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2:0 gegen Stuttgart : Berliner Auftakt nach Maß

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Ein Australier begeistert Berlin: Neuzugang Mathew Leckie wird gefeiert Bild: Reuters

Ein Australier begeistert Berlin: Neuzugang Leckie wird beim Auftaktsieg der Hertha gegen Stuttgart dank seiner beiden Tore gefeiert. Das erste gelingt ihm 30 Sekunden nach der Pause.

          Neuzugang Mathew Leckie hat Hertha BSC einen perfekten Saisonstart beschert. Dank eines Doppelpacks des Australiers (46., 62.) gewannen die Berliner zum Auftakt der Bundesligasaison gegen Aufsteiger VfB Stuttgart mit 2:0 (0:0). Fünf Tage zuvor hatte Hertha schon das Pokal-Skandalspiel bei Hansa Rostock für sich entschieden. „Das war eine spezielle Woche mit einer verrückten Erfahrung“ sagte Matchwinner Leckie nach seiner ersten Tore-Show im Trikot von Hertha BSC.

          In der Vorsaison hatte der für drei Millionen Euro vom FC Ingolstadt gewechselte Leckie für den Absteiger nicht ein einziges Mal getroffen. „Das Zauberwort heißt Andy Thom“, sagte Hertha-Trainer Pal Dardai zum schnellen Leckie-Wandel zum Torjäger. Der ehemalige Nationalstürmer Andreas Thom ist seit dieser Saison beim Hauptstadtclub als Stürmer-Trainer verantwortlich für alle Hertha-Angreifer - von der Jugend bis zu den Profis. Dardai bescheinigte dem 26 Jahre alten Leckie eine blitzschnelle Eingewöhnung in Berlin: „Es war gleich so, als ob er immer hier wäre.“

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          Der Europa-League-Teilnehmer tat sich gegen den Zweitligameister in der ersten Halbzeit schwer, Leckies Treffer 30 Sekunden nach dem Wiederanpfiff brachte Hertha aber entscheidend voran. Bei einem Einwurf schlief die Stuttgarter Defensive, Hertha-Kapitän Ibisevic verlängerte per Kopf in den Lauf von Leckie, der den Ball mit links ins Tor schoss. In der 62. Minute legte der schnelle Flügelspieler mit seinem zweiten Treffer nach.

          Von Beginn an waren beiden Mannschaften die fehlenden Spielpraxis und die Angst vor einem Fehlstart deutlich anzumerken, und so verstrich die erste Halbzeit ohne echte Torchance. Hertha erarbeitete sich zwar mehr Ballbesitz, doch gefährlich vor das gegnerische Tor kamen Vedad Ibisevic und Co. zunächt nicht. Die ballsicheren Stuttgarter verteidigten clever, versteckten sich aber keineswegs nur in ihrer eigenen Hälfte. Bei ihren Kontern agierten die Schwaben jedoch teilweise zu hektisch und ungenau.

          Badstuber und Aogo auf der Bank

          Stuttgarts Trainer Hannes Wolf  ließ bei seiner Bundesliga-Premiere die bundesligaerfahrenen Neuzugänge Holger Badstuber und Dennis Aogo zunächst auf der Bank. Dafür vertraute er in Ailton als Linksverteidiger und Orel Mangala im defensiven Mittelfeld jungen Profis. Die Unerfahrenheit gegenüber den Berlinern war jedoch lange Zeit kaum spürbar - bis zum Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit.

          VfB-Stürmer Simon Terodde (53.) und Flügelspieler Josip Brekalo (57.) hatten danach den Ausgleich auf den Fuß. Die Berliner taten in dieser Phase des Spiels zu wenig in der Offensive, doch dann war es Leckie, der die Hausherren mit einem Tor nach einem Eckball aus ihrer Lethargie riss. Die Stuttgarter gaben nicht auf und kamen in der 74. Minute zu einem Pfostentreffer durch Takuma Asano. In der 87. Minute hatten die Gäste noch eine gute Gelegenheit bei einem Freistoß von Anastasios Donis. Der Video-Schiedsrichter hatte zuvor darauf hingewiesen, dass das Foul von Sebastian Langkamp an Josip Brekalo außerhalb des Strafraums stattgefunden hatte und deshalb den Schwaben einen Strafstoß verweigert.

          Neben Leckie gefiel bei Hertha auch der fleißige Mittelfeldrenner Vladimir Darida. Stuttgart hatte in Chadrac Akolo und Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann seine besten Akteure.

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