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2:0 in Augsburg : Hoffenheim siegt ohne viel Lärm

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Ohne viel Lärm: Siegtorschütze Ryan Babel freut sich für Hoffenheimer Verhältnisse eher leise Bild: dapd

Der FC Augsburg muss weiter auf seinen ersten Bundesligasieg warten. Gegen Hoffenheim gab es stattdessen die erste Niederlage in der jungen Erstligageschichte des Aufsteigers - auch weil der ungewohnt leise Gegner vom Elfmeterpunkt aus souveräner war.

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          1899 Hoffenheim hat den Negativ-Schlagzeilen um die Lärm-Attacke getrotzt und Aufsteiger FC Augsburg die erste Bundesliga-Niederlage zugefügt. Eine Woche nach dem Sieg gegen Meister Borussia Dortmund legte die Auswahl von Trainer Holger Stanislawski in der Fremde nach und bezwang den Neuling mit 2:0 (1:0). Torschützen für die Gäste waren Top-Stürmer Ryan Babel (5. Minute) und Sejad Salihovic per Foulelfmeter (75.). Bei den Schwaben scheiterte der bislang so treffsichere Sascha Mölders per Foulelfmeter an 1899-Keeper Tom Starke (59.). Während es für die Hoffenheimer weiter aufwärts geht, steckt der Neuling nach seiner ersten Bundesliga-Niederlage im unteren Tabellendrittel fest.

          „Wir haben den deutschen Meister geschlagen, doch vier Tage hat niemand über Fußball gesprochen“, hatte sich Stanislawski nach dem Akustik-Angriff beim Heimspiel gegen Dortmund geärgert. Doch beim Gastspiel in Schwaben war sein Team vor 30.004 Zuschauern bemüht, eine sportliche Antwort auf den Wirbel zu geben. Von Beginn an dominierten die Gäste, deren Trainer auf seine gegen Dortmund siegreiche Startelf vertraute, die Partie.

          Augsburg im Schock

          Nur in eine Richtung lief in den Anfangsminuten das ungleiche Spiel, und Babel nutzte gleich die erste Gelegenheit zur Führung. Völlig ungehindert kam der Stürmer nach feinem Zusammenspiel mit Fabian Johnson gegen die völlig überforderte Abwehr der Hausherren zum Abschluss. Auch fortan leistete sich die Defensive der Schwaben, bei denen Innenverteidiger Gibril Sankoh nach seiner Roten Karte im letzten Zweitliga-Spiel der vergangenen Saison ins Team zurückgekehrt war, eine Unsicherheit nach der anderen gegen die quirligen Gäste.

          Als der erste Schock über das frühe Gegentor verdaut war, gestaltete Augsburg die Partie offener, ohne im zweiten Heimspiel nach der Verbannung von Publikumsliebling Michael Thurk zunächst Torgefahr auszustrahlen. Erst in der 36. Minute musste Gäste-Keeper Starke nach einem Weitschuss von Daniel Baier erstmals sein Können aufbieten. Kurz vor der Pause (43.) war es erneut Baier, der aber in Starke wiederum seinen Meister fand.

          Mölders verschießt

          Diesen Schwung nahm der Neuling mit in den zweiten Durchgang. Nach einem schlimmen Fehlpass von Isaac Vorsah zog erneut Baier (49.) ab, doch Starke bestand auch diese Prüfung. Nun spielte nur noch Augsburg, doch die nie aufsteckenden Schwaben belohnten sich nicht. Ausgerechnet Augsburgs Dreifach-Torschütze Mölders scheiterte mit dem viel zu lässig geschossenen Strafstoß an Starke. Wenig später hatten die Augsburger Fans erneut den Torschrei auf den Lippen. Der gerade erst eingewechselte Tobias Werner tauchte allein vor Starke auf (70.), doch der Ball sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. Salihovic machte es dann vom Elfmeterpunkt besser als Mölders und sorgte mit seinem dritten Saisontor für die Entscheidung. „Wir hatten unsere Möglichkeiten, Sascha Mölders verschießt den Elfmeter, Hoffenheim macht ihn rein - das war der Unterschied. Hoffenheim hat mit Sicherheit die besseren Einzelspieler“, sagte Augsburgs Schlussmann Simon Jentzsch.

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