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2:0 in Nürnberg : Dzeko und Grafite lassen Wolfsburg auf Europa hoffen

  • -Aktualisiert am

Perfekte Arbeitsteilung: Dzeko (r.) trifft zum 1:0 in Nürnberg, Grafite legt das 2:0 nach Bild: dpa

Zum Ende der Saison kommt das Sturmduo des Meisters wieder auf Touren. Dzeko und Grafite verhelfen Wolfsburg zum 2:0-Sieg in Nürnberg. Während der VfL auf den Europapokal hofft, bangt der FCN um den Klassenverbleib.

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          Das Spiel bestimmt, aber drei Punkte verloren. Der 1. FC Nürnberg verpasste am Sonntag durch die 0:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg die Chance, sich noch weiter von den direkten Abstiegsplätzen in der Bundesliga zu entfernen, weil die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking beste Chancen in der zweiten Halbzeit ausließ.

          Die Niedersachsen erreichten drei Tage nach dem Viertelfinal-Aus in der Europa League gegen den FC Fulham mit minimalem Aufwand den maximalen Ertrag, dem Meister genügten vor 40.593 Zuschauern im Nürnberger Stadion zwei gefährliche Vorstöße, um durch Dzeko und Grafite zu zwei Toren zu kommen und damit das Spiel für sich zu entscheiden.

          „Wolfsburg hat uns gezeigt, wie man spielen muss. Eine Chance, die sie sofort eiskalt genutzt haben. Das war allerdings auch die Klasse von Dzeko“, sagte der Nürnberger Trainer Dieter Hecking. „Wir hatten viele Möglichkeiten, nur wir haben sie nicht so clever genutzt wie die Wolfsburger.“

          Ein Patzer von Gündogan leitet dann die Wende ein

          Der VfL Wolfsburg begann die Partie verhalten, womöglich steckte den Spielern der Frust nach dem europäischen Scheitern noch in den Köpfen. Die Mannschaft von Trainer Lorenz-Günter Köstner lauerte zunächst nur auf Konter, agierten dabei aber durch Dzeko und Grafite nicht glücklich. Die Nürnberger fanden in der ersten Hälfte kaum eine Lücke in der gut geordneten Wolfsburger Defensive, allerdings fehlte auch der Mut zum Risiko.

          „Wir wollten nicht ins offene Messer laufen“, sagte „Club“-Sportdirektor Martin Bader über die niveauarme erste Halbzeit. Allein mit Distanzschüssen konnten die Franken für ein wenig Gefahr sorgen. Dennoch wäre die Partie wohl nicht torlos geblieben in den ersten 45 Minuten, hätte Schiedsrichter Guido Winkelmann die fälligen Strafstöße verhängt. Auf beiden Seiten gab es jeweils zwei brenzligen Situationen im Strafraum, die nicht geahndet wurden.

          Nach der Pause kam mehr Bewegung ins Spiel, vor allem Nürnberg spielte nun direkter - und kam zu guten Chancen, aber Gündogan, Pinola und Bunjaku scheiterten an Wolfsburgs Torhüter Benaglio. Den Gästen schienen die Kräfte zu schwinden, sie konnten kaum noch mit Kontern für Entlastung sorgen.

          Ein Patzer von Gündogan leitete dann die Wende ein, der Nürnberger leistete sich einen Fehlpass im Mittelfeld. Der lange Ball von Misimovic erreichte Dzeko. Der Bosnier setzte sich gegen zwei Nürnberger. durch und schoss zum 1:0 ein. Es war Dzekos 19. Saisontreffer, der damit die Torschützenliste der Bundesliga nun alleine anführt. In der 78 Minute vollendete Grafite die zweite gute Gelegenheit zum 2:0.

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