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2:1 gegen Frankfurt : Werders Aufschwung geht weiter

  • Aktualisiert am

Sanogo zieht am Frankfurter Russ vorbei Bild: dpa

Drei Tage nach der Qualifikation zur Champions League hat Bremen auch in der Liga einen Sprung nach vorne gemacht. Werder gewann 2:1 gegen Frankfurt, die erste Saisonniederlage für die Eintracht.

          Werder Bremen hat den Schwung aus der erfolgreichen Champions-League-Qualifikation in den Alltag der Fußball-Bundesliga mitgenommen und den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Die Hanseaten kamen am Samstag gegen Eintracht Frankfurt zu einem 2:1 (1:0)-Erfolg und fügten den Hessen damit am 4. Spieltag die erste Niederlage zu. Boubacar Sanogo (35. Minute) und Petri Pasanen (79.) erzielten vor 40.983 Zuschauer im Weserstadion die Tore für die Hausherren, Michael Thurk (85.) traf für die Hessen.

          Mit nun sieben Punkten kann sich Werder nach holprigem Saisonstart in der Tabelle wieder nach oben orientieren. Frankfurt bleibt trotz des ersten Rückschlags mit ebenfalls sieben Zählern im oberen Tabellendrittel.

          „Es war wichtig, dass die Mannschaft den Weg der letzten 14 Tage weitergegangen ist. Ich habe viele gute Kombinationen gesehen. Wir sind ruhig geblieben und haben Geduld gehabt. Es ist schön, dass die Mannschaft den Erfolg eingefahren hat“, sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Sein Frankfurter Kollege Friedhelm Funkel zollte dem Gegner Respekt. „Der Sieg von Werder ist verdient, daran gibt es nichts zu rütteln. Wir konnten offensiv nicht umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“, sagte er.

          Diego als Balldirigent

          Bremen bestimmt das Spiel

          Bei Werder Bremen feierte Dusko Tosic auf der linken Abwehrseite sein Bundesliga-Debüt. Der Serbe ersetzte den am Donnerstag zu Hannover 96 abgewanderten Christian Schulz. Ansonsten setzte Werder-Trainer Thomas Schaaf auf die Startformation, die am Mittwoch durch das 3:2 in Zagreb den Einzug in die Champions League geschafft hatte. Der von Schalke 04 verpflichtete Sebastian Boenisch kam zehn Minuten vor Schluss zu seinem ersten Werder-Einsatz. Sein Frankfurter Kollege Friedhelm Funkel hatte keinen Grund, seine am Sonntag gegen Hansa Rostock (1:0) erfolgreiche Formation zu verändern.

          Werder bestimmte von Beginn an das Spiel, versuchte zunächst aber sein Glück mit wenig effektiven langen Pässen auf Hugo Almeida. Der Portugiese vergab in der ersten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten. Besonders in der 18. Minute hätte er sein Team in Führung bringen müssen, scheiterte aber freistehend an Eintracht-Torwart Markus Pröll. Sein Sturmkollege Sanogo hatte zuvor bereits einen Kopfball knapp über das Tor gesetzt (17.). Die Eintracht setzte auf hohe taktische Disziplin und auf Konter. Über den fleißigen Junichi Inamoto wurde Ioannis Anamatidis (29.) freigespielt, doch der Grieche zielte links am Tor vorbei.

          Pasanens Freistoßhammer

          Gerade als die Eintracht mehr Aktivität zeigte, gingen die Bremer in Führung. Ausgerechnet der nur 1,74 Meter kleine Diego gewann an der Strafraumgrenze ein Kopfballduell und Sanogo brachte den Ball im zweiten Versuch zu seinem zweiten Saisontreffer über die Linie.

          Nach dem Seitenwechsel setzte Werder sein Offensivspiel fort. Als Almeida im Laufduell mit Marco Russ zu Fall kam (53.), witterten Schaaf und die Werder-Fans eine Notbremse des Eintracht-Verteidigers, doch Schiedsrichter Herbert Fandel pfiff nicht. Anschließend fand Frankfurt besser ins Spiel. Spychers gefährliche Hereingabe (64.) fand aber keinen Abnehmer und Michael Finks Fernschuss ging knapp vorbei. Pasanens Freistoßhammer hingegen schlug im Eintracht-Tor ein und brachte die endgültige Entscheidung. Daran änderte auch Thurks später Anschlusstreffer nichts mehr.

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