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2:0 gegen Nürnberg : Bremen siegt bei von Heesens Debüt

  • Aktualisiert am

Tanz um den Brasilianer Diego - oder doch um den Ball? Bild: ddp

Durch einen souveränen 2:0-Heimsieg gegen Nürnberg setzte Bremen Spitzenreiter Bayern München unter Druck. Rosenberg und Klasnic trafen. Der „Club“ steht mit dem neuen Trainer Thomas von Heesen weiter auf einem Abstiegsplatz.

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          Auch die Bundesliga-Premiere von Thomas von Heesen als Trainer des 1. FC Nürnberg ist missglückt. Knapp 40 Stunden nach der Uefa-Cup-Niederlage in Lissabon verloren die Nürnberger mit ihrem neuen Coach am Samstag das Punktspiel bei Werder Bremen mit 0:2 (0:1). Während die schwach spielenden Bremer Platz zwei in der Bundesliga festigten und Tabellenführer Bayern München vor dem Sonntagsspiel in Hannover unter Druck setzten, bleibt der „Club“ auf einem Abstiegsrang und verlor zudem Ivan Saenko wegen einer Gelb-Roten Karte (20./Unsportlichkeit).

          Die Bremer Tore schossen vor 37.073 Zuschauern Markus Rosenberg (30.) und Ivan Klasnic (81.). „Nach 20 Minuten war es ein Muster ohne Wert“, sagte von Heesen zu der Partie, die sein Team 70 Minuten mit einem Mann weniger absolvieren musste. Sein Kollege Thomas Schaaf gab zu: „Wir haben uns heute schwergetan. Das war nicht der ganz große Glanz.“

          Bremens Diego hat seine Form noch nicht gefunden

          Die Bremer, die nach dem Uefa-Cup-Einsatz einen Tag länger pausieren konnten, spielten längst nicht so druckvoll wie gewohnt und benötigten die Hilfe der Nürnberger. Die Werder-Kombinationen im Mittelfeld liefen nicht, die Abspiele kamen meist zu ungenau. Und der brasilianische Spielmacher Diego hat ganz offensichtlich seine Hinrunden-Form noch längst nicht wiedergefunden.

          So liefen die wenigen guten Angriffe meistens über den sehr starken Daniel Jensen, der wegen seiner fünften Gelben Karte kommende Woche in Frankfurt allerdings gesperrt ist. Ein weiterer Grund für die Abstimmungsprobleme bei Werder war die unfreiwillige Rotation durch Sperren und Verletzungen.

          Nürnberg agiert erst mutig und wird dann müde

          Die Abwehr, mit Frank Baumann für den gesperrten Naldo in der Innenverteidigung und Dusko Tosic für den erkrankten Patrick Owomoyela als Linksverteidiger, wirkte auch gegen zehn Gästespieler nicht immer sicher. Die Nürnberger agierten zwei Tage nach dem Spiel in Portugal lange Zeit mutig, suchten immer wieder Konterchancen, ehe sie müde wurden.

          Von Heesen, der vor knapp einem Jahr als Coach von Arminia Bielefeld seine letzte Bundesligapartie auf der Bank erlebte hatte, hatte auf eine 4-2-3-1-Aufstellung umgestellt, musste nach dem Platzverweis aber zusehen, wie sein System hinfällig wurde. Zudem musste der neue Coach erleben , wie sich seine Mannschaft selbst das Leben unnötig schwer machte.

          Partie nach einer halben Stunde praktisch entschieden

          Etwa als Jan Kristiansen (12.) allein vor dem Tor den Ball verstolperte, bei dem unnötigen und unsportlichen Stören durch den bereits mit Gelb verwarnten Saenko bei einem Bremer Freistoß - und beim ersten Bremer Tor: Der auch sonst schwache Andreas Wolf schlug über den Ball und erlaubte Rosenberg so das 1:0. Die Partie war damit praktisch nach einer halben Stunde entschieden.

          Werder nutzte den Platz allerdings viel zu wenig und zeigte eine enttäuschende Leistung. Herausgespielte Torchancen, wie sie für die Mannschaft von Thomas Schaaf sonst typisch sind, waren Mangelware. Die wenigen Möglichkeiten resultierten meist aus Fernschüssen wie von Aaron Hunt (4.), Hugo Almeida (43.) oder Diego (56.), ehe der eingewechselte Klasnic nach Flanke von Jensen das 2:0 köpfte.

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