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2:0 in Bielefeld : Huszti und Pinto treffen für Hannover

  • Aktualisiert am

Hoch das Bein: Hanke (hinten) und Mijatovic Bild: ddp

Hannover 96 zeigte sich von der 0:3-Niederlage gegen Leverkusen gut erholt und kam zu einem 2:0 in Bielefeld. Die anfängliche Begeisterung bei der Arminia nach dem unverhofft guten Saisonstart ist damit schon wieder verflogen.

          Hannover 96 hat die Talfahrt in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Drei Tage nach der bitteren 0:3-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen rehabilitierten sich die Niedersachsen mit dem verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg bei Arminia Bielefeld und rückten ins Tabellenmittelfeld vor. Vor 21.800 Zuschauern in der SchücoArena stellten Szabolcs Huszti (54. Minute, Handelfmeter) und Sergio Pinto (85.) den zweiten Auswärtssieg sicher für die 96er, die den Bielefeldern zugleich die erste Heimniederlage in der laufenden Spielzeit beibrachten. Die anfängliche Begeisterung in Ostwestfalen nach dem unverhofft guten Saisonstart ist damit schon wieder verflogen.

          „Wir haben gar nicht dagegen gehalten. Das ist eine Einstellung, die ich nicht gutheißen kann“, beklagte Arminias Kapitän Mathias Hain nach der Partie und übte Selbstkritik. Seinen anfangs geäußerten Verdacht, Wichniarek habe beim Handspiel vor dem Elfmeter außerhalb des Strafraums gestanden, nahm er zurück: „Der Assistent an der Linie hat mir versichert, dass es innerhalb war. Also war es ein Elfmeter.“ Sein Gegenüber Robert Enke verstand die ganze Diskussion nicht: „Es war ein klarer Elfmeter, weil es keine natürliche Handbewegung war.“ Und Bielefelds Coach Ernst Middendorp sagte: „Wir dürfen die Schuld nicht bei anderen suchen, wir waren heute selber Schuld.“

          35 Minuten Leerlauf

          Nach der 0:3-Niederlage auf Schalke bot Middendorp diesmal Bernd Korzynietz für Tobias Rau und den Griechen Leonidas Kampantais an Stelle von Ioannis Masmanidis auf. Bei den Gästen, die in den vergangenen vier Spielen zehn Gegentreffer kassiert hatten, brachte Trainer Dieter Hecking in Michael Tarnat, Christian Schulz und Arnold Bruggink sogar drei „Neue“, doch die Wechsel zahlten sich zunächst nicht aus. Hüben wie drüben lief kaum etwas zusammen, die wenigen Chancen in der zerfahrenen Partie waren eher Zufallsprodukte.

          Nach einem Patzer von Vinicius, der über den Ball trat, zielte Artur Wichniarek (5.) aus fünf Metern über das Tor. Es folgten 35 Minuten Leerlauf, ehe Schulz mit einem Schuss Arminia-Keeper Hain im Gesicht traf und Nationalspieler Mike Hanke den abprallenden Ball vorbeischoss (40.). Auf der anderen Seite sorgte Kampantais (42.) mit einem strammen Drehschuss, bei dem er 96-Schlussmann Robert Enke zu einer Glanzparade zwang, für einen der wenigen Höhepunkte.

          Wichniarek trifft nur die Latte

          Nach der Pause sorgte der Handelfmeter, den der bei einem Freistoß mit ausgestrecktem Arm in der Mauer hochspringende Stürmer Wichniarek verursachte, für deutlich mehr Schwung. Huszti, der kurz zuvor bei einem Kopfball an den Pfosten noch Pech gehabt hatte (51.), ließ sich die Chance vom ominösen Punkt aus nicht entgehen und erzielte seinen ersten Saisontreffer für die druckvoller agierenden Gäste. Die Arminen wehrten sich zu wenig und hätten dennoch fast ausgeglichen, doch Wichniarek traf aus 20 Metern nur die Oberkante der Latte (62.). Der eingewechselte Pinto machte dann nach einem Konter alles klar und ließ die insgesamt kompakter aufgetretenen Gäste zu Recht jubeln.

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