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2:0 gegen Nürnberg : Hamburg nicht gut, aber erfolgreich

  • -Aktualisiert am

Alle Hamburger lieben Guerrero (2.v.r.): Nach dem Führungstor gratulieren Heung Min Son, Toere und Diekmeier Bild: dapd

Mit viel Glück und einem guten Torwart Drobny gewinnt der Hamburger SV gegen den 1. FC Nürnberg. Guerrero und Jansen machen aus drei Chancen zwei Tore.

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          Es läuft derzeit einfach beim Hamburger SV. Beim 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg spielte Trainer Thorsten Finks Mannschaft schwach, hatte große Mühe mit dem Gegner und in sechs Szenen Glück, keinen Gegentreffer zu kassieren. In Sachen Chancenauswertung und Cleverness war der HSV am Sonntagnachmittag aber völlig überzeugend: aus drei Möglichkeiten machte Finks Elf zwei Tore. Zunächst gelang Paolo Guerrero in der 24. Minute das 1:0, in der 63. Minute schoss Marcell Jansen den 2:0-Endstand.

          Der HSV bleibt auch im sechsten Bundesliga-Spiel unter dem neuen Coach ungeschlagen und klettert aus dem Tabellenkeller. Nürnberg kassierte die fünfte Auswärtsniederlage nacheinander und verharrt in der Abstiegszone. Der Ärger des „Club“ über Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer war dabei unberechtigt und entsprang wohl eher dem eigenen Frust, nicht schon längst zu führen, als Guerrero das 1:0 gelang.

          In der 23. Minute wehrte Drobny im Hamburger Tor so gerade noch Eiglers Kopfball ab; es war schon die dritte gute Club-Chance bis dahin. Den Gegenzug schickte dann Drobny mit einem Abschlag auf den Weg. Der Ball erreichte Guerrero, und der schüttelte Timmy Simmons ab - eine unglückliche Szene des Belgiers, aber kein unerlaubter Einsatz Guerreros. Überlegt lupfte der HSV-Stürmer den Ball ins Tor (24. Minute). Es folgten wilde Proteste der Nürnberger Spieler und Verantwortlichen.

          Weiterhin ungeschlagen mit Hamburg: Trainer Fink
          Weiterhin ungeschlagen mit Hamburg: Trainer Fink : Bild: dapd

          Verdient war die Führung des HSV nicht. Ideenlos und ungefährlich spielte der HSV, überließ dem „Club“ das Spiel. Nürnberg machte das gut. Didavis Kopfball in der 17. Minute war eine ebenso hervorragende Möglichkeit wie die Eiglers, noch besser war Didavis Chance in der 20. Minute, als er knapp vorbei schoss.

          Beim HSV war nur Guerrero angriffslustig. Philipp Wollscheid hatte große Mühe mit ihm; er wusste sich oft nur durch Fouls zu helfen. Nürnbergs Halbzeitfrust war komplett, als Stürmer Pekhart in der 37. Minute auf die Latte köpfte. Vier gute Chancen, keine Tor, 0:1 - das war eine magere Ausbeute gegen einen fahrigen HSV.

          Flanken ins Nirgendwo

          Nach der Pause änderte sich wenig: der HSV wartete ab, Nürnberg kombinierte sich nach vorn. Dann aber flogen etlichen Flanken oder Hereingaben ins Nirgendwo - abgesehen vom hohen Ball in der 58. Minute, der Pekhart erreichte: dessen Kopfball touchierte den Außenpfosten.

          Der Nürnberger Überlegenheit setzte der HSV große Kaltschnäuzigkeit entgegen. Mit dem überhaupt erst vierten Hamburger Torschuss der Partie gelang Marcell Jansen das 2:0 in der 63. Minute.

          Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 2:0 (1:0)

          Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Westermann, Bruma (46. Mancienne - 76. Tesche), Aogo - Kacar, Rincón - Töre, Jansen - Guerrero, Son (61. Ilicevic)
          1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Maroh, Wollscheid, Plattenhardt - Simons (77. Feulner) - Eigler (60. Mak), Hegeler (85. Cohen), Didavi, Esswein - Pekhart
          Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)
          Zuschauer: 45.473
          Tore: 1:0 Guerrero (23.), 2:0 Jansen (62.)
          Gelbe Karten: Bruma (1), Diekmeier (2), Mancienne (4) / Chandler (2)

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