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2:0 in Cottbus : Köln ist aller Abstiegssorgen ledig

  • -Aktualisiert am

Held des Tages: Milivoje Novakovic trifft doppelt Bild: dpa

Milivoje Novakovic befreit die Kölner mit einem Doppelschlag im Cottbusser „Stadion der Freundschaft“ von allen Abstiegssorgen. Köln hat nun zehn Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz. Cottbus muss indes weiter mindestens zwei Zähler aufholen.

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          Es gibt Jubiläen, die sind so traurig, dass man sie nicht feiern möchte. Die 100. Bundesliga-Niederlage der Klubgeschichte gehört dazu. „So lange wie möglich hinauszögern“ wolle man diese, hatte Steffen Heidrich, der Manager von Energie Cottbus, noch vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln gesagt. Das Vorhaben misslang, die unschöne Marke ist gefallen. Cottbus unterlag 0:2 und musste sich den Vorwurf gefallen lassen, ganz allein daran schuld zu sein. Zwei individuelle Fehler sorgten dafür, dass Milivoje Novakovic für die im Grunde nur mauernden und allenfalls sporadisch konternden Kölner zum Matchwinner wurde. Köln hat nun sichere zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16, Cottbus muss weiter mindestens zwei Zähler aufholen. (siehe: Die Bundesliga in Zahlen: Tabelle, Ergebnisse, Statistik)

          Selten waren sich zwei Mannschaften vor dem Spiel so einig. Vom „wichtigsten Spiel der Saison“ sprachen unisono der Kölner Torhüter Faryd Mondragon und der Cottbuser Trainer Bojan Prasnikar. Dessen Pendant Christoph Daum und Energie-Manager Heidrich vertraten sogar die Ansicht, ab sofort gebe es nur noch Endspiele. Und noch eine Gemeinsamkeit: Prasnikar und Daum betonten, sie wollten keine Ausreden mehr hören. „Amateure erklären und verklären, Profis handeln“, so Daum. „Mir gefallen nur Resultate.“ Durchaus möglich, dass diese ernsten Worte so manchen Akteur lähmten, denn es entwickelte sich eine verkrampfte Partie. Hart umkämpft zwar, aber über weite Phasen doch auch unansehnlich. Angst essen Seele auf? Es dauerte eine halbe Stunde, bis die arg destruktiven Rheinländer durch Matip zum ersten Mal überhaupt auf das Tor schossen, Energie benötigte noch fünf Minuten länger, um nach etlichen Bemühungen und optischer Überlegenheit auch mal Gefahr auszustrahlen, hatte dann binnen einer Minute sogar zwei Gelegenheiten durch Jula, aber Mondragon zeigte gute Reflexe.

          Verzweifeltes Anrennen der Cottbusser

          Sein Gegenüber Gerhard Tremmel indes strahlte diese Sicherheit nicht aus. Einen harmlos anmutenden 25-Meter-Schuss von Petit konnte er nicht festhalten, Novakovic staubte ab - 0:1 (51.). In nur fünf Minuten kippte nun diese niveauarme Partie, weil sich Cagdas Atan ebenso ungeschickt wie Tremmel anstellte. Er riss Novakovic um, der den Strafstoß zum 0:2 (56.) verwandelte.

          Cottbusser Fust: Kapitän Timo Rost nach dem Schlusspfiff

          Der Rest war nur noch verzweifeltes und meist planloses Anrennen der Lausitzer. Rangelow und Skela vergaben noch beste Chancen an einem Tag, als die eigenen Fans auf ihre Mannschaft pfiffen und sich die Kölner Zuschauer schon sicher fühlten - sie sangen voller Inbrunst: „Nie mehr zweite Liga!“ (siehe auch: FAZ.NET-Spezial: Der 25. Bundesliga-Spieltag)

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