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2:1 gegen Augsburg : Handball in Hannover

  • -Aktualisiert am

Da muss man schon aufpassen, was man mit seinen Armen und Händen macht Bild: dpa

Augsburg geht durch einen umstrittenen Handelfmeter in Führung. Doch zunächst gleicht Sobiech aus, dann bekommt auch die heimstarke 96-Elf einen Strafstoß für ein Handspiel.

          2 Min.

          Der glückliche Siegtreffer Sekunden vor dem Abpfiff beruhigte die Gemüter nur bedingt. Hannover 96, das sich dank des vierten Heimsieges in dieser Saison in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga etabliert, haderte beim 2:1-Erfolg gegen den frechen FC Augsburg mit so mancher kuriosen Schiedsrichterentscheidung.

          Das 0:1 (51. Minute) für die Augsburger durch einen Handelfmeter von Paul Verhaegh war durch ein umstrittenes Handspiel von Salif Sané entstanden. Mitten im Ärger um den Unparteiischen Christian Dingert kam Hannover durch den Polen Artur Sobiech in der 60. Minute zum Ausgleich. Dass es sogar noch zum Siegtreffer reichte, war einem weiteren Kuriosum zu verdanken.

          Nach einem angeblichen Handspiel des Augsburger Spielers Matthias Ostrzolek gab es einen zweiten Elfmeter, den der Ungar Szabolcs Huszti Sekunden vor dem Abpfiff verwandeln konnte. Später wurde über die Interpretation der Regel zum passiven Handspiel heiß debattiert. „Es ist schlecht, dass wir so früh in der Saison darüber diskutieren müssen. Es bedeutet, dass diese Regel nicht funktioniert“, sagte 96-Trainer Slomka. Ähnlich sah es der Augsburger Manager Reuter.

          Die 39.200 Zuschauer, von denen die deutliche Mehrheit zur Halbzeit ein Pfeifkonzert angestimmt hatte, sahen eine Partie mit wenigen Höhepunkten und erschreckend vielen Fehlentscheidungen von Dingert. Der Schiedsrichter und seine Assistenten brachten 96-Trainer Mirko Slomka an der Außenlinie im Minutentakt in Rage.

          Augsburg ging durch einen Elfmeter von Verhaegh (links) in Führung
          Augsburg ging durch einen Elfmeter von Verhaegh (links) in Führung : Bild: dpa

          Aber mit dem Lamentieren und Protestieren gegen den Unparteiischen, an dem sich kurioserweise sogar der Stadionsprecher beteiligte, brachte sich der Heimklub auch um die nötige Konzentration für bessere Leistungen. Von der bisherigen Dominanz im eigenen Stadion, mit der Hannover 96 in dieser Saison schon zu drei Heimsiegen gekommen war, blieb wenig übrig. In der ersten Halbzeit zeigten die Augsburger sogar die besseren Ansätze.

          Es waren Unzugänglichkeiten, welche die Augsburger um ein weiteres Erfolgserlebnis nach ihrem viel versprechenden Saisonstart brachten. Vor dem 1:1 waren ihr Torhüter Alexander Manninger und Verteidiger Ragnar Klavan zusammengeprallt, so dass Sobiech den Ball völlig unbedrängt einschieben konnte. Dem schwachen Klavan war kurz danach auch noch ein Handspiel im eigenen Strafraum unterlaufen, dass aber nicht geahndet wurde.

          Doch die heimstarken Hannoveraner kamen zurück
          Doch die heimstarken Hannoveraner kamen zurück : Bild: dpa

          Vielleicht musste in einer solch turbulenten Partie des sechsten Spieltages zwangsläufig eine Schiedsrichterentscheidung für den Abschluss sorgen. Ob der Ball dem Augsburger Verteidiger Ostrzolek mehr an die Brust oder doch eher an die Hand gesprungen war, ließ sich kaum noch auflösen. Huszti behielt in jedem Fall die Nerven. Sein Siegtreffer macht Hannover 96 zu einem Spitzenteam der Liga – jedenfalls mit Blick auf die Leistungen im heimischen Stadion.

          Hannover 96 - FC Augsburg 2:1 (0:0)

          Hannover 96: Zieler - Sakai, Marcelo, Sané, Pocognoli - Stindl, Andreasen, Prib (54. Bittencourt), Huszti (90.+3 Schulz) - Ya Konan (90. Hoffmann), Sobiech
          FC Augsburg: Manninger - Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek (90. Milik) - Baier - Hahn, Moravek (67. Vogt), Altintop, Holzhauser (57. Werner) - Mölders
          Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)
          Zuschauer: 39.200
          Tore: 0:1 Verhaegh (51./Handelfmeter), 1:1 Sobiech (60.), 2:1 Huszti (89./Handelfmeter)
          Gelbe Karten: Marcelo (2), Sakai (3), Stindl (1) / Baier (1), Moravek (4), Ostrzolek (3), Verhaegh (3)

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