https://www.faz.net/-gtm-9lqnq

2:1 gegen Freiburg : Bremen schnuppert Europa-Luft

  • Aktualisiert am

Die Begeisterung in Bremen hält an. Bild: dpa

Mit dem Freiburger Anschlusstreffer wird es kurz vor Schluss noch einmal knapp für Werder Bremen. Doch nach Toren von Klaassen und Gebre Selassie reicht es für drei Punkte und Tabellenplatz sechs – zumindest bis Sonntag.

          Werder Bremen hat dank zweier später Treffer wieder einen Europa-League-Platz erobert. Davy Klaassen (76. Minute) und Theodor Gebre Selassie (84.) erzielten am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim 2:1 (0:0) gegen den SC Freiburg die Treffer für die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt. Durch den zwölften Saison-Erfolg kletterten die Bremer mit 46 Punkten auf Platz sechs. Für die ersatzgeschwächten Freiburger konnte Luca Waldschmidt (90.+3) lediglich verkürzen. Das Team von Trainer Christian Streich bleibt mit 32 Zählern auf Platz 13.

          Bundesliga
          ANZEIGE

          Die Bremer wollten vor 41.000 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion von Beginn an die Euphoriewelle der vergangenen Wochen nutzen. Der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals und die Vertragsverlängerungen der Leistungsträger Maximilian und des gegen Freiburg kurzfristig fehlenden Johannes Eggestein (muskuläre Probleme) unter der Woche machten sich allerdings lange Zeit nicht bemerkbar. Lediglich ein Kopfball von Milos Veljkovic nach einer Bremer Ecke sorgte für Gefahr (5. Minute).

          Freiburg war nach dem 0:5-Debakel vom vergangenen Spieltag beim FSV Mainz 05 vorerst auf eine sichere Defensive bedacht. Die Abwehr, in der erstmals die Brüder Nico (19) und Keven (21) Schlotterbeck gemeinsam in der Dreierkette aufliefen, wirkte deutlich stabiler als zuletzt. In der Offensive war vorerst nur ein Schuss von Pascal Stenzel nach 14 Minuten erwähnenswert. Das Fehlen von Torjäger Nils Petersen (Muskelfaserriss) machte sich einmal mehr bemerkbar. Für den ehemaligen Bremer kam die Partie an seiner alten Wirkungsstätte noch zu früh.

          Zehn Minuten vor der Pause wurde das Spiel etwas lebhafter. Ein Freistoß von Milot Rashica ging knapp über das Freiburger Tor. Dann zeigte SC-Keeper Alexander Schwolow seine Stärken. Erst lenkte er einen Kopfball des zuvor unauffälligen Bremer Kapitäns Max Kruse zur Ecke. In der 38. Minute war es wieder Kruse, der Schwolow mit einem Schuss aus 18 Metern prüfte. Freiburg hatte zuvor den Werder-Star vor allem durch Amir Abrashi gut im Griff.

          Auch Freiburg kam vor dem Seitenwechsel noch gefährlich vor das Werder-Tor. Zwei Treffer fanden wegen Abseits zurecht keine Anerkennung von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus. Ein Schlenzer von Vincenzo Grifo ging knapp am langen Eck vorbei.

          Werder musste die zweite Halbzeit ohne Torhüter Jiri Pavlenka beginnen. Der Tscheche verletzte sich bei einer Rettungstat in der 35. Minute und wurde nach der Pause durch Stefanos Kapino ersetzt. Die erste Chance im zweiten Durchgang hatte die Mannschaft des griechischen Keepers. Eine lange Flanke von Rashica legte Klaassen an Schwolow vorbei, doch Keven Schlotterbeck klärte vor der Linie.

          Danach entwickelte sich ein offenes Spiel. Werder versuchte viel und brachte Sturm-Oldie Claudio Pizarro. Doch Freiburg verteidigte weiter klug. Tormöglichkeiten gab es kaum. SC-Angreifer Florian Niederlechner kam nach 71 Minuten frei zum Schuss, doch Werders Keeper Kapino parierte sicher.

          Als es nach einem torlosen Remis aussah, sorgte Klaassen doch noch für die Führung. Einen Pass von Rashica köpfte der Niederländer mit Hilfe des Freiburgers Nico Schlotterbeck ins Netz (76.). Gebre Selassie erhöhte acht Minuten später ebenfalls per Kopf auf 2:0. Der Anschlusstreffer durch Waldschmidt in der Nachspielzeit kam für die Breisgauer zu spät.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Lichtverschmutzung : Der helle Wahnsinn

          Die Nacht verschwindet und mit ihr zahlreiche Tierarten. Dabei wäre es so einfach, das Licht in den Städten zu dimmen, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Wie der Wandel gelingen kann, führt die Sternenstadt Fulda vor.

          Shitstorm des Tages : Ein „Aufstand der Generäle“ als Rohrkrepierer

          Uwe Junge ist rhetorisch kampferprobt. Gegen die neue Verteidigungsministerin fährt der AfD-Politiker und ehemalige Stabsoffizier ganz großes Geschütz auf. Doch der Schuss geht nach hinten los. Übrig bleibt geistiges Brandstiftertum.
          Der neue Vorsitzende der Tories? Boris Johnson in Maidstone

          FAZ Plus Artikel: Mit neuem Tory-Vorsitz : Der Deal ist so gut wie tot

          Im andauernden Machtkampf um die Parteispitze der Konservativen wird deutlich: Der ausgehandelte Deal ist kaum noch zu retten. Boris Johnson spielt stattdessen öffentlich mit dem Gedanken an einen Austritt ohne Abkommen – um der EU zu drohen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.