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2:1 gegen Augsburg : Hoffenheimer Herbst-Höhenflug

  • Aktualisiert am

Türöffner: Andrej Kramaric wartet auf Ovationen nach seinem Tor zum 1:0. Bild: dpa

Die TSG Hoffenheim gewinnt auch gegen den FC Augsburg und schafft damit seinen vierten Bundesliga-Sieg in Serie. Trainer Nagelsmann wechselt den richtigen Joker ein.

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          1899 Hoffenheim hat seine Siegesserie gegen den FC Augsburg ausgebaut und sich mit einem 2:1 (0:0) in die Länderspielpause verabschiedet. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf Reiss Nelson in der 84. Minute zum umjubelten Siegtor vor 27.009 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena und ermöglichte dem Champions-League-Club am Samstag den vierten Bundesliga-Sieg nacheinander.

          Bundesliga

          Alfred Finnbogason (69. Minute) hatte zuvor die Führung von Andrej Kramaric (65.) ausgeglichen. In der Tabelle kletterte Hoffenheim damit zumindest bis Sonntag auf Rang fünf, Augsburg steht weiter auf einem Mittelfeldrang.

          Drei Tage nach dem 2:2 in Lyon musste die TSG ohne den am Zeh verletzten Florian Grillitsch antreten. Trainer Julian Nagelsmann entschied sich im letzten von sieben Pflichtspielen binnen 21 Tagen für ein 4-3-3 mit Leonardo Bittencourt und Kerem Demirbay neben Havard Nordveit im zentralen Mittelfeld. In der Reihe davor sollten Joelinton, Adam Szalai und Kramaric wirbeln und schafften das in den ersten Minuten der Partie mit vielversprechenden Szenen. Doch die Ungenauigkeiten beim letzten Pass und im Abschluss, die am Anfang noch zu entschuldigen waren, zogen sich durch die ganze erste Halbzeit.

          Nagelsmann drehte sich deswegen häufig frustriert mit ausgebreiteten Armen zu seiner Bank. Die beste Gelegenheit vergab Szalai zwar erst in der 42. Minute, als er eine Kombination von Demirbay und Nico Schulz aus wenigen Metern am langen Eck vorbei setzte. Doch mit etwas mehr Konzentration hätte Joelinton bereits davor und danach (7./16./45.) für ein Tor sorgen können.

          Trotz der Spielkontrolle der Gastgeber kam der FC Augsburg mit seiner unveränderten Startelf aber selbst immer wieder in gefährliche Räume. Die Schwaben, bei denen der angeschlagene Michael Gregoritsch erst in der Schlussviertelstunde für den verletzten Caiuby spielte, vergaben ihre Gelegenheiten aber noch verschwenderischer als 1899. Nach 15 Minuten setzte Caiuby einen Kopfball neben das Tor, danach zielte Finnbogason nicht gut genug (25.) und schließlich war es Ja-Cheol Koo, der seine Chance nicht nutzte (38.). Richtig ärgerlich für FCA-Trainer Manuel Baum aber waren die ungenau ausgespielten Konter, die Hoffenheims Defensive durch Ballverluste in der letzten Reihe ein ums andere Mal ermöglichte.

          Bezeichnend dann, dass die Hoffenheimer Führung unmittelbar nach einer vergebenen Gelegenheit der Augsburger fiel. Nach Finnbogasons Pfostentreffer gelangte der Ball weniger Sekunden später zu Kramaric, der den Ball nach starker Vorarbeit von Joelinton aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken musste. Der Jubel war noch nicht ganz vorbei, da glich Finnbogason allerdings schon aus. Das Zuspiel von Marco Richter kam im perfekten Moment und der Nationalspieler Islands hob den Ball überlegt über Oliver Baumann ins Tor der Gastgeber. Als alles auf ein Remis hindeutete, brachte Nagelsmann seinen Toptorjäger - und Reiss Nelson enttäuschte ihn nicht. Für den Briten war das 2:1 bereits der sechste Saisontreffer.

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