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2:0 in Kaiserslautern : Stuttgart macht die Betriebspanne wieder wett

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Torschützen unter sich: Boulahrouz (links) und Cacau treffen beim 2:0-Sieg Bild: dpa

Immer wieder freitags: Zum dritten Mal in Folge bestreitet Stuttgart die erste Partie eines Bundesliga-Spieltags. In Kaiserslautern gewinnt der VfB 2:0. Cacau und Boulahrouz schießen die Schwaben vorerst auf Platz vier.

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          Eine Woche nach dem unerwarteten 1:2 gegen den Hamburger SV hat der VfB Stuttgart diese Betriebspanne wieder wettgemacht und beim 1. FC Kaiserslautern nach Toren von Cacau (52. Minute) und Bouhlarouz (69.) 2:0 gewonnen. Während die Schwaben damit über Nacht auf Platz vier der Fußball-Bundesliga vorrückten, verharrt der FCK als Fünfzehnter im Tabellenkeller.

          Die von ihren eigenen Fans am Ende ausgepfiffenen Pfälzer bauten am Freitagabend nach einer soliden ersten Halbzeit körperlich und nervlich erheblich ab, so dass den Stuttgartern eine Durchschnittsleistung zum verdienten Erfolg auf dem Betzenberg reichte.

          „Wir brauchen Tore, Jungs, Tore, Tore, Tore!“ So lautete das Leitmotiv des Lauterer Trainers Marco Kurz vor diesem wegweisenden Heimspiel. Nur fünf Treffer, der Minuswert der Liga nach sieben Spieltagen: Das war viel zu wenig für die Mannschaft, die ihre komplette Offensivabteilung nach der vergangenen Erfolgssaison verloren hat. Und so stürzte der Überraschungssiebte der vorigen Spielzeit in dieser Runde fürs Erste bis an den Rand der Absteigsplätze ab.

          Keine großen Momente vor der Pause

          Die Stuttgarter dagegen, deren Trainer Bruno Labbadia 1991 mit dem FCK deutscher Meister geworden war, sind noch auf der Suche nach etwas mehr Stabilität, um die oberen Tabellenplätze mit berechtigter Zuversicht ins Auge zu fassen. Der VfB hatte aber bis zur Reise in die Pfalz immerhin schon zehn Punkte auf seinem Konto.

          Beide Übungsleiter hatten ihre Teams mit jeweils zwei Spitzen recht offensiv formiert, doch auf den großen Moment warteten die 46.000 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion bis zur Pause vergebens. Die „Roten Teufel“ agierten mit etwas mehr Feuer, doch Tiffert (14.), Sukuta-Pasu (16.) und Petsos (21.) scheiterten mit ihren Schüssen entweder am aufmerksamen VfB-Schlussmann Ulreich oder an ihrer fehlenden Zielgenauigkeit.

          Die Stuttgarter, defensiv ordentlich organisiert, muteten 45 Minuten lang zu abwartend und zu uninspiriert an, um selbst einmal bedrohlich zu wirken. Das sollte sich nach dem Wechsel ändern, die der VfB prompt mit mehr Elan in Angriff nahm. Rechtsverteidiger Bouhlarouz, von Hajnal auf den richtigen Weg gebracht, lebte seinen vor dem Wechsel noch zu oft versandeten Vorwärtsdrang einmal richtig aus, passte zurück zu Cacau, und der Stuttgarter Kapitän erzielte nach 516 Minuten ohne Bundesligatreffer das Tor zum 1:0 für die Schwaben (52.).

          Ein vollkommen verlorener FCK-Abend

          Bouhlarouz kostete 17 Minuten später einen der Augenblicke aus, die für die meisten Verteidiger eine Rarität sind: Der Holländer krönte seinen starken Auftritt mit dem Treffer zum 2:0, begünstigt noch dadurch, dass Jessen den wuchtigen Rechtsschuss abgefälscht hatte. Für Torhüter Trapp war so nichts mehr zu machen.

          Wie überhaupt für die Lauterer. Für sie war es, nachdem Shechter die größte Gelegenheit verdaddelt hatte (74.), ein vollkommen verlorener Abend. Er nährte den dringenden Verdacht, dass die Lauterer zu den ersten Abstiegskandidaten dieser Saison zählen könnten.

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