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2:1 gegen Freiburg : Augsburgs historische Serie

  • -Aktualisiert am

Der FC Augsburg freut sich über den dritten Sieg in Serie - das gab es noch nie Bild: dpa

Freiburg findet vor der Premiere in der Europa League nicht in die Spur. Augsburg indes dreht das Spiel durch ein spätes Tor von Werner zum 2:1-Sieg - und schafft Historisches.

          2 Min.

          Der Sportclub Freiburg hat sich kurz vor seiner Premiere in der Europa League am kommenden Donnerstag gegen Slovan Liberec (21.05 Uhr / Live im Europa-League-Ticker bei FAZ.NET) in größere Schwierigkeiten gebracht und beim FC Augsburg 1:2 verloren – was bedeutet, dass der Tabellenfünfte der vergangenen Saison aktuell nahe dem Tabellenende verharrt und einfach nicht in die Spur findet.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Augsburg dagegen hat nach den Toren von Admir Mehmedi in der 46. Minute für Freiburg, von Halil Altintop (62.) und Tobias Werner (89.) Historisches geschafft: Es war der dritte Sieg für das Team von Trainer Markus Weinzierl nacheinander. Das gelang dem Klub in der ersten Liga noch nie.

          Beide Mannschaften waren mit Rückenwind in diese Partie gestartet, denn sie hatten sich nach einem durchwachsenen Saisonstart zuletzt selbst Mut gemacht – Freiburg mit zwei Unentschieden vor der Länderspielpause, Augsburg sogar mit zwei Siegen in Serie. Es war also ein Duell mir breiter Brust auf beiden Seiten.

          Davon war allerdings bei den Freiburgern wenig zu spüren. Nach den vielen Abgängen, dem Einbau einiger neuer Spieler und der Beförderung vormaliger Ergänzungsspieler zu Stammkräften tut sich die Mannschaft von Trainer Christian Streich immer noch schwer. Augsburg erinnerte schon eher an seine famose Rückrunde der vergangenen Saison, der FC war so etwas wie der Punktsieger im ersten Durchgang.

          Augsburg und Freiburg begegnen sich auf Augenhöhe - am Ende siegen die Schwaben

          Er setzte etwas mehr Leidenschaft der etwas größeren Spielstärke des Gegners entgegen und kam so zu den besten Chancen der Partie. Holzhauser scheiterte in er 8. Minute an Baumann, Werners Ablage per Kopf wurde gerade noch abgeblockt (13.), und Ginter rettete im letzten Moment vor Mölders (24.).

          Freiburg konnte froh sein, nicht früh in Rückstand zu geraten. Andererseits: Augsburg schießt in dieser Saison wenig Tore, . Dieses Manko war auch gegen Freiburg lange zu erkennen.

          Eine neue Dramaturgie im Spiel

          Die Freiburger brauchten nur wenige Sekunden, um nach der Pause in einen neuen Modus zu schalten. Der gerade erst eingewechselte junge Schweizer Mehmedi, einer der neuen Spieler von Streich, nutzte ein Zuspiel von Freis und einen Aussetzer der Augsburger Innenverteidigung zum 0:1. Effektiver ging es kaum für den Sportclub.

          Das Spiel hatte nun eine neue Dramaturgie, die Heimmannschaft rannte wütend gegen den Rückstand an, Freiburg hatte mehr Platz zur Entfaltung. Allerdings scherte sich Altintop nach etwas mehr als einer Stunde nicht darum und traf nach einer schnellen Kombination über die linke Seite  zum 1:1.

          Die Trainer Weinzierl (links) und Streich unter Beobachtung

          Dieser Treffer und ein Abseitstor von Mölders wenig später zeigten: Augsburg war am Drücker. Das war auch in der 73. Minute so, als Baier mit einem Volleyschuss an Baumann scheiterte und Klavan nach einer Ecke aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Werners Fernschuss zum 2:1 war am Ende nur konsequent.

          FC Augsburg - SC Freiburg 2:1 (0:0)

          FC Augsburg: Manninger - Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek - Baier - Hahn, Vogt (58. Moravek), Altintop (87. Fetsch), Holzhauser (74. Werner) - Mölders
          SC Freiburg: Baumann - Höfler (46. Höhn), Diagne, Ginter, Sorg - Fernandes, Schuster - Coquelin, Schmid - Guédé (46. Mehmedi), Freis (76. Hanke)
          Schiedsrichter: Dankert (Rostock)
          Zuschauer: 28.453
          Tore: 0:1 Mehmedi (46.), 1:1 Altintop (62.), 2:1 Werner (90.)
          Gelbe Karten: Mölders (1) / Guédé (1), Höfler (2)

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