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2:0 in Stuttgart : Keine Probleme für Schalke beim VfB

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Eine deutliche Angelegenheit war das Spiel in Stuttgart für die Schalker. Bild: EPA

In Stuttgart haben die Königsblauen lange Zeit ein leichtes Spiel. Durch ihren 2:0-Sieg übernehmen die Schalker zumindest für den Moment wieder Tabellenplatz zwei. Die Sorgen bei den Schwaben werden indes größer.

          Der FC Schalke 04 hat die Abstiegssorgen des VfB Stuttgart vergrößert und seine eigenen Ambitionen auf einen Startplatz in der Champions League untermauert. In einer lange Zeit einseitigen und unspektakulären Partie gewannen die Schalker am Samstag verdient 2:0 (2:0), holten den ersten Sieg im Jahr 2018 und eroberten Rang zwei in der Fußball-Bundesliga zurück.

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          Naldo (14. Minute) und Amine Harit mit einem verwandelten Foulelfmeter (19.) sorgten vor 55.096 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena früh für klare Verhältnisse gegen vor allem in der ersten Halbzeit abermals erschreckend einfallslose Stuttgarter. Die Schwaben rutschten durch die sechste Liga-Niederlage in den vergangenen sieben Spielen dagegen auf Rang 15 der Tabelle, die Unruhe um den Verein und Trainer Hannes Wolf dürfte in den nächsten Tagen zunehmen.

          Im Vergleich zum 2:3 in Mainz in der vergangenen Woche musste Wolf auf den verletzten Ex-Schalker Holger Badstuber verzichten, änderte nach dem schwächsten Saisonspiel darüber hinaus seine Startelf aber auch noch freiwillig auf drei weiteren Positionen. So sollte der erst am Dienstag von Borussia Dortmund nach Stuttgart gewechselte 19 Jahre junge Jacob Bruun Larsen als sehr offensiver Außenverteidiger für Schwung sorgen.

          Doch so lange die VfB-Fans in der Anfangsphase auf Gesänge verzichteten und mit diesem Protest für die Wahrung ihrer Interessen eine Botschaft an die Fußballverbände senden wollten, wirkte auch das Spiel der Stuttgarter verhalten. Als die Anhänger in der Kurve dann mit dem Singen anfingen, ließ sie die Schalker Führung prompt wieder verstummen. Daniel Caligiuri, einer von drei Neuen in der Schalker Startelf, zirkelte eine Freistoßflanke zu Innenverteidiger Naldo, der per Kopf zu seinem fünften Saisontor traf.

          Keine vier Minuten später trat der Däne Bruun Larsen Nationalspieler Leon Goretzka im Strafraum beim Versuch zu klären eher unglücklich denn absichtlich in den Rücken und verursachte bei seinem Debüt einen Elfmeter. Harit verwandelte sicher zum 2:0 – und Schalke konnte sich fortan in aller Ruhe aufs Verteidigen und Kontern konzentrieren. Der VfB wusste mit seinen vielen Ballbesitzphasen überhaupt nichts anzufangen. Mario Gomez hing völlig in der Luft, verbuchte Sekunden vor dem Pausenpfiff aber immerhin den ersten Versuch aufs Schalker Tor. Seinen gefährlichen Kopfball blockte Max Meyer auf der Linie.

          Trainer Wolf reagierte auf die harmlosen Bemühungen und brachte Daniel Ginczek und Anastasios Donis. Stuttgart kam nun zu Chancen. Donis zielte zu hoch (48.), Ginczeks Kopfball strich knapp drüber (58.), Gomez scheiterte am Schalker Torwart Ralf Fährmann (76.).

          Schalke aber blieb gefährlich und hatte durch den kurz danach unter Pfiffen ausgewechselten zukünftigen Bayern-Profi Goretzka die erste von zahlreichen sehr guten Gelegenheiten zum 3:0 (55.). Jewgeni Konopljanka schob den Ball zehn Minuten später aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbei und verweigerte Sekunden später bei einem Konter den Querpass. Naldo und der eingewechselte Guido Burgstaller scheiterten an Torwart Ron-Robert Zieler – Schalke vergab seine Chancen fahrlässig, wurde aber nicht mehr bestraft.

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