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2:0 in Bochum : Dortmund siegt im kleinen Ruhrderby

  • -Aktualisiert am

Glückwunsch zum ersten Tor seit 2005: Dede gratuliert dem Schützen Owomoyela (r.) Bild: ddp

Borussia Dortmund bleibt dem Rivalen Schalke 04 auf den Fersen - und nähert sich nebenbei den Uefa-Pokalplätzen. Den Sieg im kleinen Ruhrderby leitete Patrick Owomoyela ein. Bochum bleibt im Tabellenkeller.

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          Jürgen Klopp hatte voller Respekt Richtung VfL Bochum geschaut. Es gebe „tausend Gründe, die für einen Bochumer Sieg sprechen“, hatte der Trainer von Borussia Dotmund vor dem „kleinen“ Revierderbys gesagt. „Wir sind nicht der Favorit.“ Doch der vermeintliche Außenseiter gewann zum ersten nach zehn Jahren wieder in Bochum und feierte beim 2:0 den vierten Bundesligasieg in Serie.

          Dank der Tore von Patrick Owomoyela (11. Minute) und Nelson Valdez (54.) tanzten die zahlreichen Dortmunder Anhänger im ausverkauften Bochumer Stadion den „BVB-Walzer“ und blickten hoffnungsfroh in die Zukunft. Schon nach einer Stunde sangen sie vom „Europapokal“. Der Sieg hält die Borussia zumindest im Rennen um den sechsten Tabellenplatz, der für einen internationalen Startplatz reichen könnte. Bochum verpasste die Chance, sich weiter von den Abstiegsplätzen zu entfernen.

          Unterhaltsame Partie mit anfangs hohem Tempo

          Klopps zurückhaltende Einschätzung besaß durchaus einen realen Hintergrund. Bochum war vor diesem 28. Spieltag die viertbeste Mannschaft der Rückrunde. Doch die Dortmunder Spieler machten sich tatkräftig ans Werk und lieferten spielend eine Reihe guter Argumente, um die „tausend Gründe“ zu entkräften. So entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit anfangs hohem Tempo und einer Fülle von Chancen. Vor allem der BVB zeigte ansehnliche Spielzüge - aber auch eine Schwäche, die zunächst Zweifel weckte.

          Gut gebrüllt, Klopp! Dortmund gewinnt in Bochum

          In der ersten Hälfte machten die Borussen aus einer Fülle von Möglichkeiten zu wenig. So blieb es zunächst bei dem Kopfballtor von Patrick Owomoyela, der einen Eckstoß von Alexander Frei mit dem Kopf verwertete. Der Treffer war Owomoyelas erster Torerfolg seit 2005.

          Souveräne Borussenabwehr

          Die beste Chance, den Vorsprung vor der Pause auszubauen, vergab Hajnal, als er nach Kehls Hackentrick frei stand wie ein Elfmeterschütze, den Ball aber neben seinen Bestimmungsort schob. Auch die Bochumer bekamen ihre Möglichkeiten. Doch die beste Aktion eines VfL-Stürmers blieb Stanislav Sestaks Rettungstat im eigenen Strafraum.

          Nachdem Hajnal den zuweilen unsicheren VfL-Torhüter Daniel Fernandes mit einem Heber überlistet hatte, kratzte Sestak die Kugel artistisch von der Linie. Kurz nach dem Seitenwechsel noch eine Szene, die Fußball-Ästeten erfreute und das Derby entschied. Valdez zirkelte den Ball mit Gefühl und Präzision in den Torwinkel. Bochum versuchte zurückzuschlagen, vermochte gegen die meist souveräne Abwehr der Borussia aber nichts mehr auszurichten.

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