzi) - Hoffer (54. Matmour)
          SC Freiburg: Baumann - Mujdza, Ginter, Diagne, Sorg - Makiadi, Schuster (77. Flum) - Schmid (82. Dembélé), Caligiuri - Kruse, Freis (73. Guédé)
          Schiedsrichter: Brych (München)
          Zuschauer: 49.300
          Tore: 0:1 Kruse (50.), 1:1 Meier (67.), 2:1 Meier (73.)
          Gelbe Karten: Schwegler (2) / Caligiuri (2), Makiadi (1), Schuster (2)
          Rote Karten: - / Guédé (90.+1/grobes Foulspiel)

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